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Preisgekröntes Modell präsentiert

Wittstock Preisgekröntes Modell präsentiert

Die Schüler der Klasse 8b des Städtischen Gymnasiums Wittstock stellten das Modell ihres energiesparenden Traumhauses im Rathaus vor. Sie belegten damit im April den 3. Platz im Wettbewerb Mission Energiesparen der Erdgas Mark Brandenburg (EMB).

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Die Besucher konnten am Dienstagabend auch einen Blick ins Innere des Hausmodells werfen.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Bei einem Rendezvous mit einer Königin spielt Geld keine Rolle. Eine Million Euro, vielleicht auch etwas mehr oder weniger – wie viel das von den Schülern der Klasse 8b des Städtischen Gymnasiums konzipierte Traumhaus kosten würde, sollte es jemand tatsächlich bauen wollen, wissen auch die Macher nicht so genau. Fakt ist: Sie haben mit dem extravagant anmutenden Modell Ende April den 3. Platz im Landeswettbewerb Mission Energiesparen der Erdgas Mark Brandenburg gewonnen.

Am Dienstagabend stellten sie das Traumhaus mit Energiesparpotenzial im Rathaus öffentlich vor. Denn bisher war es nur beim Wettbewerbsfinale in Potsdam präsentiert worden. Es setzt nicht nur auf Öl als Speicher für selbst produzierten Strom, sondern ist auch mit Solartechnik und LED-Beleuchtung bestückt.

Nicht ohne Wow-Effekt

Obwohl das Energiesparen im Wettbewerb an erster Stelle stand, sollte aber auch ein Wow-Effekt nicht fehlen. Erreicht wurde er mit einem aufklappbaren Dach, das eine Pool-Landschaft freigibt. Das Ganze erinnert an die imposante Blüte der Königin der Nacht, einer Kakteenart. So war der Name schnell gefunden.

Im Oktober 2016 entschieden sich die Schüler, beim EMB-Wettbewerb mitzumachen, durchliefen den Zuhause- und den Rathaus-Check, immer auf der Suche nach Stromsparmöglichkeiten. Schließlich bauten sie in der Freizeit am Modell ihres Traumhauses, um es am 26. April in Potsdam vor der Jury zu präsentieren. „Sie legte viel Wert auf selbst gemachte Teile“, sagte Physiklehrer Bernd Frühauf, der die Schüler während des Projektes gemeinsam mit seiner Kollegin Silke Neumann begleitete. Überhaupt sei nicht nur auf technische Lösungen, sondern ebenso auch auf die Fantasie und die Darstellung der Idee großen Wert gelegt worden. Die Achtklässler erinnerten sich im Rathaus an die mitunter schwierige Findungsphase und den Bau des Modells, der ihnen einiges abverlangt habe.

Pläne wurden mehrmals verändert und angepasst

Die Pläne seien mehrmals verändert und angepasst worden, berichteten sie und zeigten Fotos aus dieser Zeit. „Ich denke, die Schüler haben dabei etwas mitgenommen“, sagte Bernd Frühauf. Zudem hätten sie sich auch handwerklich verbessert. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, um das Modell genauer anzuschauen, das Innenleben mit seinen Miniatur-Möbeln zu begutachten und auch mal das Klappdach zu betätigen.

Der Lohn der Mühe ist bekannt: Acht von möglichen zwölf Punkten bedeuteten den 3. Platz im Wettbewerb. 1000 Euro gab es dafür. Wofür das Geld verwendet werden soll, sei noch nicht ganz klar, berichtete einer der Schüler. Die Hälfte solle der Schule zufließen und womöglich die Ausrichtung des 150. Geburtstages des Gymnasiums im Jahr 2019 unterstützen. Mit der anderen Hälfte könnte ein gemeinsamer Musical-Besuch finanziert werden. Aber auch darüber sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Von Björn Wagener

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