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Ostprignitz-Ruppin Racingteam 0815 beim 24-Stunden-Rennen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Racingteam 0815 beim 24-Stunden-Rennen
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00:20 03.09.2017
Das Racingteam 0815 will beim 24-Stunden-Rennen um eine gute Platzierung kämpfen. Quelle: Björn Wagener
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Jabel

Sie greift wieder an: Die sechsköpfige Crew um Teamchef Peter Hefenbrock – das Racingteam 0815 – wird in diesem Jahr erneut beim 24-Stunden-Rennen für Simson-Mopeds in Vahrholz bei Kalbe/Milde in der Altmark an den Start gehen. Die Erfolgslatte hängt hoch. Immerhin schafften die Moped-Piloten bei ihrer Premiere im vergangenen Jahr auf Anhieb einen sensationellen 17. Platz von 77 Startern. Das überraschte sie am Ende selbst ein wenig. „Unser Ziel war es eigentlich nur, überhaupt durchzuhalten“, sagt Peter Hefenbrock. Denn er und seine Teamkollegen Marvin Wehland, Axel Stürmer, Robert Lange, Oliver Teetz und Enrico Hadorf kämpften sich damals über 735 Kilometer und 342 Runden Ackerpiste hinweg.

Das Simson-Moped wurde 1978 gebaut

Doch der Erfolg spornte auch an. Dass sie in diesem Jahr wieder dabei sein und ihre Platzierung gern toppen würden, sei schon bei der Siegerehrung 2016 klar gewesen. Am 23. und 24. September geht es buchstäblich wieder rund in Vahrholz. Bereits im März begannen deshalb die Vorbereitungen. Vor allem technisch sollte das Simson-Moped, Baujahr 1978, noch besser auf die harte Dauerbelastung vorbereitet werden. Es wurde ein neuer Motor verbaut, „obwohl der alte vom vergangenen Jahr sofort wieder ansprang“, erzählen die Fahrer anerkennend und werden ihn als Ersatzmotor mitnehmen.

Außerdem arbeiten die Stoßdämpfer jetzt mit Gasdruck, der Lenker wurde verändert, der leicht gerissene Rahmen nachgeschweißt und die Übersetzung optimiert. Es kam ein großes Ritzel zum Einsatz, „von dem wir uns mehr Vorschub erhoffen“, sagt Hefenbock. Auch die Bremse wurde modifiziert.

Der Motor muss fürs Rennen verplombt werden

Im Notfall auf ein Ersatzmoped umzusteigen, sei nicht erlaubt. Vielmehr werde am Rahmen des Rennmopeds ein Transponder befestigt, der die Runden zählt und der Motor verplombt. Eingriffe ausgeschlossen. Da das Regelwerk keine Veränderungen am Motor zulasse, müssten eben alle anderen Möglichkeiten ausgereizt werden. Mehr als 2000 Euro steckten mittlerweile in dem Moped, das nur fürs Rennen genutzt wird. Sieben Sponsoren helfen, das Ganze zu stemmen. Jeden Donnerstagabend kommen die Fahrer – langjährige Freunde zwischen 26 und 39 Jahren – in der Schrauberwerkstatt auf dem Hof der Familie Wehland in Jabel zusammen, um das Projekt 24-Stunden-Rennen voranzubringen. „Entweder trinken wir nur Bier und überlegen uns was oder wir bauen tatsächlich“, sagt Peter Hefenbrock.

Aber die Hobby-Crossfahrer haben nicht nur die Technik im Blick, sondern den gesamten Ablauf des Rennens. Was geht noch besser, wo kann Zeit gespart werden? Die Einsatz-Reihenfolge der Fahrer sei ausgelost worden. So gebe es keine Diskussionen. Die Fahrer wissen: Gerade gegen Ende des Rennens werde das Nervenkostüm dünner. Da seien klare Abläufe hilfreich. Enrico Hadorf wird starten. Die Idee, sich noch ausgebufftere Fahrer ins Team zu holen, sei letztlich wieder verworfen worden. Die eingeschworene Truppe zählt auf die eigene Stärke.

Marvin Wehland ist der versierteste Fahrer

Im vergangenen Jahr war mehr auf Sicherheit gesetzt und das ganze Moped bei den stündlichen Boxenstopps durchgecheckt worden. Das habe aber auch Zeit gekostet. Diesmal solle jeder etwa 20 Minuten länger fahren, um die Standzeiten zu vermindern. Die Crew geht davon aus, dass die Eingriffe das Sportgerät langlebiger und robuster gemacht haben und sie sich somit weniger Technik-Checks leisten können. Viel Cross-Erfahrung haben alle Sechs – spätestens nach dem Rennen 2016. Der versierteste in der Gruppe aber sei Marvin Wehland, da sind sich alle einig. Erst am 20. August holte er bei einem Rennen um den Landespokal in der Klubsportklasse in Malchow mit einer KTM-Cross-Maschine den 18. Platz von 53 Startern.

Beim Simson-Rennen wird die Konkurrenz noch größer sein. Schon jetzt gibt es 90 Anmeldungen. Das Racing-Team 0815 bleibt auch diesmal seiner Startnummer 21 treu. Beim Dorffest in Jabel am Samstag, 2. September, wollen sich Mitglieder der Renn-Crew präsentieren und mit interessierten Besuchern ins Gespräch kommen. Das Fahrer-Team um Mathias Malert aus Wittstock, das 2016 einen ebenfalls sehr guten 39. Platz erreichte, werde in diesem Jahr nicht mehr antreten, teilt das Racing-Team 0815 mit.

Das 24-Stunden-Rennen für Simson-Mopeds

Das 24-Stunden-Rennen für Simson-Mopeds findet am 23. und 24. September in Vahrholz bei Kalbe/Milde im Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt) statt.

90 Fahrer-Teams sind bisher für das Rennen angemeldet.

Das Racingteam 0815 aus der Gemeinde Heiligengrabe ist zum zweiten Mal dabei.

Startberechtigt sind alle Fahrzeuge, die vom VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl, VEB Ernst-Thälmann-Werk Suhl, VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ sowie Simson Fahrzeug GmbH oder Suhler Fahrzeugwerk GmbH gebaut wurden. Die Maschinen dürfen maximal über einen Hubraum von 50 Kubikzentimeter verfügen und müssen verkehrstüchtig sein.

Von Björn Wagener

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