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Ostprignitz-Ruppin Radfahrer bricht tot zusammen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Radfahrer bricht tot zusammen
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15:25 29.06.2015
Bei der Freigabe des Radweges in Wildberg waren alle noch bester Laune. Quelle: Foto: Vogel
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Ganzer

Die offizielle Freigabe des neuen Radweges zwischen Wildberg und Ganzer ist am Sonntagnachmittag vom Tod eines 67-jährigen Radlers aus Kerzlin überschattet worden. „Wir haben in Ganzer eine kurze Rast gemacht und wollten dann weiter nach Nackel, um dort Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken“, sagte Wildbergs Bürgermeister Ulrich Jaap. Doch plötzlich sei der Mann, ein Handwerker aus Kerzlin, umgefallen. Trotz Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Mund-Beatmung durch die Radler konnte auch der sofort alarmierte Rettungsdienst dem 67-Jährigen nicht mehr helfen. „Der Schock sitzt immer noch tief“, betonte Jaap am Montag.

Der Bürgermeister hatte zusammen mit dem Verein für Kunst, Kultur und Krempel (Kukuk) in Wildberg zu der feierlichen Eröffnung des Radweges eingeladen. Fast 50 Wildberger und ehemalige Bewohner des Ortes trafen sich auf dem Dorfplatz mit ihren Zweirädern. Heino Brendicke war sogar extra die 13 Kilometer aus Neuruppin mit seinem Rad gekommen. „Ich habe 85  Jahre in Wildberg gewohnt“, sagte der rüstige Rentner. Erst im vergangenen Jahr verkaufte er das Haus, in dem er geboren wurde, und zog nach Neuruppin um. „Die Kinder leben in Bayern und in Wuppertal“, so Brendicke.

Der große Zulauf für die Radtour am Sonntag kam nicht von ungefähr. Zum einen lädt der Verein Kukuk regelmäßig zu Touren ein; zum anderen warten die Dorfbewohner seit Jahren auf einen Radweg in Richtung Bückwitz, um nicht die viel befahrene Bundesstraße nutzen zu müssen. Doch der Asphaltstreifen wurde erst in den vergangenen Monaten gebaut: Der Landesbetrieb Straßenwesen nutzte die Sanierung der B 167 in diesem Abschnitt, um auch gleich den Radweg anzulegen. Rund 650 000 Euro hat das Land für den rund vier Kilometer langen Weg investiert sowie 2,5 Millionen Euro für das Erneuern der Bundesstraße, sagte Frank Schmidt vom Landesbetrieb.

Allerdings fehlt ein gut 100 Meter langer Abschnitt. Grund: Ein Grundstücksbesitzer hat sich geweigert, ein Stück Erde für den Radweg zu veräußern. „Wir haben alles mögliche angeboten“, sagte Schmidt. Weil der Grundstücksbesitzer aber kein Einsehen gezeigt habe, führt der Radweg nun in Höhe der Biogasanlage über das Bankett der Bundesstraße. „Das ist ganz gut gemacht“, lobte Bürgermeister Jaap. Er hofft, dass der Radweg bald bis nach Bückwitz fortgeführt und damit der Anschluss an den Radweg an der B 5 hergestellt wird.

Die Aussichten dafür stehen nicht schlecht. Der Landesbetrieb will den noch fehlenden, sechs Kilometer langen Abschnitt in den nächsten zwei Jahren bauen – vor­ausgesetzt, die Pläne samt der Finanzierung werden bestätigt und der Grunderwerb klappt, so Planungschef Frank Schmidt.

Von Andreas Vogel

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