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Prignitz und Ruppiner Land zeigen volle Vielfalt

Grüne Woche Prignitz und Ruppiner Land zeigen volle Vielfalt

Von wegen trostlose Gegend: Die Prignitz und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin stellten am Freitag bei der Grünen Woche in Berlin deutlich unter Beweis, was sie alles zu bieten haben. Das Angebot reichte von Muffelwild, über Eiszauber bis hin zu zahlreichen Saftsorten. Ein Bummel durch die Halle zeigte: Regionalität ist bei den Menschen immer mehr gefragt.

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Kamilla Reussner und Martin Wietz sind mit einigen ihrer 43 Saftsorten auf der Grünen Woche vertreten.

Quelle: Julian Stähle

Berlin. Ob Knieperkohl aus Wittstock, Rhabarbersaft aus Kyritz oder Sülze aus Neuruppin – die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin haben sich am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert. Mit sieben Ständen waren die Anbieter aus der Region in der Brandenburghalle vertreten und haben den Gästen Spezialitäten zum Kosten und Kaufen angeboten.

Am Freitagvormittag eröffnete der stellvertretende Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Werner Nüse, zusammen mit Wittstocks Bürgermeister, Jörg Gehrmann, den Stand des Landkreises Ostprignitz-Ruppin. Zur Feier des Tages gab es eine große sahnebeschichtete OPR-Torte. Während Nüse den Kuchen anschnitt, verteilte Gehrmann Kleiderbügel mit der Aufschrift „Stadt Wittstock“ unter den Besuchern. Das hatte drei Gründe, wie er erklärte: „Zum Einen war Wittstock Mitte des 19. Jahrhunderts Tuchmacherstadt und die gefertigte Kleidung gehört ordnungsgemäß auf einen Bügel.“ Zweitens spielt diese Marketingaktion auf die Landesgartenschau (Laga) 2019 an, die Wittstock austragen wird. „Wenn man jemanden willkommen heißen will, dann gibt man ihm einen Bügel, auf den er seine Jacke hängen kann“, so Gehrmann weiter. Und drittens könne jeder Kleiderbügel gebrauchen.

Werner Nüse betrachtete die Situation des Landkreises Ostprignitz-Ruppin auch nach dem süßen Stück Kuchen noch ganz nüchtern: „Das Thema Kreisgebietsreform schwingt trotzdem immer mit“, sagte er. Der Kuchen sei ein gelungenes Zeichen dafür, dass der Kreis so bleiben soll wie er ist, erklärte Nüse – eine Einheit eben. Dennoch gehe Liebe durch den Magen und der dürfte bei einem Bummel durch die Halle nicht leer geblieben sein.

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Am Freitag öffneten die Aussteller offiziell ihre Stände und präsentierten regionale Spezialitäten.

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Angefangen beim Herzhaften hatte Björn Hildebrandt (35) vom Hirschhof in Freyenstein gerade den hauseigenen Muffelbraten mit Knieperkohl in den Ofen geschoben. Besonders stolz ist der Inhaber darauf, dass sein Betrieb seit diesem Jahr ein Biozertifikat trägt. In dem kleinen Gaststättenbereich inmitten der Halle hat diesmal die Alte Ölmühle aus Wittenberge Platz gefunden. Steckenpferd ist laut Geschäftsführerin Cornelia Leue das selbst gebraute Bier, das auch in vielen Speisen verarbeitet wird. Vegetarische Spezialitäten sind in diesem Jahr bei Dreistern-Konserven aus Neuruppin stark gefragt, sagte Bürokraft Christin Schnabel. Fleischliebhaber kamen hingegen gleich gegenüber auf ihre Kosten: Die Köche Matthias Kleber und Manuel Vieira da Costa vom Resort Mark Brandenburg boten einen frisch zubereiteten Wagyu-Burger an. Jens Winter vom Hakenberger Fleischbetrieb erklärte, dass es sich dabei um eine ganz besondere japanische Rinderrasse handelt.

Wen der Durst quälte, der konnte sich durch die vielen verschiedenen Saftsorten des Most- und Getränkehandels Wietz aus Kyritz probieren. Für die Süßschnäbel war die Eiszauberei Rheinsberg der richtige Ansprechpartner. „Wir können je nach Belieben mehr als eine Million Eissorten kreieren“, sagte Inhaber Wolfgang Brasch. Wem der Sinn nach Birnenmus oder Apfelgelee stand, der war bei Steffen Schindel von der Manufaktur Lindow richtig. Er teilte sich einen Stand mit dem Naturpark Stechlin-Ruppiner Land und bot einige seiner Köstlichkeiten an.

Mario Schrumpf, Naturparkleiter, versuchte derweil die Besonderheiten der Landschaft auf den Punkt zu bringen: „Wir haben 180 Seen im Naturpark, die so klar sind, dass man in allen baden oder aus ihnen trinken kann. Es gibt viele alte Buchenwälder, Radwege, Wanderwege, aber auch Kultur in den Städten drumherum.“ Egal ob Tourist oder Einheimischer, im Naturpark würde jeder auf seine Kosten kommen.

Von Luise Fröhlich

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