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Rathaus fordert mehr Personal

Neuruppin Rathaus fordert mehr Personal

Die Neuruppiner Stadtverwaltung will 15 Mitarbeiter mehr einstellen, als bisher vorgesehen ist. Personal fehlt demnach in den Kitas, die der Feuerwehr und iim Rathaus selbst. Sogar die Personalabteilung sei überlastet, heißt es. Ein Grund: Es sind schon jetzt viel mehr Stellenausschreibungen zu bearbeiten als früher.

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Die Neuruppiner Feuerwehr braucht Verstärkung. Drei weitere Mitarbeiter sollen eingestellt werden, wenn es nach der Stadtverwaltung geht.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Die Neuruppiner Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Fontanestadt in absehbarer Zeit deutlich mehr Personal braucht. Hauptamtsleiter Jutta Mießner hat bei den Stadtverordneten jetzt dafür geworben, 15 Stellen neu besetzen zu dürfen – einige im Rathaus, andere bei Einrichtungen der Stadt.

Allein für die Kitas und Horten erwartet Jutta Mießner einen zusätzliche Bedarf von sechs Erziehern oder Erzieherinnen. Sie müssen eingestellt werden, weil das Land den sogenannten Betreuungsschlüssel noch einmal verändert hat. Künftig woll jede Erzieherin weniger Kinder betreuen als bisher.

Die Kosten für die zusätzliche Mitarbeiterinnen in den Kindergärten muss Neuruppin nur zum Teil tragen. Nach dem Gesetz muss das Land der Stadt 84 Prozent der Personalkosten ersetzen. Ohnehin bleibt der Stadt wenig Wahl: Sie braucht die Erzieherinnen.

Auch für die Feuerwehr werden drei weitere Mitarbeiter benötigt, sagt Hauptamtsleiterin Mießner. Offiziell hat Neuruppin zwar eine freiwillige Feuerwehr. Um die Einsatzbereitschaft aber auch am Tage stets sicherstellen zu können, hat die Fontanestadt etwa ein Dutzend ihrer ehrenamtliche Feuerwehrleute fest eingestellt. Sie arbeiten als Gerätewarte und kümmern sich um Fahrzeuge, Technik und Gerätehäuser. bei einem Alarm lassen die Gerätewarte ihre Arbeit fallen und rücken als freiwillige Feuerwehrleute aus.

Wie wichtig die Angestellten für die Wehr sind, hatte sich nicht zuletzt bei dem Brand eines Geschäftshauses an der Fehrbelliner Straße vor zwei Wochen gezeigt. Selbst die Hauptwache in der Schinkelstraße hätte ohne die Angestellten wohl arge Probleme, genügend Frauen und Männer zusammenzutrommeln; die meisten Feuerwehrleute arbeiten nicht in Neuruppin, so dass sie im Notfall nicht zur Verfügung stehen.

Das Problem ist nicht neu und nahezu jeder geht davon aus, dass sich die Lage in den nächsten Jahren verschärfen wird. Neuruppin denkt deshalb auch daran, erstmals einen Auszubildenden an die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt zu schicken.

Verstärkung braucht aber auch die Personalabteilung im Rathaus. Sie müsse inzwischen so viele Ausschreibungen offener Stellen und Bewerbungen bearbeiten, dass die Mitarbeiter überfordert sind. „Wir hatten früher etwa 20 Stellenausschreibungen im Jahr“, so Jutta Mießner . In diesem Jahr waren es bis Juni schon 35.

Bürgermeister Jens-Peter Golde ist sehr wohl bewusst, dass die Personalfrage heikel ist. In der Vergangenheit hatten Stadtverordneten immer wieder über ausufernde Personalkosten gewettert und der Verwaltung vorgeworfen, sie würde nicht effektiv arbeiten. Golde rechnete deshalb jetzt mit einem Aufschrei der Abgeordneten. Der blieb aber aus – vielleicht auch, weil die Forderung nach 15 weiteren Stellen für die meisten Stadtverordneten völlig überraschend kam.

Von Reyk Grunow

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