Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Randale am Bollwerk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Randale am Bollwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 14.05.2017
Quelle: dpa
Anzeige
Neuruppin

Glaubt man ihnen, haben sie sich nur gewehrt. Demnach stimme die Anklage nicht. Die wirft Luisa S. und Robert M. gemeinschaftliche und gefährliche Körperverletzung vor. Seit Donnerstag stehen die beiden vor dem Neuruppiner Amtsgericht.

Sich nur gegen Übermacht zur Wehr gesetzt

Laut Staatsanwaltschaft waren die beiden, damals noch ein Paar, gegen 20.30 Uhr am Herrentag 2015 am Neuruppiner Bollwerk, wo bereits eine Gruppe junger Leute stand, redete und Alkohol trank. Nach einem Wortgefecht zog die 26 Jahre alte Angeklagte ein Butterflymesser und stach einem Mann gezielt in den Oberschenkel. Als der zu Boden ging, traten sie gemeinsam auf ihn ein. Ein anderer, der dem Verletzten helfen wollte, bekam eine Faust vom Angeklagten ins Gesicht, einem weiteren brach Robert M. die Nase. Luisa S. bedrohte die Umstehenden mit dem Messer. Einer Frau riss die Angeklagte Haarbüschel aus. Als ihr ein 28-Jähriger die Waffe wegnehmen wollte, biss sie ihn in den Arm. Als es ihm gelang, ihr das Messer zu entreißen und in den See zu werfen, zerschlug sie aus Wut eine Bierflasche und schlug damit um sich. So hat sich der Vorfall aus Sicht der Staatsanwaltschaft abgespielt. Die Version der Angeklagten lautete anders. Demnach hat eine der Frauen Luisa S. beleidigt, was er , Robert M., sich verbeten habe. Daraufhin wollte ihn deren Freund schlagen. Dem kam er zuvor. Es entstand ein regelrechter Tumult, alle stürmten auf ihn zu. „Alle auf mich und ich gegen alle. Ich habe wie wild um mich geschlagen und dabei den ein oder anderen getroffen. Aber auch selbst etwas abbekommen.“ Mehrere Personen gingen auf seine Freundin los, konnte er sehen.

Angeklagte war nicht mehr Herr ihrer Sinne

Luisa S. beobachtete nach eigener Aussage, wie „eine ganze Menschentraube“ auf Robert M. losging, darunter auch Frauen, die mit Handtaschen auf ihn einschlugen. „Ich habe die Weiber weggezogen.“ Doch die nahmen sich sie vor, schubsten sie zu Boden, zogen ihr Haare aus. Es gelang ihr, aufzustehen. „Ich war nicht mehr Herr meiner Sinne.“ Sie zog aus einem abgestellten Rucksack das deutlich sichtbare Messer. Das sollte die anderen abhalten, ihr näher zu kommen. Doch „da wollte einer Held spielen und mir das Messer entwenden“, sagte sie. Um die anderen auf Abstand zu halten, habe sie sich eine Bierflasche gegriffen und abgeschlagen, so Luisa S.

Grund für Auseinandersetzung im Dunkeln

Warum es überhaupt zum Streit kam, konnte sie nicht sagen. Alkohol spielte eine Rolle, bei Robert M. auch Kokain. Stefan B. hatte erst mitbekommen, dass etwas im Gange war, als einer seiner Kumpel am Boden lag und die Angeklagten auf ihn eintraten. Er wollte Robert M. zur Seite ziehen. Da bekam er gleich einen Faustschlag ins Gesicht. Die Stimmung vor Ort beschrieb der 29-Jährige so: „Es war wie ein angestochener Hühnerstall.“ Er hätte versucht, Ruhe in die aufgeheizte Stimmung zu bringen. Luisa S. sei „total hysterisch gewesen“. „Der Blick von ihr war nicht normal.“ Er schloss aus, dass einer aus seiner Gruppe ein Messer dabeihatte wie die Angeklagte behauptet. Auch Gregor B. griff ins Geschehen ein, als „Luisa mit dem Messer wie eine Irre vor mir herum fuchtelte.“ Beim Versuch, es ihr zu entreißen, biss sie ihn zweimal in den Arm. Auch er habe den Auslöser des Streites nicht mitbekommen. Das zieht sich durch die ganze Akte. „Keiner hat den Anfang mitbekommen“, sagt der Verteidiger Uwe Meyer. Am Dienstag wird weiterverhandelt.

Von Dagmar Simons

Wusterhausener trafen sich im Alten Laden zu einer Lesung, mit der an die Bücherverbrennung vor 84 Jahren erinnert wurde. Sechstklässler der örtlichen Astrid-Lindgren-Grundschule lasen Passagen aus Kästners „Die Entwicklung der Menschheit“.

14.05.2017

Viele von ihnen haben seit Monaten für diesen tag geübt – am Donnerstag konnten die Kinder aus fünf Wittstocker und Heiligengraber Kitas dann zeigen, was sie sportlich so alles drauf haben. Bei der 9. Kita Olympiade hatten sie Spaß und Bewegung in Einzel- und Mannschaftsdisziplinen. Und das stand bei der Veranstaltung des Kreissportbundes auch im Vordergrund.

14.05.2017

Mögliche Routen haben die Zempower bereits erarbeitet – doch lange gab es Unsicherheit, ob Stadt und Landkreis diese überhaupt auf einer Wanderkarte ausweisen dürfen. Zumindest in der Sache gibt es nun Klarheit, wie die jüngste Ortsbeiratssitzung in Zempow ergab. Darüber hinaus will das Dorf Teil eines Wittstockweiten Wander- und Radwegekonzepts werden.

14.05.2017
Anzeige