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Ostprignitz-Ruppin Premieren, große Siege, ein Mord
Lokales Ostprignitz-Ruppin Premieren, große Siege, ein Mord
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15:33 22.12.2017
Alle einig: Die Bürgermeister und Amtsdirektoren von Neuruppin, Temnitz, Fehrbellin, Lindow, Rheinsberg werben gemeinsam für Neuruppin als Kreisstadt eines Großkreises Prignitz-Ruppin, der nun wohl doch nicht kommt.  Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Es ist ein Bild, das in Erinnerung bleiben wird. Auch wenn die Kreisgebietsreform, gegen die sich die Protestaktion letztlich wandt, nun doch nicht kommt. Bürgermeister und Amtsdirektoren sowie der Landrat des Kreises Ostprignitz-Ruppin stehen Seite an Seite und halten ein Schild in die Luft: „Kreisstadt Neuruppin“. Es ist der Ausdruck des Protestes gegen eine Kreisgebietsreform, die Innenminister Schröter gegen den Willen der Städte und Gemeinden durchsetzen will. Aus Ostprignitz-Ruppin und Prignitz soll Prignitz-Ruppin werden – soweit, so schlecht. Aber wer darf Kreisstadt bleiben – Neuruppin oder Perleberg? Ein Tauziehen reißt alte Gräben wieder auf.

Der Aufreger des Jahres kam ziemlich zum Schluss: Ein Polizist aus der Gemeinde Fehrbellin wird wegen Bestechlichkeit und Verrats von Dienstgeheimnissen vor Gericht gestellt – da aber freigesprochen. Ansonsten hatte das Jahr in Fehrbellin aber auch viel Schönes zu bieten, etwa endlich den Lückenschluss auf dem Radweg von Fehrbellin nach Neuruppin. Die MAZ präsentiert die Höhepunkte des Jahres.

Die Kreisgebietsreform und die Wahlen bestimmen das Geschehen 2017 in der Politik. Dabei ist die Bundestagswahl noch fast langweilig gegen die Bürgermeisterwahl in Rheinsberg. Dort schafft der ewige Kritiker des Rheinsberger Rathauses, Frank-Rudi Schwochow (CDU), was keiner für möglich gehalten hat. Er stößt Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) vom Thron. Sein Sieg in der Stichwahl ist hauchdünn. Und die CDU, gegen deren Willen Schwochow seine Kandidatur angestrebt hat, ist not amused.

Ein tragisches Ende nahm Sturmtief Xavier für einen Autofahrer, der an jenem Abend zwischen Lindow und Schönberg unterwegs war. Ein abgerissener Ast durchschlug die Windschutzscheibe seines Autos, der Mann starb. Aber es gab 2017 nicht nur Trauriges im Amt Lindow. Die MAZ präsentiert die Höhepunkte des Jahres.

Und was war sonst noch so los? Es gab rauschende Feste wie die Fehrbelliner Festtage oder das Festival Protzen Open Air – Heavy Metall auf dem Acker.

Nach fast 20 Jahren wird das Insolvenzverfahren für die Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) endlich beendet. Ende gut – alles gut? Schon, denn nun kann es im Gewerbegebiet endlich wieder vorwärts gehen. Fortschritte und Rückschläge gab es auch sonst im ablaufenden Jahr im Amt Temnitz. Die MAZ präsentiert die Höhepunkte.

Es gab schreckliche Unfälle wie den umgekippten Säurelaster auf der Autobahn.

Kampf gegen die Kreisgebietsreform, Streit um den Neubau eines Kreisverkehrs, Schlittschuhvergnügen auf dem Neuen Markt, Biogas-Unfall in Wuthenow, ausgezeichnete Schüler-Zeitungsredakteure, Neubauten, Sanierungen, rauschende Fest und Jubiläen – das Jahr 2017 hatte für Neuruppin einiges zu bieten. Die MAZ präsentiert die Höhepunkte des Jahres.

Es gab verheerende Sturmschäden, sogar mit einem Todesopfer bei Lindow. Es gab sensationell gute Premieren auf den Bühnen im Ruppiner land. Und es gab leider auch einen brutalen Mord, dem die bekannte und beliebte Alt Ruppinerin Jutta K. im August zum Opfer fiel.

Von wegen – „Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte“. In Rheinsberg ging 2017 ganz schön die Post ab. Im Schloss ist der Muschelsaal wunderschön restauriert, der Streit zwischen dem Architekten und der Stadt um den Rathaus-Neubau eskaliert. Und dann gibt es im September einen Paukenschlag bei der Bürgermeisterwahl: Frank-Rudi Schwochow, der ewige Kritiker des Bürgermeisters, wird nun selbst zum Stadtchef gewählt und siegt hauchdünn gegen Bürgermeister Rau, einen „Parteifreund“ aus der eigenen Partei, der CDU.

Von MAZonline

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