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Rätselraten rund ums Gutshaus

Mechow Rätselraten rund ums Gutshaus

Noch immer wissen die Dorfbewohner nicht, wer der neue Besitzer des Gutshauses ist, dabei hat der Verkauf auch einige Auswirkungen zum Beispiel auf den benachbarten Kleintierzüchterverein und dessen Stromversorgung. Und auch das Osterfeuer musste kürzlich an anderer Stelle entfacht werden. Zudem wurde eine Holzhütte um einige Meter versetzt.

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Das frühere Gutshaus von der Gartenseite aus betrachtet. Die dem Dorf von der Stadt zur Verfügung gestellte Holzhütte (r.) hat einen neuen Platz

Quelle: Matthias Anke

Mechow. Ist das früherer Mechower Gutshaus jetzt in guten Händen? Und was passiert damit? „Wir wissen es noch immer nicht“, sagt Ortsvorsteherin Petra Höger.

Dabei wäre es allmählich Zeit. Denn beispielsweise der Stromanschluss für das Vereinshaus des Kleintierzüchtervereins dieses Kyritzer Dorfes erfolgt über das Gutshaus. „Es hatte ja noch nie einen solchen Besitzerwechsel gegeben. Deshalb hatte sich darüber niemand jemals Gedanken machen müssen. Nun ist aber sicherlich nur etwas umzuverlegen – hoffentlich“, sagt Petra Höger, die selbst im Vereinsvorstand der Kleintierzüchter tätig ist. Die Zählernummer teilte sie der Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft (WBG) als bisherige Eigentümerin mit.

Die Kleintierzüchter haben ihr Vereinsheim gleich nebenan

Die Kleintierzüchter haben ihr Vereinsheim gleich nebenan.

Quelle: Matthias Anke

Dort war am Dienstag niemand zu diesem Thema zu sprechen. Der neue Eigentümer wird der WBG jedoch längst bekannt sein. Das ehemalige Herrenhaus kam schließlich bereits vor über einem Monat bei der Frühjahrsauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG in Berlin unter den Hammer. Doch anschließend hieß es, dass dazu noch nichts weiter veröffentlicht werden dürfe. Pressesprecher Thoralf Gorek von der Marketingagentur Zastrow und Zastrow sagte der MAZ damals lediglich, dass der neue Besitzer aus der Region kommt und ein Saalbieter war. Was unter Region zu verstehen ist, glaubt Petra Höger zu wissen: Dem Vernehmen nach handele es sich um jemanden aus der Stadt Rathenow.

Startgebot 15 000 Euro, Zuschlag bei 24 000 Euro

Das Mindestgebot lag bei 15 000 Euro. So steht es auch heute noch schwarz geschrieben auf einem roten Infozettel, der hinter einer der Gutshausscheiben hängt. Das marode Gebäude – von unten her drückt sich Wasser durchs Gemäuer, Schimmel breitet sich aus, oben bedeckt Moos das Dach – kam am Ende für 24 000 Euro unter den Hammer.

Die WBG hatte schon seit Jahren erfolglos versucht, das Gebäude zu verkaufen. Interessenten seien laut Gabriele Schuster da gewesen, aber nach der Besichtigung meist wieder abgesprungen.

Für das Dorf bedeutet der Besitzerwechsel nun auch, dass Oster- und Herbstfeuer ein paar Meter weiterrücken mussten und müssen – vor das Gebäude des Kleintiervereins. Dieses gehört als sogenannte „Alte Schmiede“ zu einem Teil einer Bitumen-Firma, zur anderen Teil ebenso der Stadt Kyritz. „Wir werden dort jetzt auch unsere Ortsbeiratssitzungen abhalten, in Einverständnis mit dem Verein und auch nach Absprache der Stadt“, sagte Höger. Im Gutshaus waren die Sitzungen wegen des Schimmelproblems schon lange nicht mehr möglich. Getagt wurde seither in Privaträumen von Ortsbeiratsmitgliedern.

Von Matthias Anke

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