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Programm der Musikscheune Vielitz steht

Volles Programm Programm der Musikscheune Vielitz steht

Jazz oder Oper, Musikkabarett, Theater oder Chor: in der Musikscheune Vielitz ist das Programm immer abwechslungsreich. Kein Wunder, dass die Veranstaltungen zumeist ausverkauft sind – Scheunenbetreiber Reinhard Hagen achtet darauf, sich Hochkaräter ins Haus zu holen. Und als Bonbon singt der Opernsänger mit dem Helden-Bass zuweilen auch selbst.

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Der Hausherr Reinhard Hagen singt auch in dieser Saison wieder selbst.

Vielitz. Reinhard Hagen, Musikscheunen-Betreiber in Vielitz, hat seine Konzerte unter Dach und Fach. Wie in jedem Sommer lädt er – immer sonntags – in seine Scheune, um dort hemmungslosem Hörgenuss zu frönen. Das wissen die Einheimischen, aber auch die Berliner: Die Konzerte sind zumeist ausverkauft.

Auch in dieser Saison sind wieder gute alte Bekannte dabei, die dem Vielitzer Stammpublikum in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen sind. Etwa der Hausherr selbst: Reinhard Hagens markanter Bass kann mehr, als nur die Künstler ansagen. Brillierte er im vergangenen Jahr an der Seite von Kollegen noch mit Wagner-Arien, eröffnet er die Saison in diesem Jahr an der Seite von Modernsax Berlin.

2003 gegründet, hat sich das Saxofon-Quartett weltweit einen Namen gemacht. Das Repertoire ist breit gefächert und lässt kaum ein Genre aus – die drei Männer und eine Frau spielen sich locker durch die Welt der Oper, flirten mit Bach und Gershwin, tauchen tief in die Melancholie des Argentinischen Tango, verbinden Klassik und Moderne und huldigen zu guter Letzt natürlich dem Jazz, der das Saxofon erst zum Kultinstrument machte. Man darf also gespannt sein, was das Ensemble und der Gastgeber am 26. Juni aus dem Ärmel – besser gesagt aus den Lungen – zaubern werden.

Irish Folk: Mitglied der Sands-Family in der Kulturscheune

Eine Premiere in Vielitz ist Ben Sands, Mitglied der legendären Sands-Family aus Nordirland, die seit Anfang der 70er Jahre in der Folk-Szene Kult-Status hat. Troubadour nennt Ben Sands sich selber. Troubadour ist auch der Name seines neuen Albums, das er vorstellt. Mit irischer Musik zum Wegschmelzen verzaubert der Sänger, Songschreiber und Geschichtenerzähler sein Publikum.

Ein alter Bekannter dagegen ist Axel Pätz. Der Tastenkabarettist avancierte in den vergangenen Jahren zum Shooting-Star der deutschen Kabarett-Szene und wurde mit Kabarett- und Kleinkunstpreisen überhäuft. Mit flinker Zunge und noch flinkeren Fingern ackert sich Axel Pätz rastlos durch den deutschzüngigen Sprachraum. Er wirft sich wortwörtlich hemmungslos in jede noch so dunkle Alltags-Schlucht – nichts Menschliches ist ihm dabei fremd. Jede Marotte wird unter seiner Feder zur Absurdität, die er genussvoll und mit geballter Lebenserfahrung zelebriert. In seinem dritten Soloprogramm „Chill mal!“ zieht Axel Pätz wieder alle Register. Ob Evaluationsgespräche unter Kleinkindern, das ausschweifende Nachtleben der Generation Ü 80 oder ob Selbstmordattentäter ein Beruf mit Zukunft ist: Der Nachmittag verspricht Kurzweil und gebleckte Zähne.

Goldberg-Variationen mit Flöte, Klarinette, Bratsche und Cello

Das Goldberg-Ensemble Berlin hat sich eigens für die Aufführung der Goldberg-Variationen zusammengefunden. Die wurden einst von Johann Sebastian Bach geschrieben – angeblich für den Grafen von Keyserlingk, der des Nachts nicht gut schlafen konnte. Gespielt wurden sie von einem Schüler Bachs: dem Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg, der im Dienste des Grafen stand. Dass Bach diese Stücke nach mathematisch hochkomplexen Strukturen aufgebaut hat, fällt gar nicht auf – so zauberhaft klingt jedes einzelne davon. Kein Wunder also, dass die Goldberg-Variationen seitdem von Musikern jedes Genres geschätzt, geliebt, gespielt werden. Kaum eine Instrumentierung, die hier nicht bereits probiert wurde. Das Goldberg-Ensemble ist dem Zauber der Variationen ebenso erlegen. Statt des Klaviers kommen Flöte, Klarinette, Bratsche und Cello zum Einsatz.

Erinnerung an Niels Köpcke von der Banzendorfer Kulturscheune

Auch Mozart kommt in Vielitz nicht zu kurz. Der Gastgeber Reinhard Hagen hat sich aus dessen Opern die Arien-Schmankerln herausgepickt und singt an der Seite seiner Sängerkollegen, der Sopranistin Peggy Steiner und des Tenors Frank Wentzel – begleitet von dem Pianisten Rüdiger Mühleisen. Der Abschluss des Musikscheunensommers dürfte vielen eine Träne ins Auge treiben: Noch im Vorjahr begeisterten Niels Köpcke und sein Ensemble „Divertimento Vocale Berlin“ in Vielitz mit einem jiddisch-jüdischen Liederprogramm das Publikum. Der Altus-Sänger Niels Köpcke hatte wie Reinhard Hagen viele Jahre lang eine Kulturscheune bei Lindow im Ruppiner Land betrieben. Im Januar ist er gestorben. Ihm zum Gedenken gibt sein Ensemble am 4. September ein Konzert – mit den besten Arrangements des Sängers und Musikers.

Das Programm 2016:

Sonntag, 26. Juni, 17 Uhr: Modernsax Berlin und Reinhard Hagen, Bass

Sonntag, 3. Juli, 17 Uhr: Ben Sands – „Troubadour on Tour“

Sonntag, 17. Juli, 17 Uhr: Axel Pätz – Tastenkabarett „Chill mal!“

Sonntag, 14. August, 17 Uhr: Johann Sebastian Bachs Goldberg Variationen vom Goldberg Ensemble Berlin

Sonntag, 28. August 2016, 17 Uhr: Werke von Wolfgang Amadeus Mozart

Sonntag, 4. September, 17 Uhr: Gedenkkonzert für Niels Köpcke – Divertimento Vocale Berlin

Von Regine Buddeke

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