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Ostprignitz-Ruppin Radensleben hofft weiter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Radensleben hofft weiter
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00:17 12.05.2016
Bisher wurde lediglich das Dach am Baudenkmal in Radensleben saniert. Quelle: Peter Geisler
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Radensleben

Frühestens im nächsten Jahr wird die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) entscheiden, wie es mit dem einstigen Altenteil der Familie von Quast an der Radenslebener Dorfstraße weitergeht. „Der Sanierungsaufwand ist immens“, sagte am Montag NWG-Chef Robert Liefke. Zwar hatte die städtische Tochterfirma bereits vor vier Jahren das heruntergekommene Baudenkmal von der Stadt übertragen bekommen. Doch noch immer fehlt ein tragfähiges Nutzungskonzept. Ohne dieses will die NWG kein weiteres Geld in das Haus stecken. Immerhin wurden bereits 280 000 Euro investiert, um das Dach zu decken und ein paar weitere dringend notwendige Arbeiten an Nachbargebäuden erledigen zu können.

„Es ist leider keine nachhaltige Nutzung in Sicht“, so Liefke. Einige mögliche Investoren hatten sich zwar mit Ideen gemeldet. Doch diese zogen ihre Pläne stets wieder zurück – entweder weil der Denkmalschutz den Einbau von Dachfenstern ablehnte oder weil die Kosten für das Projekt doch einfach zu teuer waren.

Wohnungen wären für die NWG ein Verlustgeschäft

Die Kosten sind ebenfalls der Grund dafür, dass in dem Gebäude nicht einfach Wohnungen und ein Versammlungsraum für den Ortsbeirat eingerichtet werden. Immerhin müssten dafür nach groben Schätzungen mehr als eine Million Euro investiert werden. „Es wäre ein Verlustgeschäft, dort Wohnungen einzubauen“, sagt NWG-Chef Liefke. Denn der Preis läge dann weit über 10 Euro je Quadratmeter. „Das ist in Radensleben kaum vermietbar.“

Die NWG hat deshalb ihre Pläne für den Neuruppiner Ortsteil vorerst zurückgestellt und beim Kreis eine Verlängerung der Baugenehmigung um drei Jahre beantragt. Dies wurde gewährt.

Ortsbeirat tagt derzeit in einem Werkstattgebäude

„Die Situation ist verzwickt und für alle unbefriedigend“, räumt Liefke ein. Vor allem für den Ortsbeirat von Radensleben. „Seit 2011 hören wir, dass für uns was gemacht werden soll“, schimpft Ortschef Hardy Richter. Doch richtig Greifbares sei nicht passiert. „Die Dachsanierung hilft uns ja auch nicht weiter.“ Vor zwei Jahren tagte der Beirat mal in der Kita. Da habe es zwar vernünftige Räume gegeben, doch seien die Kosten zu hoch gewesen. Nun berät der Ortsbeirat in einem Werkstattgebäude ohne Heizung und Toiletten.

Richter macht keinen Hehl daraus, dass er kein Freund einer teuren Sanierung des verwinkelten Baudenkmales ist. „Man sollte in die Zukunft investieren und nicht den Alten hinterher heulen.“

Von Andreas Vogel

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