Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Neue Übernachtungs-Rekorde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Übernachtungs-Rekorde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:37 11.03.2018
Badende Kinder im Grienerickseee in Rheinsberg. Quelle: Peter Geisler
Berlin

Mit sehr guten Vorzeichen konnten die beiden Tourismusverbände aus der Prignitz und aus dem Ruppiner Seenland zur diesjährigen Internationalen Tourismusbörse in Berlin starten. Beide Reiseregionen verzeichneten im vergangenen Jahr erneut Zuwächse bei den Übernachtungszahlen.

1,5 Millionen Gäste im Ruppiner Seenland

Das Ruppiner Seenland, das neben Neuruppin und Rheinsberg auch die Regionen um den Stechlin sowie um Oranienburg umfasst, hat einen Zuwachs um 1,4 Prozent erreicht. Das sind 1,535 Millionen Gäste, die die Region im Jahr 2016 besuchten.

Die Prignitz, zu der neben der Elbe-Region um Wittenberge und Pritzwalk auch die Wittstocker und die Kyritzer Regionen gehören, legte prozentual sogar um 3,8 Prozent zu. In absoluten Zahlen ist das zwar weniger als im Ruppiner Seenland, prozentual gesehen liegt die Prignitz dabei jedoch sogar über dem Landesdurchschnitt mit 1,6 Prozent.

Am Stand des Ruppiner Seenlandes auf der ITB, in der Mitte Peter Krause, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ruppiner Land. Quelle: Claudia Bihler

Dabei war 2017 ein schwieriges Jahr für die Touristiker – vor allem auch wegen der ausufernden Regenfälle. „Andererseits zeigen uns die Zahlen, dass unser Urlaubsgebiet inzwischen auch weniger saisonabhängig ist“, sagt Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz.

Mit vielfältigen Angeboten können die Regionen auch für 2018 aufwarten. Dennoch ist das laufende Jahr in gewisser Hinsicht auch ein Übergangsjahr.

Die großen Veranstaltungsreihen wie das Fontanejahr und die Landesgartenschau stehen erst für 2019 im Kalender. Grund genug für die Verbände, sich den mittel- und langfristigen Aufgaben zu widmen.

Der Wassertourismus steht im Fokus

Für die Tourismusmarketing-Gesellschaft Brandenburg steht nun der Wassertourismus im Fokus. Hatte Brandenburg schon im Vorfeld in der Arbeitsgruppe „Das blaue Paradies“ eng mit Mecklenburg zusammengearbeitet, wird diese Kooperation der Bundesländer in diesem Jahr intensiviert. „Unser Element“ heißt das Projekt nun.

„Mit einem unserer Projekte treffen wir genau das Thema dieser Kooperation“, sagt Peter Krause vom Tourismusverband Ruppiner Seenland. Schließlich wurde gerade im Seenland bereits im Vorfeld viel für das wichtigste Anliegen des Kooperationsprojektes getan – die Angebote für Wassertouristen mit den Angeboten an Land zu verknüpfen.

Beispielreise für das Ruppiner Land entwickelt

„Wir haben jetzt eine Beispielreise entwickelt“, sagt Krause. Die Reise ist zwischen 150 und 200 Kilometer lang, eignet sich vor allem für Motorboot- und Hausbootreisende und führt von Rheinsberg nach Lindow.

„Auch, wenn es den Anschein hat, als wenn die Reise nur sehr kurz ist, fahren Urlauber durch die ganze Reiseregion“, sagt der Geschäftsführer: „Die Reise führt sie über Fürstenberg, die Havel, den Ziegeleipark Mildenberg, Kremmen und Oranienburg zurück nach Lindow.“

In einer Woche von Rheinsberg bis Oranienburg

Etwa für die Dauer einer Woche setzt der Verband die Reise an – denn beispielsweise mit dem Schloss Rheinsberg, dem Ziegeleipark, dem Schloss Oranienburg und vielen weiteren Attraktionen an den Ufern gibt es viel zu sehen.

„Und natürlich kann auch über Nacht einfach mal auf einem See geankert werden, man muss nicht immer eine Marina anlaufen“, sagt Krause. Oder es kann ein ganz anderer Weg eingeschlagen werden – etwa nach Norden, wo die Urlauber auf die Elde-Müritz-Wasserstraße treffen.

Die Reise ist nur eine Beispielreise, deren Schwerpunkt darauf liegt, dass auch Wasserurlauber schöne Erlebnisse und einen umfassenden landseitigen Eindruck von der Landseite der Region mit nach Hause nehmen können.

Flöße gibt es jetzt auch barrierefrei

Letztlich müssen die Anbieter sie mit konkreten Angeboten ausgestalten. Doch Krause weiß: „Bei uns hat sich in den vergangenen Jahren so viel getan – ob es bei den Anbietern für Hausboote oder für Flöße ist.“

Wert legt er vor allem auf einen Hinweis: „Menschen mit einem Handicap bleiben nicht außen vor. Ein Anbieter bietet allein 30 Flöße mit barrierefreiem Zugang an.“

Auch, wenn das Fontanejahr 2019 noch eine Weile entfernt liegt, wird im Ruppiner Seenland daran bereits gearbeitet.

Fontane im Mittelpunkt der Kampagne

Im Mittelpunkt der landesweiten – Kampagne zum wohl berühmtesten preußischen Schriftsteller und Journalisten Theodor Fontane steht, ihn möglichst lebensnah kennen zu lernen, sagt Christiane Barz, Kuratorin des gesamten Fontanejahres.

Sie meint „den Fontane, der immer viel schreiben musste, weil er ein freiberuflicher Journalist war.“ Es geht darum, Einblicke in seine Schreibwerkstatt und sein Leben zu nehmen und ein Stück weit einen Wohlfühl-Fontane darzustellen.“

Fontaneteller und Fontane-Menü

Fontanes „Wohlfühlfaktor“ will der Tourismusverband Ruppiner Seenland durchaus wörtlich nehmen und holt sich dazu die regionale Gastronomie ins Boot.

„Wir werden einen Warenkorb mit 20 oder 30 Komponenten zusammenstellen, die vor 150 Jahren den Speiseplan bestimmten“, sagt Krause, „aus diesen Komponenten kann jeder Gastronom, der teilnehmen will, einen Fontaneteller oder auch ein ganzes Menü zusammenstellen.“

Auf den Spuren des 19. Jahrhunderts

Erlebbar soll Fontane aber auch unterwegs werden. Auf einem Rundweg durch das Ruppiner Seenland soll das Augenmerk der Besucher besonders auf die Zeit des märkischen Schriftstellers gelenkt werden.

„Und da haben wir viel zu bieten“, sagt Krause: „Im 19. Jahrhundert wurde die Eisenbahn gebaut, im Ziegeleipark begann der Abbau von Ton – kurz, wir wollen nicht nur Museen zeigen.“

150 Kilometer Wanderwege

Rund 150 Kilometer soll die Route werden, die in Teilstücken oder auch als Langstreckentour zu wandern ist. Krause: „Dabei wollen wir auf unsere vorhandenen Wege zurückgreifen.“

Ob der Wanderer auf seinem Weg durch die Mark Brandenburg Stempel sammeln kann, um zum Schluss mit einem „Fontanepass“ nach Hause fahren, wird derzeit diskutiert. Krause: „Wir versuchen auf alle Fälle, das alles zu verknüpfen.“

Von Claudia Bihler

Acht Bilder ergeben eine Filmsekunde. Am Ende reihen sich gut 1000 einzelne Phasen aneinander und flimmern in zwei Minuten über die Leinwand. Fünftklässler aus der Nadelbachgrundschule in Heiligengrabe erleben gerade, wie viel Arbeit es machtm, bis ein Animationsfilm entsteht. Und wo ist Spike geblieben?

11.03.2018
Ostprignitz-Ruppin Die Ausgehtipps für Ostprignitz-Ruppin - Frauen ganz unverblümt in Feierlaune

Haben Sie am Wochenende schon was vor? Wenn nicht, findet sich hier sicher das Passende. Das Programm in der Region von Neuruppin bis Kyritz folgt auf einen Blick. Die Kulturbeiträge finden sich in der Reihenfolge der Orte alphabetisch geordnet von Freitag, 9. März, bis Sonntag, 11. März.

08.03.2018

Die ehrenamtlichen Schiedsleute in der Region rechnen zum Beginn des Frühjahrs wieder mit einer steigenden Zahl von Streitfällen. Denn die meisten privatrechtlichen Auseinandersetzungen gibt es zwischen Nachbarn – beispielsweise im Garten. Doch ein Schlichtungsversuch ist allemal besser als die Rechnung vom Anwalt.

11.03.2018