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Ostprignitz-Ruppin Raffinierte Ruppiner Köstlichkeiten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Raffinierte Ruppiner Köstlichkeiten
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00:32 22.11.2015
Der Küchenchef von „Theos Steakhaus“, Lars Schröter, erklärt die Arbeitsschritte. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Viele Köche verderben den Brei? Ganz und gar nicht. Was die Teilnehmer des 2. MAZ-Kochstudios in der Vorführküche des Neuruppiner MM-Küchenstudios gemeinsam zauberten, erwies sich als extrem lecker. Nach dem großen Erfolg des 1. MAZ-Kochstudios im Dezember waren die zehn Plätze für Hobbyköche besonders begehrt. Gerd Mette aus Putlitz hatte Glück: Eigentlich hatte Ehefrau Christel das Ticket gewonnen, doch die war kurzfristig verhindert. „Ich bin begeisterter Kochshow-Gucker“, so der Putlitzer und bindet sich die Schürze um.

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Raffiniertes aus der Region – gezaubert von Ruppiner Hobbyköchen. Beim 2. MAZ-Kochstudio hatten die Teilnehmer nicht nur jede Menge Spaß, sondern konnten auch noch ein exquisites Menü genießen. Natürlich alles selbst gemacht – unter Anleitung des Küchenchefs Lars Schröter von „Theos Steakhaus“.

Auch Daniela Streese aus Dannenwalde ist froh, einen der begehrten Plätze ergattert zu haben. Es gibt diesmal sogar eine Nachrücker-Liste „Wir hatten mehr als 50 Bewerber – die ersten zehn Anrufer haben das Rennen gemacht“, sagt Christian Koletzki, Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlags Prignitz-Ruppin. Bei der Aktion, die zur schönen Tradition werden soll, kommen MAZ-Leser, MAZ-Macher und Partner aus der heimischen Wirtschaft zusammen an Herd und Tisch. Die Partner, das sind Gastgeber Carsten Halecker, der die blitzblanke Vorführküche des MM-Küchenstudios zur Verfügung stellt, Party-Ausstatterin Andrea Weber von „Feste Feiern“, die für zauberhafte Tischdekoration bis zur gedruckten Speisekarte inklusive Rezepten sorgte und Haushaltswaren Insel aus Neuruppin, die festliches Geschirr, Besteck und Gläser stiftete. Auf der eleganten Speisekarte steht nicht nur das Menü, sondern auch die Rezepte dafür. Die hat Lars Schröter, der Küchenchef von „Theos Steakhaus“, nach den gespendeten Zutaten von heimischen Anbietern zusammengestellt.

Rote-Bete-Cremesuppe mit Forellen-Praline

Als Vorspeise wird Cremesuppe von Rote Bete mit Zippelsförder Forellen-Praliné gekocht, danach folgt geschmorte Bullenschulter in Ruppiner Rotsporn – das ist ein kräftiger Rotwein. Dazu gibt es Mangold mit Seranoschinken, Karotten und Süßkartoffelpüree. Als Nachtisch ein Mousse Orange, mit Schokoküchlein und Kürbis-Granatapfel-Topping.

„Zu zeitintensiv dürfen die Gerichte nicht sein, aber auch nicht allzu leicht“, sagt Kochcoach Lars Schröter. Der Spaß am gemeinsamen Kochen steht im Vordergrund. Die Gäste sollen aber alles selbst kochen – fragen dürfen sie freilich immer – und der Küchenmeister zeigt auch, wie es geht. Zum Beispiel für die Vorspeise, wie man Forellen filetiert Die Fische kommen fangfrisch aus Zippelsförde – auch die anderen Zutaten sind regional – darauf hat der Chefkoch Wert gelegt.

Gemüse aus dem Neuruppiner Biokonsum

Das Gemüse hat der Neuruppiner Biokonsum gesponsert, das Wasser kommt aus der Rheinsberger Preußenquelle, der Wein aus dem Weinhaus am Neuen Markt, das Fleisch aus Hakenberg. Jens Winter, der Chef des Hakenberger Fleischbetriebes, legt selbst Hand an, damit die drei großen Stücken Bullenschulter, die er mitgebracht hat, perfekt zubereitet werden. „Fünf Wochen abgehangen, und dann 50 Stunden bei exakt 58 Grad vorgegart“, erklärt er den staunenden Kochfans, die schon fleißig putzen und schnippeln, damit das Gemüse á la Julienne in den Schüsseln bereitsteht. Für das Schälen der Roten Bete trägt man besser Handschuhe, rät Schröter, „sonst hat man drei Tage lang rote Hände.“ Auch bei den Granatäpfeln sieht das Brett nach dem Auspulen ziemlich blutig aus. Das Resultat aber schmeckt köstlich. Das Dessert-Team ruft für das Orangenschälen nach einem „Zestenreißer“, muss sich aber mit einem Sparschäler begnügen. Kochen ist oft auch Improvisation. Die gemischten Teams fragen Lars Schröter ein Loch in den Bauch – oft genug muss er dennoch Hand anlegen. Die Fleisch-Zubereiter scharen sich um Jens Winter. „Das kann ich noch nicht – also mach ich das“, sagt Charlotte Wolf. „Ich probiere gern rum in der Küche, Mama hat mich inspiriert“, sagt die 17-Jährige. Jens Winter verkostet den Rotsporn, bevor das Fleisch hineinkommt.

Schlagsahne oder Schmand zum Kochen?

Lars Schröter beantwortet weiter fleißig Fragen: Schlagsahne oder Schmand zum Kochen? Wie drückt man Gelatine aus? Offen köcheln oder mit Deckel? Er selber, so gesteht er, isst auch gern mal Stulle mit Dosenfisch. Einmal im Jahr – zum Hochzeitstag – besucht er mit seiner Frau ein Sterne-Restaurant. „Das ist aber auch Weiterbildung für mich“, erklärt er.

Derweil wird der erste Gang ausgerufen. Die leuchtendrote Suppe dampft in den Tellern, eine geröstete Brotscheibe drauf und die Fisch-Nocke. Fertig. An zwei gedeckten Tischen wird verkostet, getafelt, getrunken, geplaudert. Dreimal – von Gang zu Gang. Zwischendurch wartet noch Arbeit. Das Fleisch muss aufgeschnitten werden. Jens Winter setzt das Messer an. „Die Sehne in der Mitte ist das Beste“, erklärt er. Gut gegart sei diese geliert und schmelze auf der Zunge. „Die Hausfrau an der Fleischtheke schreckt davor zurück“, wundert er sich.

„Als ich das Menü gelesen habe, dachte ich: Das sollen wir hinkriegen?“, gesteht Ina Kroschewski aus Neuruppin. Die Sorge war umsonst. Alle sind hin und weg – vom Kochen und vom Essen. „Es war einfach nur super“, sagt MAZ-Leserin Edeltraut Zeidler, die im Vorjahr dabei war. „Auch wenn ich arbeiten musste, habe ich mich wieder wie eine Königin gefühlt.“

Von Regine Buddeke

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