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Ostprignitz-Ruppin Kleingärtner hoffen auf frostfreies Frühjahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kleingärtner hoffen auf frostfreies Frühjahr
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18:56 29.03.2018
Helmut Strunk hat sich seinen Osterstrauß schon abgeschnitten. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Hier und da blühen schon bunte Krokusse und Schneeglöckchen, zwitschert mal ein Vogel im Geäst, hängen schon Ostereier an den Sträuchern. Trotzdem sieht es im Wittstocker Kleingartenverein „Am Lietzenweg“ noch nicht nach großem Frühlingserwachen aus – auch wenn so mancher Kleingärtner schon Vorbereitungen für den Saisonstart trifft oder getroffen hat. „Wir wollen alle raus in die Natur, aber es ist oft noch zu kalt“, sagt Helmut Strunk. Der 73-Jährige ist Vorsitzender des Wittstocker Ortsverbands der Gartenfreunde und war vor 40 Jahren Mitbegründer seiner Sparte am Lietzenweg.

In vielen Kleingärten der Prignitz und Ruppins beginnt bald die Saison. Bei Helmut Strunk in Wittstock lässt das kalte Wetter Gartenarbeit derzeit noch kaum zu.

Auf seiner 325 Quadratmeter großen Parzelle ist in diesen Tagen erstmal Aufräumen angesagt. Langsam könnten die trockenen Pflanzenstängel vom vergangenen Jahr weg. „Die waren auch Schutz für die Bodenkrume“, erklärt der Kleingärtner. Auch seine Johannis- und Stachelbeersträucher könnten nun beschnitten werden. Seinen Osterstrauß habe er sich schon aus dem Garten mit nach Hause genommen.

Welcher Vogel gerade singt, das findet Helmut Strunk schnell heraus. Quelle: Christian Bark

Das Wasser ist in Helmut Strunks Gartenanlage noch nicht angestellt worden. „Das machen wir Mitte April beim Frühjahrsputz“, kündigt er an. Auch bei vielen anderen Kleingärten der Prignitz beginnt die neue Saison erst so richtig, wenn das Wasser angestellt wird. „Die Gärtner stehen schon mit Harke und Spaten in der Hand bereit“, sagt Gerhard Bretschneider, Vorsitzender des Prignitzer Kreisverbands der Gartenfreunde. In seiner Sparte „Sonnenschein“ in Pritzwalk wollen die Mitglieder den Frühling am 14. April mit einem Arbeitseinsatz und anschließendem Grillabend willkommenheißen. „Wichtig ist, dass wir im April keine frostige Überraschung mehr erleben, wie im vergangenen Jahr“, betont Gerhard Bretschneider. Schon der kalte Februar habe einigen Erdbeerpflanzen zu schaffen gemacht. „Es gab ja keinen schützenden Schnee um sie herum“, so der Kleingärtner.

Später Frost kostete die Obsternte

Mit dem aber dennoch relativ milden Winter hätten zudem einige Schädlinge gut überleben können. Zum Beispiel die Kirschfliege, die in der Erde lebe und sich dann an die Frühkirschen heranmachen würde.

Helmut Strunk streift durch seine Gartensparte. Quelle: Christian Bark

Voll in Knospe stehen schon einige Kirschblüten im Neuruppiner Bereich, wie die Vorsitzende des dortigen Kreisverbands der Gartenfreunde, Ute Zabel, berichtet. Auch sie hofft auf ein nun frostfreies Frühjahr, damit die Obstblüten nicht erfrieren, wie es Ende April 2017 der Fall gewesen sei. „Das war für uns eine Katastrophe“, blickt Ute Zabel zurück. Und auch Gerhard Bret­schneider sagt: „Ich hatte kaum Frühkirschen gehabt. Und was noch da war, haben die Stare gemopst.“ Die Stare sind eigentlich als Frühjahrsboten bekannt. Gesehen und gehört hat sie Helmut Strunk in Wittstock aber noch nicht. Lediglich eine Amsel zwitschert in seinem Kirschbaum. „Wenn mir ein Vogel so ein schönes Lied singt, dann opfere ich doch gerne mal ein paar Kirschen“, sagt der 73-Jährige.

Der verregnete Sommer hat sowohl in Wittstock, als auch in Neuruppin bei einigen Gärtnern zum Umdenken geführt. „Sie wollen vor allem Gemüse unabhängig von der Witterung anbauen“, erklärt Ute Zabel. So seien recht viele Gewächshäuser entstanden, die aber laut Kleingartengesetz maximal zwölf Quadratmeter fassen dürften.

Heinz Strunk hofft für das Osterwochenende auf etwas mildere Temperaturen und Sonne, damit er mit seiner Frau etwas im Garten aktiv werden kann. Das ist er im Grunde aber das ganze Jahr über. „Wer einen Garten hat, für den fängt das Frühjahr früher an und hört der Herbst später auf“, sagt er.

Von Christian Bark

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