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Qualitätssiegel für Kita in Zechlinerhütte

„Hüttenzwerge“ engagieren sich in musikalischer Früherziehung Qualitätssiegel für Kita in Zechlinerhütte

Lieder fürs Zähneputzen, fürs Waschen, fürs Essen: bei den „Hüttenzwergen“ in Zechlinerhütte wird täglich viel gesungen. Manchmal hilft ein Quatschlied sogar, einen Konflikt zu entschärfen.

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Ausgezeichnet: Ein kleiner Festgast hält das „Carusos“-Siegel der „Hüttenzwerge“ hoch.

Quelle: Frauke Herweg

Zechlinerhütte. Als erste Kita im Landkreis ist die Kita „Hüttenzwerge“ in Zechlinerhütte am Sonnabend mit dem „Carusos“-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden. Mit dem Zertifikat würdigt der Deutsche Chorverband das besondere musikalische Engagement der Kita. Bei einer Prüfung im Juli hatten die „Hüttenzwerge“ unter anderem nachweisen müssen, dass bei ihnen täglich gesungen wird. Für die „Hüttenzwerge“ eine Selbstverständlichkeit. „Musik gehört für uns zum Alltag“, sagt Kitaleiterin Irena Dolata-Wiewiorra. „Die Kinder singen beim Zähneputzen, beim Waschen, in Essenssituationen.“

Im April hatte „Carusos“-Fachberaterin Liane Rogalski der Kita einen ersten Besuch abgestattet. Der ausgebildeten Sängerin war wichtig, dass bei den Hüttenzwergen auch abwechslungsreich gesungen wird. „Nicht nur Dur, sondern auch mal Moll“, sagt sie. „Und nicht nur im Viervierteltakt.“ Auch der Körper soll als Instrument eingesetzt werden, so wünschen es sich Rogalski und ihre Kollegen. 40 verschiedene Lieder sollten zum Repertoire der Erzieher gehören.

„Leider ist Singen in der Kita heute nicht mehr selbstverständlich“, sagt Kita-Leiterin Dolata Wiewiorra. Sehr bedauerlich, findet sie: „Singen spricht schließlich alle Lernfelder an.“ Seit drei Jahren bieten die „Hüttenzwerge“ deshalb eine besondere musikalische Früherziehung an. Immer montags kommt die frühere Geschäftsführerin der Musikakademie und heutige Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke zum „Hörclub“ in die Kita. Für die Kinder eine tolle Erfahrung, sagt Dolata-Wiewiorra. Einmal ließ Liedtke ein Marimbaphon zum Ausprobieren anfahren. Ein anderes Mal Trommeln, die so groß waren, dass sich die Kinder auf einen Stuhl stellen mussten, um sie spielen zu können.

Seit die Musik den Alltag bestimmt, seien die Kinder „viel entspannter und viel harmonischer“, sagt Erzieherin Dörte Sons. „Mit einem Quatschlied kann man einen Konflikt ganz leicht auflösen.“ Inzwischen erfinden die Kinder ihre eigenen Lieder, Texte und Reime. Manchmal wollen sie allerdings auch nur zuhören. Morgens zum Beispiel. Dann spielt Sons eine CD mit klassischer Musik.

Von Frauke Herweg

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