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Ostprignitz-Ruppin Praktischer Naturschutz
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00:17 11.02.2016
Laura Valdix, Monika Paskeviciuti, Teresa Kollek (v.l.) Quelle: Dagmar Simons
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Linum

Dass sie nach dem Abitur erst einmal im Umweltbereich arbeiten wollte, war für Teresa Kollek klar. Dass sie allerdings ihr ökologisches Jahr in der Naturschutzstation Rhinluch des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg absolvieren würde, stand nicht so schnell fest. Über das Internet hat sich die 19-jährige Berlinerin über die verschiedenen Möglichkeiten informiert und stieß dabei auf die Naturschutzstation Linum. So wie auch die gleichaltrige Laura Valdix aus Kloster Lehnin, die ursprünglich ihr ökologisches Jahr auf Sylt am Wattenmeer verbringen wollte. Statt am Meer ist sie nun im Linumer Teichgebiet. Die 24-jährige Monika Paskeviciuti aus Litauen vervollständigt das Frauentrio. Sie ist fertige Biologin und macht ein Praktikum. Leiter Norbert Schneeweiß schätzt den Arbeitseinsatz seiner freiwilligen Mitarbeiterinnen. „Ich bin sehr froh über die jungen Leute. Solche Helfer sind leider nicht so reich gesät.“

Die Drei sind hauptsächlich in der Tier- und Landschaftspflege tätig. Wobei der Schwerpunkt zurzeit mehr auf Landschaft liegt, da die Sumpfschildkröten Winterschlaf halten. Damit die Tiere optimale Bedingungen nach dem Aufwachen vorfinden, sind die jungen Frauen draußen unterwegs, um die Freigelege, in denen die Schildkröten ihre Eier legen, zu entbuschen. Da stehen auch schon mal mehrtägige Außeneinsätze auf dem Programm. Ab März kümmern sie sich um die Tiere, putzen sie und sind für die Zubereitung des Schildkrötenpuddings aus verschiedenen Zutaten wie Tintenfisch, Karotten und Rinderherz zuständig. „Ganz ohne Tiere sind wir aber auch im Winter nicht“, sagt Teresa Kollek. Insekten und Mäuse halten keine Winterruhe.

„Es macht Spaß, so nah mit den Tieren zu arbeiten. Sie wachsen einem ans Herz“, sagt Laura Valdix. So begeisterungsfähig wie sie sind auch andere, erzählt Norbert Schneeweiß. Wie eine Psychologiestudentin aus Stuttgart, die sich so sehr für Schildkröten interessierte, dass sie zwei Monate ehrenamtlich auf der Naturschutzstation mitgearbeitet hat.

Monika Paskeviciuti wurde gleich in der ersten Woche ihrer Ankunft in Linum ins kalte Wasser geworfen. „Möchtest du mit zum Kraniche zählen?“ Morgens um sechs Uhr und drei Stunden lang. Das einmalige Erlebnis hat sie für das frühe Aufstehen voll entschädigt.

Um 8 Uhr beginnt der Arbeitsalltag mit einem Rundgang durchs Haus, ob alles in Ordnung ist. Zu ihren Aufgaben gehört auch der Telefondienst. Der Arbeitstag endet in der Regel um 16.30 Uhr. Alle drei wohnen die Woche über in Linum. Dort vereinsamen sie keinesfalls, erzählen sie. Die Abende verbringen sie mit zwei Freiwilligen, die in der benachbarten Storchenschmiede arbeiten. Außerdem seien sie abends sowieso „kaputt“.

Im Herbst endet ihr Einsatz. Was dann kommt, wissen sie noch nicht. Teresa will dem Bereich Umwelt treu bleiben. Laura Valdix hat diesbezüglich Zweifel, weil die Berufsaussichten in dieser Branche nicht gut sind, es meistens auf zeitlich begrenzte Projekte hinaus läuft. Monika Paskeviciuti wird in Litauen wahrscheinlich ihren Master machen. Alle drei nehmen gute Erinnerungen an Linum mit. „Wir haben Einblicke bekommen, die andere nicht so haben.“

Von Dagmar Simons

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