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Preussenquelle erhält Umwelt-Zertifikat

Wirtschaft in Rheinsberg Preussenquelle erhält Umwelt-Zertifikat

Die Rheinsberger Preussenquelle erhielt das Zertifikat des Europäischen Umwletmanagement- und Auditsystems Emas. Das Zertifikat zwingt Unternehmen, ihren Ressourcenverbrauch penibel zu dokumentieren. Zugleich müssen Firmen offen legen, wie sie ihre umweltrelevanten Daten verbessern wollen.

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Bis zu 6000 Flaschen können stündlich die Abfüllanlage der Preussenquelle verlassen.

Quelle: Frauke Herweg

Rheinsberg. Alles muss dokumentiert sein: die Laufzeiten der Maschinen, die Chemikalien, die eingesetzt werden, jeder Liter Wasser, der verbraucht wird. Unternehmen, die das Zertifikat des Europäischen Umweltmanagement- und Auditsystems Emas bekommen wollen, müssen ihren Ressourcenverbrauch penibel auf­listen. „Die Dokumentation ist eine echte Hürde“, sagt der Geschäftsführer der Rheinsberger Preussenquelle Frank Stieldorf. Dennoch gelang es dem Unternehmen, in nur drei Monaten die Emas-Kriterien zu erfüllen. Als erster ostdeutscher Mineralbrunnen erhielt die Preussenquelle am Donnerstag aus den Händen von Umweltminister Jörg Vogelsänger und IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias die Emas-Urkunde.

Das Umwelt-Zertifikat Emas ist zugleich Voraussetzung für das Bio-Zertifikat, das das Unternehmen vor Kurzem erhielt. Emas habe die „mit Abstand strengsten Kriterien“ an ein Umweltsiegel, sagt Stieldorf. Von den rund 500 in Deutschland produzierten Mineralwässern dürfen nur fünf ein Bio-Zertifikat führen – auch das Wasser der Preussenquelle.

Ummweltminister Jörg Vogelsänger (2 v r) machte sich bei einem Betriebsrundgang selbst ein Bild

Ummweltminister Jörg Vogelsänger (2. v. r.) machte sich bei einem Betriebsrundgang selbst ein Bild.

Quelle: Frauke Herweg

Mit dem Emas-Zertifikat setzt sich das Unternehmen selbst auch weitere Ziele. „Wir haben die Messlatte gelegt“, sagt Stieldorf. „Jetzt müssen wir uns weiter entwickeln.“ So muss das Unternehmen festlegen, in welchen umweltrelevanten Daten es sich verbessern will – beim Energieverbrauch etwa oder beim Einsatz von Chemikalien. Jedes Jahr muss das Zertifikat erneut errungen werden. Ein unabhängiger Gutachter prüft, ob das Unternehmen seinen selbst gesteckten Zielen gerecht wird.

Die Preussenquelle beschäftigt derzeit 23 Mitarbeiter. „So kleine Unternehmen gibt es auf dem Wassermarkt eigentlich gar nicht mehr“, sagte Stieldorf bei einem Betriebsrundgang mit Umweltminister Vogelsänger. In dem hart umkämpften Wassermarkt versucht sich die 2007 gegründete Firma ganz bewusst als kleines, feines Unternehmen zu behaupten. „Wasser ist kein billiges Lebensmittel“, sagt Stieldorf – Discountern zum Trotz, die Mineralwasser für neun Cent verkaufen.

Unternehmen engagiert sich im Naturschutz

Die Preussenquelle engagiert sich zugleich in Naturschutzprojekten– unter anderem für den Erhalt von Böden. „Das Wasser muss schließlich durch einen Boden“, sagt Stieldorf. „Und wenn der Boden nicht mehr gut ist, kann auch das Wasser nicht gut sein.“ Zugleich beteiligt sich das Unternehmen an Umweltbildungsprojekten. Im Oktober etwa lädt das Unternehmen Schüler aus der Region zu einem Nachhaltigkeitstag auf das Betriebsgelände.

In Brandenburg sind Angaben des Umweltministeriums derzeit 37 Unternehmen und Organisationen registriert, die die Emas-Kriterien und die damit verbundenen freiwilligen Umweltleistungen erfüllen. Im Potsdamer IHK-Bezirk haben derzeit nur 17 Betriebe das Emas-Zertifikat.

Von Frauke Herweg

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