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Psychedelischer Kracher in Neuruppin

Randy Hansen zelebriert sein Idol Jimmi Hendrix Psychedelischer Kracher in Neuruppin

Aussehen und Mimik von Jimmi Hendrix zu kopieren, ist eine Sache. Seinen unnachahmlichen Sound und das seinerzeit bahnbrechende Spiel auf der Gitarre zu imitieren, etwas anderes. Rany Hansen hat beides zur Perfektion gebracht. Davon überzeugte der 60-Jährige am Samstagabend rund 500 Fans im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten.

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Randy Hansen zelebrierte sein Vorbild Jimi Hendrix und brillierte ihm nacheifernd im Neuruppiner Stadtgarten.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Neuruppin. Kreischende Gitarrensoli, ohrenbetäubende Feedbackschleifen, wirbelnde Schlagzeugattacken und wummernde Bassläufe wüteten am Sonnabend durch den Neuruppiner Stadtgarten. Ein schlaksiger Mann in Hippie-Kleidung gehüllt, die Haare unter dem Kopftuch wirr abstehend, wirbelte wie ein Derwisch über die Bühne, ließ seine cremeweiße Gitarre hinter dem Rücken gespielt aufjaulen und entlockte ihr sogar mit den Zähnen rockige Riffs – wie einst in den Sechziger Jahren der große Jimi Hendrix.

Der US-Amerikaner Randy Hansen (60) hatte die Bühne betreten, um seinem großen Idol Hendrix die Ehre zu erweisen. Rund 500 Hendrix-Fans waren herbei gepilgert, um sich vom Gitarrenvirtuosen Hansen eine gehörige Portion Psychedelic-Rock abzuholen. Der lieferte und katapultierte seine Zuhörer in eine längst vergangene Musikepoche zurück.

In jeder Pose ganz nah am Original

In jeder Pose ganz nah am Original.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

Aussehen und Mimik des großen Vorbildes Hendrix zu kopieren, sind eine Sache. Den unnachahmlichen Sound und das seinerzeit bahnbrechende Spiel auf der Gitarre zu imitieren, etwas anderes. Das beherrscht der aus Seattle stammende Randy Hansen nahezu perfekt. Wer bei dem Auftritt zugegen war und für einen Moment mit geschlossenen Augen zuhörte, der mochte zu recht den toten Jimi Hendrix auf der Bühne vermuten. Im Gepäck hatten Hansen und seine Begleiter Songs wie „Fire“, „Red House“ und das fulminante „Voodoo Child“ – die Fans jubelten frenetisch nach jedem Gitarrensolo.

Randy Hansen geht alle Jahre wieder mit seinem Hendrix-Programm auf Europatournee. Mit dabei hat er fast immer dieselbe Rhythmusgruppe. Manni von Bohr (65), von Kritikern der „german pope of drumming“ genannt, wirbelte auf den Schlagzeugkesseln. Komplettiert wurde die Combo durch Bassist Ufo Walter (54), der unter anderem Songs für Marla Glen und Buddy Miles arrangierte.

Sena Ehrhardt, Sängerin der gleichnamigen Vorband, und Gitarrist Cole Allen hatten sich nach ihrem Auftritt unter das Publikum gemischt – das junge Paar ist auf Hochzeitsreise. Ergänzt wurden sie durch Schlagzeuger David Haynes (Tina Turner) und Bassist Charles Sammons (Chaka Khan).

Randy Hansen konnte sein Publikum auch mit selbst geschriebenen Songs seines jüngst veröffentlichten Albums „Funtown“ erreichen. Die seien entstanden, weil ihn die US-Regierung „ankotze“, so Hansen – wie damals Jimi Hendrix. Hansen lebt sein Idol.

Von Jan Philipp Stoffers

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