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Ostprignitz-Ruppin Rathaus für den Notfall gerüstet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rathaus für den Notfall gerüstet
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13:03 26.02.2018
Das neue Gerät für die erste Hilfe steht ab sofort für jedermann im Flur des Rathauses bereit.. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Auf großen Bahnhöfen, Flughäfen und auch in manchem Supermarkt sind Geräte dieser Art längst Alltag. Nun verfügt auch das Kyritzer Rathaus über einen sogenannten Defibrillator, der im Notfall die Überlebenschancen beim plötzlichen Herzstillstand erhöhen kann.

Der gilt in Deutschland mit über 100 000 Opfern jährlich als eine der häufigsten Todesursachen – beispielsweise deutlich vor tödlichen Unfällen im Straßenverkehr. Der elektrische Defibrillator kann unter Umständen entscheidend dazu beitragen, dass ein stehengebliebenes Herz seine Arbeit doch wieder aufnimmt. Das Grundprinzip wird gern auch in Film und Fernsehen verwendet, um die Wiederbelebung von Patienten zu veranschaulichen: über Elektroden abgegebene Stromstöße lassen das Herz wieder schlagen.

Unternehmen trieb Sponsoren auf

Ein bundesweit agierendes Marketingunternehmen hat jedenfalls eine Kampagne unter dem Titel „Kampf dem Herztod“ gestartet. Mit Hilfe von Sponsoren finanziert es dabei die Anschaffung mobiler, auch von Laien im Notfall einsetzbarer Defibrillatoren. Auch dem Kyritzer Rathaus wurde ein entsprechendes Angebot unterbreitet.

Das Geld für das Gerät im Wert von rund 1500 Euro sowie seine Installation im Erdgeschoss des Rathauses gaben 14 Unternehmen aus Kyritz und Umgebung. Im Gegenzug nutzen sie die Notfallstation im Rathausflur, um für sich zu werben.

Bürgermeisterin Nora Görke empfing am Montag Vertreter der beteiligten Sponsoren. „Wir wollten einfach mal Dankeschön sagen. Sowas kann ja sehr nützlich sein, wenn doch mal jemand Hilfe braucht.“

Rathausmitarbeiter wurden geschult

Rathausmitarbeiterin Christiane Bohnsack hat sich eingehend mit der Technik beschäftigt: „Die Ersthelfer hier im Rathaus wurden schon vom Hersteller geschult.“ Grundsätzlich stehe das Gerät aber für jeden bereit. Mit wenigen Handgriffen ist es aus seiner Halterung an der Wand befreit. „Man kann nichts falsch machen“, betont Christiane Bohnsack. „Das ist wirklich was für Laien.“ Der Defibrillator funktioniert nahezu vollautomatisch und führt den Benutzer mit Sprachansagen Schritt für Schritt durch seine Anwendung. Eine Fehlbedienung ist nahezu ausgeschlossen.

Einen konkreten Anlass für die Anschaffung gab es nicht, erklärt Ersthelferin Christiane Bohnsack. „Hier im Rathaus haben wir ganz wenige Unfälle.“ Auch mit einem Herzstillstand habe man es noch nicht zu tun gehabt. Doch könne es nicht schaden, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. „In größeren öffentlichen Einrichtungen ist sowas inzwischen ja Pflicht.“

Der Defibrillator kann allerdings die übliche Vorgehensweise zur ersten Hilfe für Menschen in Not nicht ersetzen, sondern bestenfalls ergänzen.

Von Alexander Beckmann

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