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RCC feiert Karneval im Orient

Rheinsberg RCC feiert Karneval im Orient

Alle 40 Jahre wieder: der RCC gräbt seine alten Faschings-Mottos wieder aus, denn was damals funktionierte, kann auch heute nicht schlecht sein. In diesem Jahr heißt es „Keiner pennt im Orient, wenn die Wunderlampe brennt“. Mit einer gelungenen Premiere feierten Jecken und Narren die ganze Nacht mit dem kleinen Muck und dem gesamten Harem.

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Wer Bauch hat, darf ihn getrost schütteln. Die haarigen Haremsdamen ließen sich das nicht zweimal sagen.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Die Wunderlampe brennt, der Vorhang öffnet sich und gibt den Blick frei auf eine märchenhafte Szenerie: Paschas und Haremsdamen, Tempeltänzerinnen und Beduinen, Ölscheichs und Saharaforscher, Mullahs und verschleierte Schönheiten tummeln sich da, auch Aladdin und der kleine Muck geben sich die Ehre. „Keiner pennt im Orient, wenn die Wunderlampe brennt“ – so das Motto des Rheinsberger Carneval Clubs RCC, der am Sonnabend sein neues Programm im vollen Saal des Hotels „Haus Rheinsberg“ vorstellt.

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Alle 40 Jahre wieder wiederholt der Rheinsberger Carneval Club RCC das Motto: in diesem Jahr wird es orientalisch mit „Keiner pennt im Orient, wenn die Wunderlampe brennt“. Die Premierengäste und die Macher hatten dabei Spaß ohne Ende.

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Ein Motto, das – so will es die Tradition der Wiederbelebung – bereits vor 40 Jahren schon einmal da war. „Damals haben wir es gewählt, weil wir dachten, dass wir da eh nie hinkommen“, erklärt der kleine Muck alias Mathias Schulz. „Jetzt dürfen wir zwar, wollen aber nicht mehr. Und feiern stattdessen in Rheinsberg“, setzt er nach und lässt offen, ob das ein politisches Statement ist. Das Prinzenpaar stellt sich vor: zuerst der Herr, wie es im Orient Sitte ist. Pascha Guido der Erste wird von zwei Fächerträgern belüftet, an seiner Seite lässt sich seine 49. Ehefrau Salome alias Gabi die Dritte nieder. Die Begrüßungsrede ist in arabisch: „Da habe ich ’ne Woche geübt“, sagt er und dafür gibt es eine „Fuß-Rakete“ vom Publikum, der im Laufe des Abends noch einige folgen.

Goldrausch mit den Isis-Göttinnen

Goldrausch mit den Isis-Göttinnen.

Quelle: Regine Buddeke

Dann haben die kleinen Tempeltänzerinnen ihren Auftritt – mit einem entzückenden Schleiertanz, bevor die Wüstenmaus mit ihrem kleinen Elefantenkumpel erst einmal erklärt, was der Orient eigentlich ist. Oder die Sahara mit den Kamelen. Apropos: „Der Unterschied zwischen einem Kamel und dem RCC? Das Kamel schafft, sieben Tage nichts zu saufen“, grinst die Maus und setzt nach: „Kann man lachen ... .“ „Muss man aber nicht“, johlt der Saal im Chor. Die Rheinsberger kennen ihre Pappenheimer. Ach: Und was man als Frau übrigens seinen Pascha nie fragen darf – Gabi III. kann ein Lied davon singen: „Schahatz, wie viele Frauen hattest du vor mir? Spätestens bei der dritten Nachfrage wird er murren: „Sei ruhig! Ich zähle noch.“

So geht es heiter weiter: Kara Ben Nemsi alias Heinz Karwath referiert auf sächsisch und kann wunderbar erklären, wie es zum Brexit kam: „Aus Gnatz. Weil Island England aus der EM gefegt hat.“ Ist zwar nicht korrekt – das Spiel war erst vier Tage später – aber lustig allemal.

Die Musiker spielen mit Fez und jeder Menge Fez

Die Musiker spielen mit Fez und jeder Menge Fez.

Quelle: Regine Buddeke

Die Isisgöttinnen zaubern Goldrausch auf die Bühne, auch die „New Generation“ lässt die Beine fliegen. Eine Trommlershow erschüttert erdbebengleich den Saal, die beiden „Armleuchter“ betreiben orientalische Küchentisch-Psychologie über Sex und mehr Sex – letzteres immer Auswärtsspiele. Die Sänger schmettern sich durch Evergreens und der Saal singt mit. Fräulein Bachmann, stolze 110, plaudert von Lisbeth, der Betagten, die grad den Bus-Führerschein machen will. „Weil ihr neulich ein Polizist geraten hat, lieber Bus zu fahren.“

Lachkaskaden erntet der Klo-Report: herrlich volltrunken lallt sich Frank Portner durch sein Abenteuer eines vollautomatisierten WC und dessen mannigfache Funktionen. „Ich hatte Angst, dass das Klo zu mir spricht: Ihre Sitzung wird aus Sicherheitsgründen aufgezeichnet. Oder : Die Rute wird berechnet.“

Die Kindertanzgruppe tanzt schleierhaft

Die Kindertanzgruppe tanzt schleierhaft.

Quelle: Regine Buddeke

Immer wieder haben die Rheinsberger Gelegenheit zum Tanzen. Die Top-Tänzer des Abends kommen indes spät: flankiert von Kamel und Scheichs biegen die haarigen Haremsdamen des Männerballetts ihre grazilen, nur spärlich verhüllten Körper. Ein Hauch Tüll wallt geheimnisvoll, die Pailletten flirren, bevor die Kussfreiheit vom Pascha angeordnet wird und es heißt: Rheinsberger Nächte sind lang.

Karten für den 25. Februar, 19.19 Uhr sowie den 19. (Senioren) und 26. Februar (Kinder) um 14 Uhr gibt es telefonisch unter 033931/25 26.

Von Regine Buddeke

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