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Prinzenstadt behält Telefonzellen

Rheinsberg Prinzenstadt behält Telefonzellen

Wenn es nach der Telekom ginge, wären die Telefonzellen in Rheinsberg und Umgebung längst weg. Der Bürgermeister entschied, dass die öffentlichen Fernsprecher in der Kernstadt, in Dorf und Flecken Zechlin, Großzerlang und Kagar bleiben sollen – und bekam im Nachhinein Rückendeckung der Stadtverordneten

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Die Telefonzelle in der Berliner Straße soll durch ein sogenanntes Basistelefon ersetzt werden.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Sollen die Telefonzellen im Rheinsberger Gebiet bleiben oder darf die Telekom sie wie von ihr gewünscht zurückbauen, weil sie monatlich einen Umsatz von etwa 5 Euro bringen? Immer und immer wieder stand diese Frage auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung – allein: Behandelt wurde sie wegen der für eine Sitzung offenbar zu langen Beschlussliste nicht. Indes hatte das Telekommunikationsunternehmen öfter nach dem Stand der Dinge im Rathaus nachgefragt. „Irgendwann war’s mir zu peinlich und ich habe der Telekom mitgeteilt, dass Rheinsberg gegen den Abbau ist“, berichtete Bürgermeister Jan-Pieter Rau den Stadtvertretern am Montag. Zähneknirschend habe das Unternehmen das nun hingenommen, allerdings mit dem Hinweis, dass die Telefonzelle in der Berliner Straße durch ein sogenanntes Basistelefon ersetzt wird, das weder über Wind- noch Lärmschutz verfügt, aber aufgrund seines einfachen Aufbaus besser gegen Vandalismus standhält. An der freistehenden Telefonsäule werden weder Telefonkarten noch Kleingeld akzeptiert.

Dass die Telefonzelle ausgerechnet an dieser Stelle verschwindet, finde er sehr schade, sagte Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler/FDP). Schließlich verzichte der Grundstückseigentümer dort seit Jahren auf Pacht, sein Mieter halte sogar das Häuschen sauber und habe auch sonst ein Auge drauf. „Dort ist deshalb auch nie etwas passiert“, so Rieger. „Hätten wir früher davon erfahren, hätten wir den Tausch vielleicht verhindern können.“ Der Einwurf blieb allerdings der einzige Kritikpunkt in Richtung Verwaltung. Die Stadtvertreter nickten Jan-Pieter Raus aus dem Bauch heraus getroffene Entscheidung gegen den Rückbau ab.

Von Celina Aniol

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