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Prignitz-Express lahmt noch immer

Neuruppin Prignitz-Express lahmt noch immer

Mit Skepsis hat die CDU in Neuruppin auf die Nachricht reagiert, dass die Aussichten für eine direkte Anbindung des Prignitz-Expresses nach Berlin gut seien, weil dies im künftigen Koalitionsvertrag von Berliner stehe. Grund: Das Projekt steht schon jetzt in den Koalitionsverträgen von Berlin und Brandenburg – ohne sichtbare Auswirkungen.

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Der Prignitz-Express macht bisher einen Bogen um das Berliner Stadtzentrum und fährt stattdessen nach Spandau.

Quelle: Geisler

Neuruppin. Mit Skepsis hat am Mittwoch die CDU auf die Nachricht reagiert, dass für eine direkte Anbindung des Prignitz-Expresses ins Berliner Stadtzentrum ein Durchbruch gelungen sei, weil sich der künftige rot-rot-grüne Senat von Berlin dafür einsetzen will. Grund der Skepsis: Ein ähnlicher Passus befinde sich bereits im jetzigen Berliner Koalitionsvertrag von CDU und SPD, sagte CDU-Kreissprecher Nando Strüfing. Wörtlich heißt es in dem 2011 vereinbarten Papier: „Der Prignitz-Express soll über die Kremmener Bahn bis nach Gesundbrunnen geführt werden.“

Gleichwohl gab es bis auf eine Reihe von Gesprächen zwischen der Deutschen Bahn und den Ländern Berlin und Brandenburg bisher keine Veränderungen auf der Strecke. Vielmehr fährt der RE 6 weiterhin bis Hennigsdorf und macht dann einen Bogen bis nach Spandau, statt direkt ins Berliner Stadtzentrum zu fahren.

Berlin fürchtet Konkurrenz zur S-Bahn

Es ist ein offenes Geheimnis, dass lange Zeit weder Bahn noch Berlin ein Interesse an einer direkten Anbindung des Prignitz-Expresses ins Zentrum der Hauptstadt hatten. Schließlich würden die Regionalzüge damit auf dem Berliner Gebiet mit den S-Bahnen in Konkurrenz treten. Dennoch hatte 1995 Hans Leister, der zuständige Bereichsleiter der Bahn und sogenannte Vater des Prignitz-Expresses, versichert, dass schon die ersten Planungen für den RE 6 eine direkte Anbindung der Strecke von Hennigsdorf aus ins Berliner Stadtzentrum vorgesehen haben. Davon war fünf Jahre später, als die Strecke des Prignitz-Expresses eröffnet wurde, keine Rede mehr.

Neuer Vorstoß für direkte Anbindung ins Zentrum

Ob die erneute Aufnahme einer direkten Anbindung ins Berliner Stadtzentrum in den Koalitionsvertrag auch eine zügige Umsetzung bedeutet, sei derzeit noch nicht abzusehen, sagte CDU-Mann Strüfing. Demnach laufen seit „geraumer Zeit“ Gespräche zwischen der Bahn und Berlin über den Ausbau der S-Bahn-Strecke zwischen Schönholz und Tegel. Die S-Bahn soll auf diesem Abschnitt ein zweites Gleis erhalten. Das ist Voraussetzung, damit dort ebenfalls einmal die Züge des Prignitz-Expresses fahren können.

Indes haben sich die Bündnisgrünen inzwischen darauf geeinigt, dass Regine Günther Berlins (53) neue Verkehrssenatorin werden soll. Die Klima-Expertin, die aus Kaiserslautern stammt, seit 1986 in Berlin lebt und derzeit noch Generaldirektorin bei der Umweltorganisation WWF Deutschland ist, wird dann auch dafür zuständig sein, dass der Prignitz-Express wirklich direkt an das Berliner Stadtzentrum angebunden wird.

Von Andreas Vogel

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