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Ostprignitz-Ruppin Premiere von Kyritzer Schülertheater naht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Premiere von Kyritzer Schülertheater naht
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00:17 20.04.2016
Ausruhen? Fehlanzeige! Bis 30. Juni wird geprobt. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz/Bendelin

Am Anfang war nichts. Nur eine Idee. Keine Vorlage, kein Drehbuch, keinn Text, keine Requisiten. Mittlerweile aber haben die fast 20 Kyritzer Goethe-Grundschüler Szenen entwickelt für ihr Fantasiestück „Was, wäre, wenn?“, bei dem sie sich die Zukunft erdenken. Und sie verfeinern sie gerade.

Treffen sie sich sonst ähnlich einer großen Arbeitsgemeinschaft seit dem vorigen Herbst wöchentlich im Stadtsaal des Kyritzer Mehrgenerationenhauses, ging es für sie am Wochenende für ein zweitägiges Intensivtraining zum Storchenhof nach Bendelin. Dorthin, wo es viel Platz und viel Ruhe gibt, kam auch die Profitänzerin Juschka Weigel aus dem nahen Breddin, um ihnen einiges rund ums Thema Körperbeherrschung beizubringen.

Auch Flüchtlingskinder machen mit und stellen Zukunftsfragen

Neuerdings sind zudem einige Flüchtlingskinder dabei, die ebenso Fragen stellen und sich dabei in Pose bringen, wie etwa: „Was wäre, wenn ich Präsidentin der USA wäre?“ „Was wäre, wenn ich kein Geld hätte?“ „Was wäre, wenn ich ein Mädchen wäre?““„Was wäre, wenn es keine Schule gäbe?“ „Was wäre, wenn wir keinen Strom mehr hätten?“

Ratschläge vom Profi in Sachen Bewegung brachte Juschka Weigel aus Breddin mit. Quelle: Matthias Anke

Wie das aussieht, wenn sich auf solche Fragen Antworten ergeben, kann sich am 30. Juni bei der Premiere in der Aula der Kyritzer Diercke-Oberschule jeder selbst ansehen werden. Anschließend können sich die Fünftklässler unter den Darstellern überlegen, ob sie auch im nächsten Schuljahr bei dem Projekt dabei sind.

„Die Sechstklässler gehen dann ja an eine andere Schule. Und neue Teilnehmer aus den jetzigen vierten Klassen können nachrücken“, erklärt Sarah Reinecke vom Verein Esta Ruppin als pädagogische Leiterin des Projekts. Denn das läuft noch bis 2017. Gefördert wird es vom Bundesbildungsministerium aus dem Programm „Kultur macht stark“. Die Devise: Partner vor Ort sollen Bündnisse für die Bildung von Kindern und Jugendlichen schließen. Im Fall des Kyritzer Theaterprojektes kooperieren der Esta Ruppin, die Stadt und die Goethe-Grundschule. Auch ein Bühnenbildner ist eingebunden.

Theaterpädagogin Claudia Stricker und Goethe-Grundschülerinnen bei der Probe. Quelle: Matthias Anke

Die maßgebliche Arbeit mit den Kindern ermöglicht die Theaterpädagogin Claudia Stricker, die ebenso wie Sarah Reinecke in Barenthin lebt. Zusammen hatten sie sich dieses außerschulische Theaterprojekt ausgedacht. Mittlerweile sahen sie sich mit den Kindern auch schon ein Stück im Berliner Atze-Musiktheater an. Und nun naht in kaum mehr als zwei Monaten die eigene Premiere.

Von Matthias Anke

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