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Radlader-Unfall: Staatsanwalt ermittelt nun

Kleinkind in Mangelshorst überrollt und tödlich verletzt Radlader-Unfall: Staatsanwalt ermittelt nun

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin will klären, warum am Sonnabend in Mangelshorst bei Fehrbellin ein zweijähriger Junge aus einem Radlader fiel und von diesem überfahren wurde. Das Kind starb an den Folgen der Verletzungen. Klar ist, dass der Junge gar nicht in dem Gefährt hätte sitzen dürfen. Andere Fragen sind noch offen.

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Die Polizei beschlagnahmte noch am Sonnabend den Radlader aus dem der Junge fiel.

Quelle: Julian Stähle

Neuruppin. Es ist noch völlig unklar, ob sich der Großvater (67) des zweijährigen Jungen, der am Sonnabend bei einem tragischen Unfall in Mangelshorst (Gemeinde Fehrbellin) ums Leben kam, wegen fahrlässiger Tötung verantworten muss. Das Enkelkind war bei einer gemeinsamen Fahrt mit seinem Opa mit einem sogenannten Radlader aus noch ungeklärten Gründen aus der Tür des Gefährts gefallen und vom Hinterrad überrollt worden.

Klar ist, dass das Kind dort gar nicht hätte sitzen dürfen: Der Radlader ist nur für eine Person zugelassen. „Es wurde die Sorgfaltspflicht verletzt“, sagte am Montag Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer. Schon deshalb müsse die Staatsanwaltschaft ermitteln. „Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet.“ Zudem handele es sich um einen nicht natürlichen Todesfall. Ob es zu einem Prozess gegen den Mann kommen wird, der ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Enkel gehabt haben soll, ist offen. „Die Frage ist, wie groß die Schuld des Mannes ist“, sagte Pelzer. Der 67-Jährige kam mit einem schweren Schock ins Krankenhaus. Die Eltern des Kindes werden von einem Notfallseelsorger betreut.

Laut Gesetz droht Menschen, die durch Fahrlässigkeit den Tod eines anderen verursacht haben, eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Mitunter wird bei tragischen Vorfällen im Familienkreis, bei denen ein Kind zu Tode kommt, auf eine Strafe verzichtet.

Von Andreas Vogel

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