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Rägelin wird zur Baustelle

Rägelin Rägelin wird zur Baustelle

Ab dem 19. Februar wird die Ortsdurchfahrt Rägelin erneuert. Für den Verkehr wird die Straße dabei für mehrere Monate gesperrt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Oktober andauern. Obwohl die Rägeliner lange für die Erneuerung der Landesstraße gekämpft haben, sind sie jetzt unzufrieden. Sie sorgen sich um die Sicherheit der Kita-Kinder.

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Die Ortsdurchfahrt von Rägelin wird erneuert. Mindestens bis Oktober muss der Ort weitläufig umfahren werden.

Quelle: Peter Geisler

Rägelin. Die Ortsdurchfahrt Rägelin wird ab dem 19. Februar für mehrere Monate vollgesperrt. Voraussichtlich bis Oktober wird die Landesstraße 18 im Dorf runderneuert.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt soll in vier Bauabschnitten stattfinden. Zunächst werden die beiden Ortseingänge erneuert, dann in zwei Schritten die Strecke im Dorf. Die alte Betonstraße wird abgerissen und durch eine glatte Asphaltbahn ersetzt. Gleichzeitig werden am Straßenrand neue Gehwege und eine neue Bushaltebucht angelegt. Mit der neuen Fahrbahn soll die Lärmbelastung durch die vielbefahrene Straße verringert werden.

Umleitungen geplant

Während der Bauarbeiten kommt es für die Anwohner teilweise zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Autofahrer, die aus Neuruppin nach Rägelin oder weiter nach Rossow wollen, werden über die Landesstraße 16 bis Steinberge und von dort über Frankendorf umgeleitet.

Obwohl die Rägeliner seit Jahren für den Ausbau ihrer Ortsdurchfahrt gekämpft haben, sind einige Einwohner jetzt sauer. Sie sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder in der Kita „Entdeckerland“. Vor der Kita, die direkt am Ortseingang steht, sollte als Entschleunigung eine Verkehrsinsel gebaut werden. In den Plänen des Landesstraßenbetriebes kommt diese Verkehrsinsel nun aber nicht mehr vor.

Entsetzte Ortsvorsteherin

Gabriela Wäbersky, die Ortsvorsteherin von Rägelin, reagierte entsetzt, als sie am Dienstagabend bei einer Anwohnerversammlung die Pläne des Landesstraßenbetriebes und der Baufirma Eurovia zu sehen bekam: „Von drei versprochenen Verkehrsinseln wird jetzt nur eine gebaut und die ganz am anderen Ende des Ortes“, sagt sie. Das sei anders vereinbart gewesen.

Gabriela Wäbersky spricht für viele besorgte Anwohner, die am Dienstag Abend ihrem Ärger Luft machten. „Wenn der Straßenbelag neu ist, fahren die Autos auch schneller durch den Ort. Wir fordern: Tempo Runter“, sagt sie.

Parkplatz reicht nicht als Entschädigung

Dass im Zuge der Bauarbeiten ein neuer Parkplatz für die Kita geschaffen werden soll, entschädigt die aufgebrachten Einwohner nicht. Die Rägeliner verlangen, dass mehr für den Schutz der Kita-Kinder getan wird. Nur ein kleines Hinweisschild auf der Straße reiche nicht aus, sagt Gabriela Wäbersky.

Robby Werdermann, Sachgebietsleiter Bauüberwachung beim Landesbetrieb Straßenwesen, der bei der Anwohnerversammlung die Pläne vorstellte, zeigte sich überrascht. Er könne nicht erklären, warum in Höhe der Kita keine zusätzliche Entschleunigung eingeplant ist. Die zuständige Planerin war auf der Versammlung nicht anwesend, sie sei derzeit noch im Urlaub.

Weitere Probleme

Weil die Baufirma an manchen Grundstücken keinen permanenten Zufahrtsweg schaffen kann, werden einige Haushalte eventuell für kurze Zeit vom Verkehr abgeschnitten sein. Damit beispielsweise die Mülltonnen im Ort trotzdem abgeholt werden können, will sich die Baufirma um eine Lösung kümmern.

Der Bauabschnitt am nördlichen Ortseingang könnte noch problematisch werden. In direkter Nähe zum Friedhof befindet sich eine sogenannte archäologische Verdachtsfläche, weil dort mittelalterliche Gräber vermutet werden. Robby Werdermann warnt: Falls während der Arbeiten archäologische Finde gemacht werden, könne sich die Bauzeit verlängern.

Von Jonas Nayda

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