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Qualitätssiegel für gelungene Sanierung

Wittstock Qualitätssiegel für gelungene Sanierung

Das Haus in der Poststraße 10 in Wittstock wurde am Mittwoch mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut“ des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) ausgezeichnet. Die Gebäude- und Wohnungsverwaltung hat das Objekt aufwendig saniert. Mehr als 1,5 Millionen Euro wurden investiert.

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GWV-Chef Hans-Jörg Löther mit der Auszeichnung. Links: Infrastrukturministerin Kathrin Schneider mit dem Siegel, des Weiteren: Architekt Bernd Rabe (2.v.l.); die BBU-Vertreter Wolfgang Schönfelder (4.v.l.) und Maren Kern sowie Bürgermeister Jörg Gehrmann (r.).

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Das aufwendig sanierte Haus in der Poststraße 10 in Wittstock wurde am Mittwoch mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut“ ausgezeichnet. Vergeben wird es sechsmal jährlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Diesmal konnte sich Hans-Jörg Löther, der Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) über diese Ehrung freuen. Denn das Unternehmen habe mit der Sanierung des Objektes „eine Brache neu belebt“, sagte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Sie griff am Mittwoch persönlich zum Akkuschrauber, um die kleine Plakette ein Stück weit anzubringen und das Werkzeug weiterzureichen, denn für alle Förderer dieses abgeschlossenen Bauprojektes war es ein Moment mit Symbolcharakter – und aus Hans-Jörg Löthers Sicht eine „schöne Bestätigung unserer Arbeit“.

Teil der Fassade in der Poststraße 10

Teil der Fassade in der Poststraße 10.

Quelle: Wagener

Die Gebäudesanierung in Wittstock ist in den vergangenen Jahren sichtlich vorangeschritten. Seit Mittwoch tragen bereits drei Objekte in der Stadt das Qualitätssiegel „Gewohnt gut“ – von insgesamt bisher 89 vergebenen, sagte Wolfgang Schönfelder, der Leiter der Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), die damit besonders gelungene Sanierungsobjekte würdigt.

Verwandlung von einer Ruine in ein Schmuckstück

Dass Wittstock bereits zum dritten Mal berücksichtigt wird, sei „absolut unüblich“, sagte Maren Kern vom BBU-Vorstand und bezeichnete das Haus als ein „Wohnüberraschungsei“, denn es vereine die Hülle aus dem 19. Jahrhundert mit der Technik des 21. Jahrhunderts. Während die Fassade und Wandgestaltung im Flur an die Vergangenheit erinnern, gibt es im Inneren eine Fußbodenheizung, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder auch eine Thermosolaranlage unter dem Dach, wie Architekt Bernd Rabe sagte.

Auch Kathrin Schneider, die Schirmherrin der Siegelvergabe „Gewohnt gut“, fand, dass das Haus wie es sich heute präsentiert, nicht vermuten lasse, dass es bereits im Jahr 1880 erbaut wurde. Gut 1,5 Millionen Euro machte die Verwandlung von einer Ruine zu einem Schmuckstück möglich. 630 000 Euro trug die GWV dazu bei, der Rest kam über Zuschüsse, Förderungen und Darlehen.

Das Qualitätssiegel

Das Qualitätssiegel.

Quelle: Wagener

Es entstanden acht Zwei- und Vierraumwohnungen, von denen die beiden im Erdgeschoss rollstuhlgerecht gestaltet sind. Vier Wohnungen können durch Zusammenlegung oder Teilung an individuelle Lebensumstände der Mieter angepasst werden. Wie gut es sich in der Poststraße 10 leben lässt, davon konnten sich die Teilnehmer der Preisverleihung, darunter auch Bürgermeister Jörg Gehrmann und Vertreter der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), am Mittwoch selbst überzeugen. Ein Mieter erlaubte den Blick in seine Wohnung.

„Wir brauchen solche Beispiele im ganzen Land“, sagte Kathrin Schneider. In Wittstock sei bereits viel getan worden. „Man vergisst das ja immer schnell, wie es vor zehn oder 20 Jahren einmal aussah.“ In die Wohnraumförderung der Dossestadt seien bisher knapp 60 Millionen und in die Städtebauförderung 53 Millionen Euro eingesetzt worden. Der GWV-Chef versprach, sich auch weiterhin für die Stadtentwicklung engagieren zu wollen.

Von Björn Wagener

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