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Rathaus als Bühne für junge Musiktalente

25. Jugendförderpreis der Stadt Wittstock Rathaus als Bühne für junge Musiktalente

Ob mit Violine, E-Gitarre oder der eigenen Gesangstimme – am Samstag hatten wieder 13 junge Wittstocker die Möglichkeit, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Alle erhielten beim Jugendförderpreis Musik der Dossestadt gut bis sehr gute Bewertungen. Auch ehemalige Teilnehmer schauten mal wieder vorbei und gaben eine kleine musikalische Kostprobe.

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Die Gruppe „Flexemble“ holte mit Sängerin Cecile Altrock eine Spitzenbewertung.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Als der Jugendförderpreis Musik der Stadt Wittstock vor einem Vierteljahrhundert das erste Mal vergeben wurde, war sie gerade 14 Jahre. 1991 gehörte Katja Schuller, die damals noch den Nachnamen Morling trug, zu den Preisträgern für ihre Darbietung mit der Geige. 25 Jahre später ist die mittlerweile in Berlin lebende Psychologin wieder beim Wettbewerb „jugend in concert“ dabei. Diesmal allerdings nicht an der Geige, sondern am Klavier und auch nicht als Teilnehmerin, sondern, um den Gästen des musikalischen Talentwettbewerbs etwas die Pause zu versüßen.

Alle Teilnehmer wurden belohnt

Alle Teilnehmer wurden belohnt. So auch die jüngste, Lea Schuller (vorne).

Quelle: Christian Bark

Dabei hat sie tatkräftige Unterstützung von Töchterchen Lea. Die Sechsjährige wird seit einem knappen halben Jahr an der Harfe unterrichtet und zeigt an diesem Samstag den Gästen im Wittstocker Rathaussaal, was sie bereits an dem Instrument kann. Dann holt Katja Schuller doch ihre Geige hervor und musiziert gemeinsam mit ihrem ehemaligen Musiklehrer Lothar Dumann. „Musik ist nach wie vor ein Hobby für mich“, sagt Schuller. Sie freue sich, dass auch ihre Tochter Spaß am Musizieren hat.

Gemeinsam mit Musiklehrer Lothar Dumann musizierten Katja Schuller (links) und Tochter Lea in der Pause

Gemeinsam mit Musiklehrer Lothar Dumann musizierten Katja Schuller (links) und Tochter Lea in der Pause.

Quelle: Christian Bark

Neben Schuller begleitet noch ein ehemaliger Wettbewerbsteilnehmer musikalisch durch die Pause. Vor 13 Jahren stand Marcel Fink erstmalig bei „jugend in concert“ vor dem Publikum. Oder besser saß, der damals Zehnjährige spielte nämlich Klavier. So auch am Samstag wieder. Für ihn ist die Musik ebenso ein Hobby wie für Katja Schuller. Beruflich drücke er eher PC-Tasten, denn er macht in Potsdam eine Ausbildung zum Mediengestalter, wie er sagt. „Es war immer eine schöne Erfahrung, hier zeigen zu dürfen, was man kann“, erinnert sich Fink zurück. Dabei könne man sich selbst und seine Grenzen austesten.

Keine leichte Entscheidung für die Jury

Diese zu beurteilen oder zumindest einzuschätzen ist auch diesmal wieder Aufgabe der Jury. Diese berät sich nämlich gerade, während die Gäste im Rathaus die aufgestellten Informationstafeln zur Geschichte des Jugendförderpreises in Augenschein nehmen, einen Kaffee trinken oder den Klängen von Schuller und Fink lauschen.

„Das ist nicht immer leicht, individuelle Leistungen zu bewerten“, gibt Jury-Mitglied Dorothea Stüben zu. „Besondere Aufmerksamkeit verwenden wir darauf, ob jemand von Technik oder einem musikalischen Partner unterstützt wird“, verrät Stüben. Jeder des sechsköpfigen Gremiums mache sich während den Darbietungen Notizen oder verteile da schon Punkte. Während der Jury-Beratung würden diese Punkte und Eindrücke zusammengetragen. Dann ergeben sich Bewertungen zwischen „teilgenommen“ bis „mit hervorragenden Erfolg teilgenommen“.

In der Pause konnten sich die Gäste über die Geschichte des Wettbewerbs informieren

In der Pause konnten sich die Gäste über die Geschichte des Wettbewerbs informieren.

Quelle: Christian Bark

Alle zehn Einzelinterpreten und auch die drei Gruppen erhalten an diesem Samstag mindestens die Bewertung „mit gutem Erfolg teilgenommen“. Dafür hat sich die Jury insgesamt fünfmal ausgesprochen. Auch die 16-jährige Cecile Altrock, die dem Publikum mit dem Popsong „Stitches“ beweisen konnte, was für eine super Stimme in ihr steckt, ist unter den mit „gut“ Bewerteten. „Freunde und Mitbewerber haben mir schon auf die Schulter geklopft und gemeint, dass sie mir mindestens ein ’sehr gut! gegeben hätten“, berichtet sie. Ihr selbst sei das aber relativ egal, wichtig sei, dass sie wieder dabei sein konnte. Und das wolle sie auch im kommenden Jahr gerne wieder tun.

Antonia Vetter überzeugte mit einem Stück von Antonín Dvořák an der Violine

Antonia Vetter überzeugte mit einem Stück von Antonín Dvořák an der Violine.

Quelle: Christian Bark

Sehr gute Bewertungen erhalten insgesamt zwei Einzelinterpreten und zwei Gruppen. Hervorragende gehen an drei Einzelinterpreten und eine Gruppe. Die Gruppe „Flexempel“, die mittlerweile zum 7. Mal an dem Wettbewerb teilnahm, kann diese Spitzenbewertung für sich verbuchen. Und damit auch Cecile Altrock. Denn während der Gruppendarbietung war sie als Sängerin für „Flexempel“ mit von der Partie. Weniger Freude mit ihrer Stimme hatte die 18-jährige Johanna Wille. Eine Erkältung ließ ihren Soloauftritt platzen. Dafür nahm sie gemeinsam mit ihrem Bruder Jonas als eine der drei Gruppen teil. Am Klavier begleitet von den Saxofonklängen ihres Bruders erhielten sie eine „sehr gute“ Bewertung.

Von Rotary-Club-Mitglied Andreas Meyer bekam auch Lea Schuller einen Umschlag

Von Rotary-Club-Mitglied Andreas Meyer bekam auch Lea Schuller einen Umschlag.

Quelle:

Würdigung für sein Engagement erhalten natürlich jeder Teilnehmer. „Es ist immer schön zu sehen, dass hier junge Menschen viel Zeit und Übung investieren“, lobt Dorothea Stüben. Und weil der Jugendförderpreis Musik in diesem Jahr zum 25. Mal vergeben wird, erhält auch jeder der Teilnehmer ein Preisgeld. Nicht zuletzt aufgrund der Großzügigkeit der städtischen Apotheker-Paul-Marschall-Stiftung und des Rotary Clubs Wittstock. „Wir finden, ihr wart alle toll“, sagt Rotary-Mitglied Andreas Meyer. Darum lege der Club insgesamt 500 Euro Preisgeld oben drauf. Und so kann sich auch die kleine Lea Schuller über eine Urkunde, eine Rose und einen Umschlag freuen. „Irgendwie hat sie ja auch teilgenommen“, erklärt Meyer.

 

Von Christian Bark

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