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Ostprignitz-Ruppin Prignitzer Geschichten gesucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Prignitzer Geschichten gesucht
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00:19 22.02.2016
Wolfgang Dost (r.) erzählte gern interessante Begebenheiten aus Wittstocks Vergangenheit. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Historiker Wolfgang Dost ist derzeit dabei, ein neues Buchprojekt vorzubereiten. Dabei geht es darum, unterhaltsame Geschichten aus dem Leben der Menschen in der Prignitz zusammenzutragen. Momentan ermutigt Wolfgang Dost die Zuhörer bei Vorstellungsrunden für seine Bücher „Wittstock und seine 19 Ortsteile“ und „Zwischen Jäglitz und Glinze“, das sich den Dörfern der Gemeinde Heiligengrabe widmet, Anekdoten und Erinnerungen an ihn heranzutragen, die das Leben auf dem Lande in früheren Zeiten widerspiegelt und im besten Fall auch ein Schmunzeln provozieren.

Spannende Geschichten aus dem Wittstocker Umland

Ähnlich hat es der Autor auch schon mit den beiden genannten Büchern gehalten, allerdings lag die Priorität damals bei der Vorstellung der Dörfer. Jetzt ist er sich sicher, dass noch viel mehr Geschichten in der Region schlummern, die es lohnen würde, „auszugraben“. Wie unterhaltsam und interessant es sein kann, in die Historie Wittstocks und der Gemeinde Heiligengrabe einzutauchen, erlebten am Donnerstagnachmittag die Gäste der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Wittstock des Brandenburgischen Seniorenverbandes. So sei die 71 Kilometer lange Jäglitz wohl weltweit der einzige Fluss, der in zwei verschiedene Flüsse mündet – die alte Jäglitz in die Dosse, die neue Jäglitz in die Havel. Da gibt es den Mord an Ernst Schulze 1940 in Blandikow, der mit zwei Schüssen getötet worden sei und man die Täter später hingerichtet habe. Dost unternahm zudem eine Gourmet-Reise durch die Gemeinde Heiligengrabe; legte den Zaatzkern ans Herz, am Ortseingang mit einer Figur für den „Kleinen Michel“ zu werben. Denn er war mit seinen 2,37 Metern einst der größte Mensch der Region und dürfte es bis heute noch in Brandenburg sein. Seine Größe belegbar zu recherchieren, hatte viel Aufwand gekostet.

Der Seniorenverband lädt nicht nur monatlich zu seinen Mitgliederversammlungen ein, sagt der Ortsverbandsvorsitzende Erwin Hentschke. Es gebe auch viele gemeinsame Unternehmungen – etwa Theater- oder Konzertbesuche. Darüber hinaus hätten sich Interessengruppen auf verschiedenen Gebieten gebildet, zum Beispiel künstlerische Gestaltung, Handarbeit, Malerei, Radfahren oder auch eine „spielerische Variante“, bei der Karten- oder Brettspiele im Mittelpunkt stehen.

Von Björn Wagener

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