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Ostprignitz-Ruppin Preisträger im Literatur-Wettstreit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Preisträger im Literatur-Wettstreit
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00:17 18.07.2016
Die Preisträger des diesjährigen Eva-Hoffmann-Aleith-Literaturwettbewerbes. Quelle: Renate Zunke
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Stüdenitz

„Eine Frau, die neben ihrer Arbeit als Pfarrerin Freude am Schreiben hatte, wurde zur Namensgeberin eines Literaturpreises, der auf große Resonanz bei jungen Leuten stößt. So schreibt Eva Hoffmann-Aleith noch immer Dorfgeschichte weiter“, begrüßte Pfarrer Henning Utpatel am Donnerstagabend die zahlreichen Gäste in der Stüdenitzer Kirche. Hier wurden die Preisträger des EVA-Hoffmann-Aleith-Wettbewerbs für junge Literatur geehrt. Der 2008 erstmals ausgetragene Wettbewerb, der alle zwei Jahre vom Förderverein ausgeschrieben wird, hat sich inzwischen etabliert.

Das Thema: Unterwegs

Das Thema hieß in diesem Jahr „Unterwegs. Träume – Hoffnung – Flucht“ . Dazu wurden 163 Arbeiten eingereicht: Gedichte und Erzählungen. Die Teilnehmer des literarischen Wettbewerbs kamen hauptsächlich aus dem Kyritzer Gymnasium und der Prinz-von-Homburg-Schule Neustadt. Aber auch ein Video mit einer Performance zum Thema „unterwegs“ einer Schülergruppe aus der Kyritzer Carl-Diercke-Schule war dabei. Die Performance wurde während der Festveranstaltung auch noch live aufgeführt. Beteiligt haben sich ebenfalls Mädchen und Jungen der Förderschule am Kastaniensteg in Neuruppin. Deren Lehrerin hat aufgeschrieben, was die Schüler ihr erzählt haben.

Die Trommelgruppe der Prinz-von-Homburg-Schule Neustadt begrüßte die Gäste und sorgte gleich ordentlich für Stimmung. Quelle: Renate Zunke

Dass die Preisverleihung auch in diesem Jahr wieder zu einer festlichen und fröhlichen Veranstaltung wurde, dafür sorgten die jungen Menschen selbst. Schon vor der Kirche wurden die Gäste von der Trommlergruppe der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule begrüßt. An der Orgel saß die Stüdenitzerin Dorothee Vettin, die extra von ihrem Studienort Rostock angereist war. Der Chor des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Kyritz unter Leitung von Kathrin Bulawa-Kohlschmidt ließ Gänsehautfeeling aufkommen. Klangvoll füllten die klaren Stimmen der jungen Leute die Kirche. Sängerinnen und Instrumentalisten beeindruckten mit solistischen Darbietungen. Hauptdarsteller aber waren die jungen Literaten selbst, denn die jeweils ersten Preisträger durften ihre Arbeiten öffentlich vorlesen.

Wo fängt unterwegs sein an? Wo endet es?

Eingangs hatte Pfarrer Utpatel noch gesagt: „Man muss als Schreibender den Menschen Material liefern, damit sie ihre Fähigkeiten entwickeln können.“ Material haben die Schreibenden wirklich geliefert, und das in einer großen Vielfalt. Natürlich stand die Flüchtlingsproblematik beim Thema „Unterwegs“ im Mittelpunkt. So hat zum Beispiel das Gedicht „Ich, Flüchtling, Mensch?“, verfasst von Helene Strauß, sehr berührt. Aber: „Wo fängt unterwegs sein an? Wo endet unterwegs sein?“ Fragen, die Hans Joachim Wilke in seinem Gedicht stellt. Das spiegelt sich in anderen Texten wider. Nele Ladewig beschreibt den schweren Weg, den ein kranker Mensch gehen muss. Lea Merten trifft sich im Traum mit Obama und der Queen.

„Auf der Autobahn des Lebens“ ist Peer Dastin Grunwald unterwegs. Und diese Lebensautobahn ist nicht einfach für den jungen Mann. Wer der Jugend Oberflächlichkeit vorwirft, wird jedenfalls beim Lesen der Erzählungen und Gedichte eines Besseren belehrt. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass junge Menschen sich sehr wohl tiefgründige Gedanken machen. Deren literarische Umsetzung wird auch dieses Mal in einem kleinen Buch veröffentlicht, das der Förderverein herausgibt. Darin enthalten sind die Arbeiten aller Preisträger. Mann kann gespannt sein..

Von Renate Zunke

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