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Prignitz-Center in Kyritz wird abgerissen

Neuer Einkaufstempel geplant Prignitz-Center in Kyritz wird abgerissen

Der bisherige Gebäudekomplex des Kyritzer Einkaufszentrums „Prignitz-Center“ soll einem attraktiveren Neubau weichen. Ohne genaue Zahlen zu nennen, sei dieser laut den Investoren weitaus günstiger, als den Bestand zu sanieren. Doch was geschieht mit dem Bereich von Bank, Apotheke und Arztpraxen?

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Der blau umrandete Bereich wird von den Arbeiten nicht betroffen sein. Die roten Linien markieren den Neubau für Rewe (r.) und weitere Läden.

Quelle: Kubus

Kyritz. Jahrelange Leerstände, zu viele ungenutzte Flächen und dazu ein Standard, der nicht den aktuellen energetischen Bauanforderungen entspricht _ das sollen die wesentlichen Gründe sein, weshalb jetzt der Abriss des Kyritzer Einkaufszentrums „Prignitz-Center“ vorbereitet wird. An der bisherigen Stelle des 15 Jahre alten Objektes soll ein neues Einkaufszentrum entstehen.

Dieses Vorhaben ist Informationen zu entnehmen, mit denen sich die Bauprojektfirma Kubus aus Magdeburg an die Stadtverwaltung gewendet hat. Weil ein Bebauungsplan erforderlich ist werden sich am Montag erst die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses mit dem Thema beschäftigen und danach die des Stadtentwicklungsausschusses. Abschließend entscheidet die Stadtverordnetenversammlung in dieser Sache.

Neubau soll billiger sein als eine Sanierung

„Die Baukosten für eine Sanierung stehen in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis zum Neubau“, erklärte der Architekt sowie Geschäftsführer Georg Selzer vom Bauprojektunternehmen Kubus aus Magdeburg gegenüber Inge Olbrecht. Sie ist in der Kyritzer Bauverwaltung für die Bereiche Stadtentwicklung und Freiraumgestaltung zuständig. Laut Selzer würde indes mit dem Neubau eine „Revitalisierung des Einkaufszentrums“ einhergehen, was „die Wohnattraktivität in Kyritz-West steigert und weitere Investitionen nach sich zieht und zu einer Aufwertung und Belebung des Stadtteils zukünftig führt“.

In der Beschlussvorlage für die Stadtverordneten werden die Planungsziele so formuliert: „Der Bereich des Prignitz-Centers soll baulich neu geordnet werden. Es soll ein neues qualifiziertes Nahversorgungszentrum entstehen unter anderem mit dem Neubau des Lebensmittelvollsortimenters Rewe und der Firma Deichmann.“ Nicht betroffen sind demnach die zur Straße der Jugend hin gelegenen Gebäude samt Bank, Apotheke und Arztpraxen. Die entsprechenden Grundstücke soll aus dem Bauvorhaben ausgegliedert werden.

Hinsichtlich der neuen Gebäudeanordnung ist von „ einer modernen Einkaufsstätte mit attraktiver Erschließung“ die Rede. Neben Rewe und der Schuhhandelskette Deichmann sind ein Textilfachgeschäft und „mehrere kleinteilige Läden“ vorgesehen. Bis auf den Textilhändler sind laut der Projektfirma die Hauptmieter nahezu bereits von Anfang an im Center vertreten.

Bessere Verbindung zwischen Stadtzentrum und Center geplant

Durch die neugeordnete Fläche entsteht ein Platz mit Hofcharakter. Er soll als Parkplatz genutzt werden. Es heißt, „die Gebäude erhalten ein Flachdach mit sichtbarer Konstruktion und eine moderne Fassadengestaltung. Energieeinsparungen erfolgen durch ein modernes LED-Beleuchtungskonzept und die Integration neuester Kühl- und Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung“. Das bedeutet: Die Abwärme der Kühlgeräte wird für die Heizung genutzt. Gas werde damit „nur zu Spitzenlastzeiten“ verheizt.

Die neue Verkaufsfläche beträgt rund 3 500 Quadratmeter und entspricht damit nahezu der bisherigen Grundfläche. Dabei entfallen die Flure, die dem Center bislang den Charakter einer „Shopping-Mall“ verliehen. Sie werden den Verkaufseinheiten zugeschlagen. Gründe dafür seien auch behördliche Auflagen und Betreibervorgaben, die größere Durchgangsbreiten zwischen den Regalen vorsehen, etwa für Rollstuhlfahrer, aber auch als vorschriftsmäßige Fluchtwegbreiten.

In Aussicht gestellt wird zudem eine „fuß- und radläufige Erschließung vom Prignitz-Center zum Stadtzentrum“. Dies erhöhe zusätzlich die Attraktivität des neu zu errichtenden Gebäudekomplexes.

Hinweis: Die Mitglieder des Wirtschaftsauschusses tagen unter anderem dazu am Montag ab 18.30 Uhr öffentlich im Kyritzer Rathaussaal.

Von Matthias Anke

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