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Puschkin- und Fontaneschule bleiben autonom

Oberschulen in Neuruppin Puschkin- und Fontaneschule bleiben autonom

Der umstrittene Plan für die Fusion der Neuruppiner Puschkin- und der Fontane-Oberschule ist vom Tisch. Nach einem Dreivierteljahr Diskussion haben sich Stadtverordnete, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Verwaltung jetzt geeinigt, dass beide Oberschulen bestehen bleiben sollen.

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Die Neuruppiner Puschkinschule soll so bleiben, wie sie ist.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. „Es soll alles so bleiben, wie es ist“, sagt Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler. Auch die Idee, dass die Puschkinschule zwar selbstständig bleibt, aber mit in das teilweise leerstehende Haus der Fontaneschule einzieht, wird nicht weiter verfolgt.

Im vergangenen Sommer war bekannt geworden, dass die Stadtverwaltung einen Umzug der Puschkinschule prüft, möglicherweise auch ein Zusammengehen mit der zweiten städtischen Oberschule, der Fontaneschule in der Artur-Becker-Straße. Die Stadtverwaltung versprach sich davon Einsparungen. Doch schnell regte sich Widerstand gegen den Plan. Eltern sammelten tausende Unterschriften, auch viele Stadtverordnete lehnten die Idee ab. Trotz der zu erwartenden Einsparungen.

Nach monatelangem Streit einigten sich die Stadtverordneten schließlich, zunächst eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die alle Aspekte der Schulplanung in Neuruppin untersuchen soll. Ziel ist ein Plan für die Entwicklung der städtischen Schulen in den nächsten Jahren. Hinter verschlossenen Türen hat die Arbeitsgruppe mit Vertretern der Schulkonferenzen, Schulleitern und Abgeordneten nun mehrfach beraten, zuletzt am 19. Mai. Die Entscheidung war eindeutig, sagt Fengler: „Die Arbeitsgruppe hat sich dafür ausgesprochen, die Vielfalt im Bereich der Oberschulen zu erhalten.“ Ums Geld ging es laut Fengler diesmal nicht: „Der finanzielle Aspekt spielte gar keine Rolle.“

Ob das die Stadtverordneten am Ende auch so sehen, ist offen. Sie haben das letzte Wort. Die Abgeordneten müssen schließlich die Schulentwicklungplanung absegnen, die in den nächsten Monaten weiter ausgearbeitet wird. Dass Neuruppin weiterhin zwei Oberschulen an zwei Standorten unterhält, ist nur ein Aspekt dabei.

„Es geht nicht nur um die Schulstandorte, sondern auch um die Inhalte“ sagt Sozialdezernent Fengler. Dabei blickt er unter anderem auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Auch deren Kinder müssen zur Schule gehen. Sie haben den Anspruch auf Bildung, aber für sie gilt auch die Schulpflicht. Mit dem Problem, dass viele noch gar nicht ausreichend Deutsch sprechen können, um dem üblichen Unterricht folgen zu können. Auch das müsse bei der Schulentwicklungsplanung berücksichtigt werden. Ebenso die Situation in den benachbarten Orten. Welche Schulen gibt es dort? Wird vielleicht eine in nächster Zeit geschlossen oder verkleinert? In welche Schule schicken die Eltern ihre Kinder nach der 6. Klasse?

Fengler rechnet damit, dass die städtische Schulentwicklungsplanung für die nächsten Jahre frühestens Ende 2015 fertig auf dem Tisch liegt, wahrscheinlich aber erst Anfang 2016. Der Neuruppiner Sozialausschuss soll nach der Sommerpause einen Zwischenbericht bekommen.
Die Stadtverordneten haben die Entscheidung der Arbeitsgruppe zu den Oberschulen bei ihrer Sitzung am Montagabend lediglich zur Kenntnis genommen. Reaktionen dazu gab es nicht.

Von Reyk Grunow

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