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Preise für Wittstocker Museen sollen steigen

Neue Richtlinie ab Sommer 2016 Preise für Wittstocker Museen sollen steigen

13 Jahre sind sie nicht erhöht worden – nun sollen die Eintrittspreise für die Wittstocker Museen steigen. Damit der Betrieb läuft, muss der Landkreis jährlich 350 000 Euro dazuschießen, denn die Einnahmen liegen gerade mal bei 20 000 Euro. Die neuen Preise sollen fast doppelt so hoch sein wie bisher und ab Sommer 2016 gelten.

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Alte oder neue Preise: Die Kasse in den Kreismuseen Wittstock wird wohl auch zukünftig nicht kostendeckend klingeln.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Der Vorstoß gilt als längst überfällig. Die Eintrittspreise in den Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock sollen zum 1. August 2016 erhöht werden. Nach dem Kulturausschuss stimmte nun auch der Finanzausschuss des Kreistages diesem Vorhaben zu. Jetzt muss nur noch der Kreistag am 3. Dezember grünes Licht geben.

„Wir müssen uns nicht für die neuen Preise entschuldigen“, sagt die Museumsleiterin Antje Zeiger. Der Landkreis als Träger der Kreismuseen in Wittstock fördert derzeit mit 350 000 Euro den Betrieb. Dem stehen Einnahmen in Höhe von nur 20 000 Euro gegenüber. „Seit Januar 2003 gilt die aktuelle Entgeltordnung“, sagt Antje Zeiger. Die gesamte Aufstellung wurde deshalb auf den Prüfstand gestellt und neu festgelegt.

Die Alte Bischofsburg in Wittstock mit 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

Die Alte Bischofsburg in Wittstock mit 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche.

Quelle: Christamaria Ruch

Einzelbesucher sollen demnach zukünftig 4,50 Euro statt wie bisher 2,50 Euro zahlen. Bei den ermäßigten Eintritten verdoppeln sich die Preise von 1,50 Euro auf 3 Euro. Zielgruppe sind dabei Azubis, Studenten, Freiwillige, Wehrdienst- und Bundesfreiwilligendienstleistende. Rentner sind von der Ermäßigung ausgeschlossen. Kinder und Schüler können wie gehabt für 1 Euro ins Museum. „Das ist uns wichtig, um der jungen Generation erst einmal den Zugang zu den Museen zu ebnen und sie für Geschichte zu interessieren“, begründet Antje Zeiger.

Die Museumsleiterin Antje Zeiger empfiehlt auch den Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Sperrgebiet II“

Die Museumsleiterin Antje Zeiger empfiehlt auch den Besuch der aktuellen Sonderausstellung „Sperrgebiet II“.

Quelle: Christamaria Ruch

Gänzlich neu ist das Kombiticket für den Besuch des Museums und der Aussichtsplattform „Schlacht bei Wittstock 1636“. Erwachsene können für 5,50 Euro und Kinder für 2 Euro beide Bereiche besuchen. Dieses Ticket entstand in Kooperation mit der Stadt Wittstock als Träger der Aussichtsplattform.

Auch für Gruppenbesuche, Projekttage von Schulklassen oder das sogenannte Bausteinprogramm der Museumspädagogik erfolgte eine Leistungsanpassung. Im Vergleich zu den Eintrittspreisen im Land Brandenburg und bundesweit rangieren die Kreismuseen Alte Bischofsburg auch nach neuer Entgeltordnung unter dem Durchschnitt.

Passiert die neue Entgeltordnung am 3. Dezember den Kreistag, wird sie zum 1. August 2016 gültig. „Wir haben uns bewusst für dieses Datum entschieden und uns dabei an den Beginn des Schuljahres orientiert“, sagt die Leiterin. Außerdem liegen schon viele Buchungsanfragen für Projekttage in 2016 vor. Dafür gelten noch die aktuellen Eintrittspreise.

In den vergangenen zwölf Jahren stiegen in jedem Bereich des Museums die Ausgaben. Auf der anderen Seite veränderte das Team die Bereiche und bietet den Besuchern neue Perspektiven. Damit meint Antje Zeiger vor allem das Museum des Dreißigjährigen Krieges. „Die Ausstellungsebenen sind komplett umgestaltet.“ Doch auch das Ostprignitzmuseum als Teil der Kreismuseen präsentiert sich schon teilweise neu. Hinzu kommen die regelmäßig wechselnden Sonderschauen, die neben dem normalen Museumsalltag inhaltlich und gestalterisch vorbereitet werden müssen.

Museum einst und heute

Seit 1989 hat sich die Ausstellungsfläche in den Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock mittlerweile verdreifacht. Sie liegt derzeit bei 1000 Quadratmeter Fläche. Dadurch erfährt der Besucher auch inhaltlich viel mehr als zu früheren Zeiten.

Drei hauptamtliche Kräfte standen 1989 für die inhaltliche Arbeit zur Verfügung. „Nach wie vor ist bei uns die Personaldecke eng“, sagt die Museumsleiterin Antje Zeiger. Denn seit Jahren stehen nur 1,6 Stellen für die inhaltliche Arbeit bereit. Hinzu kommen Mitarbeiter in Projekten mit zeitlicher Befristung sowie Ehrenamtliche.

Allein von der Logistik her ist es damit schwierig, Besuchergruppen mit mehr als 100 Gästen durch das Museum zu schleusen. Dabei werden Gruppen dieser Größe in sechs Einzelgruppen aufgeteilt.

„Jeder Besucher hat das Recht auf eine gute Betreuung“, lautet ein Grundsatz von Antje Zeiger. Deshalb hofft sie, dass das Personal mittelfristig um eine wissenschaftliche Stelle aufgestockt wird. Ob das tatsächlich möglich ist, ist derzeit wegen des hohen Zuschussbedarfes für das Museum völlig offen.

Von Christamaria Ruch

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