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Ostprignitz-Ruppin Prozess gegen Kyritzer Brandstifter beginnt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Prozess gegen Kyritzer Brandstifter beginnt
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00:18 25.02.2016
Der ausgebrannte Bus und der explodierte Lkw nach der Tatnacht zum 3. Oktober 2014. Quelle: Matthias Anke
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Neuruppin

Der erste von zunächst drei festgelegten Verhandlungstagen im Prozess gegen den Kyritzer Serienbrandstifter steht kurz bevor. Ab dem kommenden Montag, 29. Februar, muss sich der 31-Jährige am Landgericht in Neuruppin verantworten. Er soll mutmaßlich seit dem Herbst 2014 im Stadtgebiet von Kyritz monatelang mehrere Feuer gelegt haben.

Seit seiner Festnahme vor nunmehr einem halben Jahr befindet sich der frühere Feuerwehrmann in Untersuchungshaft. Die im vergangenen Dezember erhobene Anklage der Neuruppiner Staatsanwaltschaft wirft ihm konkret sieben Taten vor. So soll er am Stadtrand unter anderem mehrere Fahrzeuge vor zwei Autohäusern in Brand gesetzt haben und zudem die Abfallstation „Strüwe“.

Bis zu 15 Jahre Gefängnis bei schwerer Brandstiftung

Eine der Taten wird laut Oberstaatsanwalt Detlef Hommes als eine schwere Brandstiftung eingestuft: In der Nacht zum 3. Oktober 2014, dem Einheitsfeiertag, ging auf dem Kyritzer Innenstadtparklatz „Wässering“ ein Bus in Flammen auf. Ein daneben ­stehender Lkw, der Gefahrgut geladen hatte und für Fachleute ­entsprechend markiert war, ­explodierte. Zu dem Zeitpunkt waren bereits Dutzende Schaulustige dem Tatort gefährlich nahe gekommen, offenbar angelockt vom Feuerwehrgeheul und den weithin hörbar platzenden Reifen. Das Strafmaß für diese schwere Tat reicht bis zu 15 Jahren Gefängnis. Schon bei einfacher Brandstiftung handelt es sich um ein Verbrechen und es droht eine Freiheitsstrafe ab einem Jahr bis zu zehn Jahren.

Wie aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft hervorgeht, muss sich der Kyritzer als Alleintäter verantworten, informierte jüngst Landgerichtssprecherin Iris le Claire. Weitere Verdächtige sollen nicht ermittelt worden sein.

Am Montag wird nun zunächst ein psychiatrischer Sachverständiger gehört. Als folgende Verhandlungstage sind dann der 4. und 8. März vorgesehen.

Von Matthias Anke

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