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Projekt zum Thema Jugendarbeitslosigkeit

OSZ Ostprignitz-Ruppin Projekt zum Thema Jugendarbeitslosigkeit

Seit September 2014 arbeiten Schüler des OSZ Ostprignitz-Ruppin an einem Projekt, das sich mit Karrierechancen für Jugendliche in Europa beschäftigt. Gefördert wird es von der EU und dem Hochschulprogramm Erasmus. Ab dem 11. April beginnt mit der Projektwoche das Highlight für die OSZ-Schüler. Auch Gäste aus Portugal, Österreich und Spanien sind dabei.

Neuruppin. Wer kümmert sich um die 23 Prozent? Das ist die Frage, mit der sich Schüler des Oberstufenzentrums (OSZ) Ostprignitz-Ruppin in Neuruppin in einem Projekt befassen. Etwa 23 Prozent aller Jugendlichen in Europa sind arbeitslos. Besonders dramatisch ist die Lage in Griechenland, Spanien, Italien und Kroatien. In Deutschland sind etwa 7,1 Prozent der Jugendlichen ohne Arbeit.

In dem Projekt setzen sich die Schüler aktiv mit Berufschancen für Jugendliche im regionalen Umfeld auseinander. Parallel lernen sie bei Aufenthalten in Spanien, Portugal, Italien und Österreich die Situation in anderen Ländern kennen. Das Projekt, das von der EU gefördert wird und zum Hochschulprogramm Erasmus+ gehört, läuft bereits seit September 2014. Projektkoordinatorin am OSZ in Neuruppin ist Christiane Ewe. Angefangen hat alles mit einer Anfrage der Höheren Bildungslehranstalt für Mode, Produktmanagement, Tourismus und Wirtschaft (HBLA) im österreichischen Oberwart. Die Schule suchte damals Partner für das Projekt und das OSZ sprang gern auf den Zug auf.

Startschwierigkeiten bei den Auslandsaufenthalten

Seitdem ist viel passiert, wie Christiane Ewe berichtet. Einige Schüler sind bereits für ein oder zwei Monate nach Rom, Vall d’Alba (Spanien) oder Moura (Portugal) gereist, wo sich die weiteren drei Partnerschulen befinden. Dort sind die 16- bis 18-Jährigen bei Gastfamilien untergekommen, haben am Seminarkurs der Schule teilgenommen und Betriebe oder Hochschulen in den Regionen besucht. „Das Angebot, ins Ausland zu gehen, wird von den Schülern gut angenommen“, so Ewe. Allerdings gab es ein paar Startschwierigkeiten. „Viele trauen sich nicht so richtig, für längere Zeit ins Ausland zu gehen“, erzählt die Lehrerin. Im Moment sind drei Jugendliche aus den Partnerschulen vor Ort. Elena aus Spanien ist gerade mal 15 Jahre alt. Insgesamt 28 Schüler und Lehrer nehmen am Austauschprogramm teil und kommen nach Neuruppin und Umgebung.

Besuche bei Betrieben aus der Region geplant

Das Projekt besteht aus verschiedenen Bausteinen. Es gibt den Seminarkurs zum Thema Berufsorientierung, der im Lehrplan mit zwei Stunden pro Woche verankert ist. „Die Schüler lernen, wie Bewerbungen und Interviews funktionieren“, so Ewe. Außerdem stehen Besuche bei Betrieben an. In der Projektwoche geht es für die Jugendlichen zu Opitz Holzbau, ins Feuerlöschgeräte Neuruppin und zu Kronotex in Heiligengrabe. Am gleichen Tag wird es auch einen Besuch beim Arbeitsamt geben. Die Schüler vergleichen und erstellen Statistiken zur Jugendarbeitslosigkeit und erkundigen sich bei Hochschulen, wie zum Beispiel der Fachhochschule in Potsdam, nach Studiengängen und Karrierechancen.

Als Projektabschluss sollen die Schüler eine Broschüre mit allen erarbeiteten Infos erstellen. Die Österreicher schneiden einen etwa einstündigen Film aus kleineren Clips der Teilnehmer zusammen.

Hinweis: Die Projektwoche startet am 11. April um 10 Uhr in der Aula (Haus E) des OSZ. Am ersten Tag stellen sich die Partnerschulen vor, danach gibt es eine Stadt-Rallye durch Neuruppin.

Von Luise Fröhlich

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