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Rathaus-Neubau verzögert sich doch

Rheinsberg Rathaus-Neubau verzögert sich doch

Der Bau des neuen Bürgerzentrums in Rheinsberg, in das auch das Rathaus einziehen wird, verzögert sich mindestens um drei Monate. Grund: Teile des neuen Deckenputzes haben sich gelöst und sind abgestürzt. Verletzt wurde dabei niemand. Die Baufirma hat Fehler beim Befestigen der neuen Lehmdecke eingeräumt, sagte Bürgermeister Jan-Pieter Rau.

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Die Arbeiten am sogenannten Bürgerzentrum in Rheinsberg in der Seestraße werden sich nach derzeitigem Stand vermutlich um drei Monate verzögern.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Schlimmer geht es kaum: Weil sich im Bereich des künftigen Bürgermeistersitzes in der Rheinsberger Seestraße 9/10 Teile des neuen Deckenputzes gelöst haben und abgestürzt sind, verzögern sich die Arbeiten für den Neubau des sogenannten Bürgerzentrums. Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) ging am Dienstag davon aus, dass die Arbeiten erst bis Ende März 2018 beendet werden können – drei Monate später als geplant. Da erst danach die Räume möbliert werden, ist der Umzug der Stadtverwaltung nun erst zum 1. Juli 2018 vorgesehen.

Stadt hat den Vertrag mit der Firma gekündigt

Rau bezeichnete die Situation, über die er am Montag die Stadtverordneten informiert hat, am Dienstag als „nicht schön“. Wenigstens ist beim Absturz des Deckenputzes niemand verletzt worden. Auch die Ursache für das Unglück scheint gefunden. „Die Firma hat sich beim Befestigen der Decke nicht an die Vorgaben gehalten“, sagte Rau. Das habe die Baufirma bereits eingeräumt. Gleichwohl hat die Stadt den Vertrag mit der Firma gekündigt und sucht bereits ein neues Unternehmen für das Anbringen der neuen Lehmdecke im gesamten Gebäude in der Seestraße 9/10. Grund: Die ursprüngliche Firma hatte versprochen, ihre Fehler bis Donnerstag vergangener Woche zu beheben. Immerhin war der Deckenputz bereits Mitte Juli abgestürzt. Nun sollten die Deckenkonstruktionen in den Räumen mit den vorgesehenen Materialien verankert werden. Das hatte die Firma aber nicht rechtzeitig geschafft und stattdessen um eine Verlängerung der Frist für die Arbeiten bis 18. August gebeten. Darauf hat sich Rheinsbergs Rathauschef jedoch nicht eingelassen. „Die Firma hat sich bisher an keine Termine gehalten“, sagte Rau.

Rechtsstreit droht

Die Verwaltung habe alles vorbereitet, um die nun noch notwendigen Arbeiten sofort vergeben zu können, versicherte Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. Demnach soll eine neue Firma den bisherigen Deckenputz komplett runternehmen und durch neuen ersetzen. Über die Kosten dafür wird es wohl einen Rechtsstreit geben, darauf hat sich das Rathaus schon eingestellt. Denn wer einen Fehler einräume, sei nicht automatisch bereit, auch die anfallenden Mehrkosten zu tragen, so Rau.

Die Kosten für das Bürgerzentrum, in das auch das Rathaus einziehen wird, werden mit 7,7 Millionen Euro beziffert. Darin sind die Ausgaben für die Ausstattung enthalten. Bund und Land übernehmen mit 5,6 Millionen Euro das Gros der Kosten, Rheinsberg ist mit einem Eigenanteil von 1,4 Millionen Euro für die förderfähigen Arbeiten dabei. Hinzu kommen nicht förderfähige Ausgaben in Höhe von insgesamt 700 000 Euro. Bisher hatte die Stadtverwaltung versucht, den Zeitplan für das Bürgerzentrum unbedingt zu halten. Deshalb gab es sogar lange einen Zeitpuffer im Bauplan. Doch dieser Puffer war bereits vor dem Absturz des Deckenputzes aufgebraucht.

Von Andreas Vogel

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