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Ostprignitz-Ruppin Umleitung: Hilferuf an die Politik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Umleitung: Hilferuf an die Politik
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00:52 10.03.2018
Wittstocker Gewerbetreibende protestieren mit ihren Unterschriften gegen die geplante Umleitung wegen der Sanierung der L15. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Der Protest wird schärfer: Viele Unternehmer im Gewerbegebiet an der Pritzwalker Straße – allen voran der Hagebaumarkt – wollen sich nicht so einfach ihre Kunden wegnehmen lassen.

Erster Spatenstich am 27. März

Dass genau das passiert, befürchten sie, wenn am 27. März die Bauarbeiten zur Sanierung der Landesstraße 15 im Bereich vom Lidl-Kreisel bis zur Autobahnauffahrt zur A 19 beginnen. Dann soll es zeitweise Vollsperrungen geben, die eine Umleitung erfordern. Sie führt über die Jabeler Chaussee und Jabel, weiter über die Gemeindestraße bis zur B 189. Damit würde der gesamte Verkehr vom Gewerbegebiet ferngehalten.

Besser den Liebenthaler Weg nutzen

Die Wogen schlugen deshalb hoch, als diese Umleitung Ende Februar bekannt gegeben wurde. Eine alternative Umfahrung könne gut über den Liebenthaler Weg geführt werden, sagt Norbert Beckmann, Leiter des Hagebaumarktes. „Das war früher eine direkte Verbindung nach Liebenthal, als es die Autobahn noch nicht gab.“

Anschluss nur ein Katzensprung

Der fehlende Anschluss an das Gewerbegebiet sei nur noch „ein Katzensprung“. Sicherlich sei eine Behelfsstraße etwas teurer als die jetzige Variante. Aber es würden ja auch Gewerbesteuern bezahlt. Außerdem sei davon auszugehen, dass die Gemeindestraße zur B 189 durch den starken Verkehr Schaden im Bankettbereich nehmen werde, der ebenfalls Kosten verursache. Darauf wurde am Dienstagabend verwiesen, als der Hagebaumarkt zu einer Informationsrunde für Gewerbetreibende einlud, um die Brisanz dieser Lage möglichst allen Betroffenen klar zu machen. Es kamen knapp 20 Gäste.

Alternative im Gespräch

Lenken die Planer doch noch ein? „Zurzeit beschäftigt man sich im Landesbetrieb in Abstimmung mit dem bauausführenden Unternehmen mit einer möglichen Alternative“, teilte die Stadt Wittstock dazu am Mittwoch mit.

„Die anvisierte Umleitung ist Teil der Ausschreibung und somit des geschlossenen Vertrages mit der Baufirma“, sagt Christoph Büchtemann vom Landesbetrieb. Alternativen würden geprüft. Am 13. März werde die Baufirma den Arbeitsablauf vorstellen.

Gastgeber war enttäuscht

Dennoch will Marktleiter Beckmann weiter Druck machen. Als „enttäuschend“ bezeichnete er die Tatsache, dass sich weder die Stadt Wittstock noch der Landesbetrieb Straßenwesen als Bauherr an der Runde am Dienstag beteiligten, obwohl sie eingeladen worden seien.

So seien Antworten auf brennende Fragen von vornherein ausgeschlossen. „Wenn man nicht mal zulässt, über Alternativen zu reden, dann geht das gar nicht“, sagte Tomas Schadwill von der Vertriebsleitung der Hagebaumärkte. „Wir müssten dann über nächste Schritte nachdenken. Kurzarbeit?“ Dass der Landesbetrieb die Belange der Gewerbetreibenden offenbar außer acht lässt, sei „erschreckend“.

Protest-Unterschriften gesammelt

Um die Umleitung noch abzuwenden, wurden Protest-Unterschriften gesammelt, und es erging ein Hilferuf an die Politik. Bundes- und Landtagsabgeordnete sollen ihren Einfluss geltend machen, hieß es. Nach der ersten Info-Runde hatte allein die SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Norbert Beckmann unterstützt.

Die Stadt Wittstock sei daran interessiert, „im Sinne aller Bürger, Pendler, Arbeitnehmer und Unternehmer“ zu handeln, teilt Sprecher Jean Dibbert dazu mit.

Von Björn Wagener

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