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Proben fürs Kindermusical laufen

Rheinsberg Proben fürs Kindermusical laufen

„Zwiebelchen“ stand bereits 2011/2012 auf der Bühne des Rheinsberger Kindermusicals. Der Stoff ist so schön, dass man ihn gerne noch einmal zeigen möchte. Bereits jetzt üben rund 80 Kinder fleißig an den Tänzen, Liedern und Szenen. Premiere ist im Januar.

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Mit Feuereifer dabei: Schüler der Rheinsberger Allendeschule, der Rau-Schule und auch ehemalige Rheinsberger Schüler und ein paar Berliner wirken im Ensemble mit.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Viele kennen es, viele lieben es. „Zwiebelchen“ von Gianni Rodari ist ein Kinderbuchklassiker voll Witz und Anarchie. Ein guter Grund, es noch einmal auf den Spielplan zu wuppen. Bereits 2011 und 2012 wurde das Rheinsberger Kindermusical mit diesem Stoff erfolgreich aufgeführt. Auch 2018 sollen Zwiebelchen. Kirschlein und Erdbeerchen wieder gegen den bösen Ritter Tomate antreten. Die Proben dazu sind bereits in vollem Gange: das vergangenen Wochenende war bereits das dritte von fünfen.

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„Zwiebelchen“ ist alt und neu zugleich. Bereits 2011/2012 war es das Thema des Rheinsberger Kindermusicals. Der Stoff von Gianni Rodari ist indes viel zu schön, um ihn nicht noch einmal aus der Schublade zu kramen. Die Proben für die rund 80 beteiligten Kinder laufen derzeit auf Hochtouren.

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„Ein langer Tag für die Kinder“, sagt Gabriele Pieper, die das Projekt mit vielen anderen betreut. Etwa 80 Schüler der Rheinsberger Schulen und ein paar Berliner werden auf und hinter der Bühne stehen. Die anderen werden innerhalb einer Projektwoche vor der Premiere für Kostüm und Kulissenbau eingespannt: das Gemeinschaftsprojekt der Schüler hat eine lange Tradition. Bereits zum sechsten Mal kümmern sich Regisseur Stefan Labenz, Choreografin Angelina Fiedler und Musiker Micha „Wudi“ Wudick um die Aufführung. Sie haben die Inszenierung von 2011 aufgefrischt, Songs neu- und umgeschrieben – 21 sind es insgesamt – und die Handlung ins Hier und Jetzt geholt. „Es gibt Fluchtobst mit Migrationshintergrund“, erklärt Stefan Labenz, der gerade mit Anna-Lena Franck einen neuen Song auf die richtige Tonlage anpasst. „Das wird ne richtig coole Revuenummer“, sagt er. Anna-Lena Franck, die 2011 das Kirschlein war, darf diesmal die Gräfin Zitrone spielen. „Die haben wir als neue Figur hineingebastelt“, verrät Labenz. „Ich mag es, die extravagante Diva raushängen zu lassen – weil ich sonst gar nicht so bin“, verrät die Solistin. „Und der Song ist schön.“

2011/2012 wurde „Zwiebelchen“ bereits aufgeführt

Ein paar Etagen tiefer probt Angelina Fiedler mit dem Chor die Tanzszenen. Auch hier ist Konzentration angesagt. „Wir haben die alten Choreos genommen aber vieles abgewandelt“, sagt sie. Die ersten Probenwochenenden seien daher immer anstrengend – schließlich muss viel neu probiert werden, denn auch die Schüler sind ja andere als 2011. Und am Ende soll schon alles hübsch synchron sein. Der Anspruch der Theatermacher ist hoch – die Qualität der Aufführungen ist es auch. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. „Das Tanzen ist lustig. Viel schwerer ist es, beim Singen den richtigen Ton zu treffen“, sagt Lea Winkelmann, die das Zwiebelchen spielt. Sie hat sich beim Casting gegen die Konkurrenz durchgesetzt. „Ich hab im vergangenen Jahr mitgeübt und bin dann krank geworden“, sagt sie. Dieses Jahr nun hat die Achtjährige ihren großen Auftritt in der Hauptrolle. Auch Eva-Marie freut sich, in diesem Jahr das Erdbeerchen zu spielen. „Anstrengend“, sagt sie. „Aber ne coole Rolle. Macht Spaß.“ „Ich schreib nächste Woche ne Klassenarbeit. Ich weiß gar nicht, wann ich lernen soll“, sagt Emily. Den Kindern sind die Proben heilig – der Zeitplan am Samstag – auch Freitagabend und Sonntagvormittag wird geprobt – ist allergenauestens durchgetaktet.

Nun wurde das Stück „aufgefrischt“ – Premiere ist im Januar

Wer grade nicht dran ist, lässt sich bei Sigrid Herfurth, der Kostümbildnerin des Schlosstheaters, die Kostüme anpassen. „Noch ein Stich und dann sitzt es“, sagt sie mit Blick aufs Zwiebelchen und wendet sich Herr und Frau Weintraub zu. Bis Januar muss alles passen für Gurkenkürbis und Tomate, Lauch und die kleinen Zitrönchen. Oder die Gräfinnen von Kirschbaum mit ihren Luxusproblemen. „Am Ende gibts eine schöne Message“, schwärmt Stefan Labenz, der gerade mit dem rebellischen Kirschlein und dem Hofstaat probt. „Der Kommt-gar-nicht-in-die-Tüte-Song?“, fragt er. „Ja, juhu“, freuen sich die Kinder. Bald gibt es Mittag, Lehrerin Gudrun Kurzke und Gabriele Pieper wuseln schon in der Küche. Dann geht es wieder an die Arbeit.

Die „Zwiebelchen“-Premiere ist am Freitag, 12. Januar im Rheinsberger Schlosstheater. Weitere Aufführungen finden am Samstag, 13. und Montag, 15. Januar statt.

Von Regine Buddeke

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