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Promi-Reporterin las in Kyritz

Reihe „Literarischer Bilderbogen“ Promi-Reporterin las in Kyritz

Die Promi-Reporterin Susanne Klehn las am Sonnabend in der Reihe „Literarischer Bilderbogen“ in Kyritz aus ihrem Buch „67 Prozent vom Glück“. Die 34-Jährige beschreibt darin ihre Erfahrungen mit der Krankheit Krebs und wie diese ihr Leben veränderte.

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Nach der Lesung ließen sich viele Zuhörer das Buch von der Autorin Susanne Klehn (li.) signieren.

Quelle: Renate Zunke

Kyritz. Krebs, diese Diagnose hat die junge, schöne und arbeitswütige Susanne Klehn völlig unerwartet getroffen – in einem Alter, in dem Sterben noch unwirklich ist, in weiter Ferne liegt. In ihrem Buch „67 Prozent vom Glück“ hat die erfolgreiche Journalistin nun ihre Erfahrungen mit der Krankheit beschrieben und wie sie ihr Leben veränderte. Daraus las sie am Sonnabend innerhalb der Reihe „Literarischer Bilderbogen“ im Kyritzer Hotel „Waldschlösschen“ vor.

Klehn, die in Leipzig Journalistik studierte, begann beim MDR-Fernsehen als Reporterin in der Redaktion „Hier ab vier“. Durch Kontakte zur Szene wurde sie zur Promi-Reporterin. Seit 2012 präsentiert sie montags die Sendung „Klehn hat’s gesehn“.

Freimütig bekannte die 34-Jährige ihrem Kyritzer Publikum: „Mit 27 Jahren dachte ich noch, du bist ein tolles Girl.“ Im Beruf lief es bombig. Mit ihrem Mann kaufte sie in Leipzig eine Eigentumswohnung. Sie gab viel Geld für Klamotten aus. Ein halbes Jahr nach der Eheschließung verliebte sie sich in einen neuen Mann. Die Diagnose Hautkrebs stellte dann alles infrage. 67 Prozent lautete die Chance, die Krankheit zu besiegen.

Ein bewegender Augenblick

Frei vom Herzen weg erzählte Susanne Klehn in Kyritz, wie sie das Selbstmitleid besiegte und um ihr Leben kämpfte. Und wie sie lernte, zwischen wahren und falschen Freunden zu unterscheiden. Ihre Ehe ging kaputt, aber sie war ja neu verliebt in Max. Der hätte ihr sehr beiseite gestanden, so Klehn. Bewegend der Augenblick, als sie sich am Sonnabend im Kyritzer Waldschlösschen bei ihrem Max öffentlich dafür bedankte.

Frage aus dem Publikum: „Geht man nach so einer Krankheit mit kleinen Ärgernissen anders um?“ Antwort von Klehn: „Ach, das wäre schön. Ich meckere auch schon wieder mal. Aber ich bin ängstlicher geworden und demütiger.“ Die Natürlichkeit, die die Journalistin im Fernsehen ausstrahlt, würde er jetzt auch live erleben, lobte ein Zuhörer. Klehn bemerkte dazu: „Wenn es Max und die Krankheit nicht geben würde, würden Sie mich vielleicht nicht so lieben. Der Krebs hat mich positiv verändert.“ Dass er jederzeit wieder auftreten kann, dessen ist sie sich bewusst. Susanne Klehn ist Botschafterin der Deutschen Krebshilfe und motiviert andere  Menschen, ihre Haut zu schützen.

Zur nächsten Lesung des „Literarischen Bilderbogen“ wird für Freitag, 9. Oktober, nach Wulfersdorf eingeladen. Im „Weißen Haus“, Dorfstraße 75a, liest ab 19.30 Uhr Katrin Sass aus ihrem Buch „Das Glück wird niemals alt“. Die Eintrittskarte kostet 13 Euro, ermäßigt 11 Euro.

Von Renate Zunke

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