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Prignitzer Geschichtsverein blickt zurück

Wissenschaftliche Erforschung der Region Prignitzer Geschichtsverein blickt zurück

Sie sind fasziniert von historischen Begebenheiten sowie Daten und versuchen mit ihrem Hobby Einblicke in die Entwicklung der Prignitz zu erhalten. Am Wochenende haben sich die Mitglieder des Geschichtsvereins wieder getroffen und dabei über ihre aktuellen Recherchen gesprochen.

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Antje Zeiger (r.) referierte über das Tuchmacherhandwerk.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Die Mitglieder des Vereins für Geschichte der Prignitz besuchten am Sonnabend zum dritten Mal Wittstock. Die Kreismuseen Alte Bischofsburg bildeten die Kulisse für diese turnusgemäße Zusammenkunft. Mehr als 40 Vereinsmitglieder folgten der Einladung zur nunmehr 52. Tagesveranstaltung.

Seit 1999 existiert für Geschichtsinteressierte in der Prignitz mit diesem Verein eine Plattform zur wissenschaftlichen Erforschung der Region. Mittlerweile sind dort 110 Frauen und Männer aktiv. Nun stand nach vier Jahren die Vorstandswahl wieder an. „Alle Mitglieder des Vorstandes haben sich bereit erklärt, ihre Ämter beizubehalten“, so der Vereinsvorsitzende Uwe Czubatynski. Neu als 10. Vorstandsmitglied ist Peter Teichfuß aus Rühstädt hinzugekommen.

Der im Amt bestätigte Vereinsvorstand um seinen Vorsitzenden Uwe Czubatynski (vorn, 2

Der im Amt bestätigte Vereinsvorstand um seinen Vorsitzenden Uwe Czubatynski (vorn, 2. v. l.).

Quelle: Ruch

Die Arbeit des Geschichtsvereins kann als Erfolgsgeschichte gewertet werden. „Wir betreiben Geschichtsforschung im engeren Sinne, denn die Publikationen sind wissenschaftlich anspruchsvoll und langfristig bedeutsam“, so Czubatynski. Seiner Ansicht nach gibt es „keine wirkliche Konkurrenz auf diesem Gebiet in der Region“. Die Forschungsarbeiten spiegeln sich etwa in den jährlich publizierten „Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Prignitz“ wider. Mittlerweile wird der 16. Jahresband vorbereitet.

Daneben legen die Mitglieder auch Wert darauf, allgemeinverständliche Vorträge anzubieten. Dieter Hoffmann-Axthelm stellte am Sonnabend seine Forschungsergebnisse zu Sonderformen des sakralen Ziegelbaus vor. Burgen und Schlösser der Prignitz standen ebenfalls auf dem Programm. Wolfgang Dost aus Wittstock mahnte anschließend an: „Der Verein muss darauf achten, dass zur historischen Prignitz noch andere Bereiche gehören.“ Damit meinte er, dass in dem Vortrag der Altkreis Wittstock vernachlässigt wurde. Uwe Czubatynski ist sich bewusst: „Wir müssen das historische Gebilde Prignitz im Blick behalten, auch wenn nur wenige Mitglieder aus der heutigen Ostprignitz stammen.“ Insgesamt 56 Prozent aller 110 Mitglieder haben ihren Hauptwohnsitz im Landkreis Prignitz.

Die Wittstocker Museumsleiterin Antje Zeiger schilderte, wie sich die Handwerkergeschichte der Stadt Wittstock entwickelte. Unter dem Titel „Vom Tuchmacherhandwerk zur industriellen Fertigung im Obertrikotagenbetrieb Wittstock“ zeigte sie den Aufstieg und Fall eines Industriezweiges.

Die Tuchmacher prägten maßgeblich die Entwicklung der Dossestadt. Diese Gilde wurde dort erstmals im Jahre 1325 erwähnt. Die Kettenstraße ist bis heute ein sichtbares Zeichen dafür. Der Straßenname geht auf die Tuchketten zurück, die einst über die gesamte Straßenbreite gespannt wurden. Gab es 1697 bis zu 110 Tuchmachermeister in der Stadt, wuchs die Zahl bis 1870 auf gut 270 Meister. Bereits 1898 gab es nur noch zwei überlebende Tuchmacherfamilien: Paul und Wegener. Seit 2007 befindet sich der Sitz der Stadtverwaltung in der ehemaligen Paulschen Tuchfabrik. Mit ihrem Vortrag griff Antje Zeiger bereits vor. Denn am Sonntag hielt sie ihn erneut im Museum und referierte dann im Rahmen vom Tag des offenen Denkmals.

Von Christamaria Ruch

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