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Predigt in drei Sprachen

Kirchenkreis Wittstock-Ruppin fördert Migration Predigt in drei Sprachen

Die Neuruppiner Pfarrerin Christiane Schulz engagiert sich stark für die Migration von Flüchtlingen. Sie gab den Anstoß für die Gründung einer Arbeitsgruppe „Flucht und Migration“, die der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin nun in die Wege leiten will. Schulz hat schon einmal einen dreisprachigen Gottesdienst gehalten, zu dem viele Flüchtlinge kamen.

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Pfarrerin Christiane Schulz gab den Anstoß zur Gründung der Arbeitsgruppe.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin will die Arbeitsgruppe „Flucht und Migration“ gründen. Aufgabe der Arbeitsgruppe soll es sein, Projekte zur Arbeit mit Flüchtlingen anzustoßen und bereits bestehende Projekte mitein­ander zu verknüpfen, sagte die stellvertretende Superintendentin Ilona Kretzschmar bei der Herbst-Synode am Sonnabend. Bei der nächsten Synode im Frühjahr sollen die künftigen Mitglieder der Gruppe einen ersten Bericht vorlegen. Eine weitere Aufgabe der Gruppe könnte zudem sein, Gotteshäuser ausfindig zu machen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden können.

Den Anstoß zur Gründung der Arbeitsgruppe hatte die Neuruppiner Pfarrerin Christiane Schulz gegeben, die seit 1. September mit einer halben Stelle für die mobile Flüchtlingsberatung im gesamten Kirchsprengel Potsdam zuständig ist. Schulz, die ihren neuen Aufgabenbereich am Sonnabend selbst nicht vorstellen konnte, soll unter anderem Ansprechpartnerin für Gemeinden sein, die sich in Flüchtlingsfragen engagieren, und Aktionsgruppen besuchen. Zugleich soll sie in der schwierigen Frage beraten, wie mit Flüchtlingen umzugehen ist, die abgeschoben werden sollen. Am 18. Oktober hatte sie in Rheinsberg erstmals einen dreisprachigen Gottesdienst für Christen und Moslems gegeben. „Ich hoffe, dass das ein Beginn ist“, sagte Kretzschmar. „Es sind viele Flüchtlinge gekommen.“

Auch Ilona Kretzschmar weiß, dass Christiane Schulz für ein flächenmäßig sehr großes Gebiet zuständig ist – den gesamten Norden der Landeskirche mit insgesamt acht Kirchenkreisen. Andere Kirchenkreise wie etwa Nauen-Rathenow haben eigene Pfarrer, die speziell für Flüchtlingsfragen zuständig sind. Auf absehbare Zeit lasse sich eine solche Stelle im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin jedoch nicht einrichten, so Superintendent Matthias Puppe am Rande der Herbst-Synode.

Allerdings gibt es zahlreiche Initiativen, die Arbeit mit Asylbewerbern leisten. Der Verein Esta Ruppin, der die gemeinde­diakonische Arbeit im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin bündelt, organisiert unter anderem Sprachkurse für Flüchtlinge. Zudem gründete sich Ende August die Initiative „Neuruppin lebt bunt“, in der sich Ehrenamtler zusammenfinden, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Unter der Leitung der Neuruppiner Psychologin Gabriela Weischet traf sich die Gruppe im Gemeindezentrum oder in der Klosterkirche. Die Mitglieder der Gruppe engagieren sich unter anderem im Treskower Asylbewerberheim.

Von Frauke Herweg

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