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Rathaus mit Markteigentümer in Kontakt

Kyritz Rathaus mit Markteigentümer in Kontakt

Die Zukunft des Areals mit dem kürzlich geschlossenen „Supermarkt Kersten“ in der Kyritzer Altstadt ist weiterhin unklar. Doch jetzt gab es erste Gespräche zwischen dem neuen Eigentümer und Kyritzer Rathausmitarbeitern. Demnach hegt die Stadt weiterhin große Hoffnungen, dass der Standort auch zukünftig der Nahversorgung aller Innenstadtbewohner dient.

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Bestehen sonnige Aussichten für das Areal des geschlossenen „Supermarktes Kersten“, oder drohen dunkle Wolken? Das fragen sich viele.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Mit dem neuen Eigentümer der Gewerbeimmobilie an der Kyritzer Bach-Straße, die bis vor Kurzem noch den „Supermarkt Kersten“ beherbergte, steht das Rathaus jetzt in Kontakt. Wie Stadtsprecherin Doreen Wolf der MAZ auf Nachfrage sagte, ist seitens der Bauverwaltung das Gespräch gesucht worden. „Es ging unter anderem darum, welche Auflagen an diesem Standort zu beachten sind“, sagte Doreen Wolf. Es seien zudem Adressen ausgetauscht worden. Die Stadt stelle sich schließlich als Vermittler zur Verfügung, etwa für weitere Interessenten, die den Standort wieder mit Leben füllen würden. Denn dies müsse nicht zwangsläufig der neue Eigentümer selbst sein.

In einer Mitteilung hatte die Deutsche Grundstücksauktionen AG im Juni darüber informiert, dass das Kyritzer Gebäude, in dem seit vielen Jahrzehnten erst die Kaufhalle und dann der „Supermarkt Kersten“ untergebracht war, den Besitzer wechselte. Wie zuvor angekündigt, wurde das Objekt bei der Sommerauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG versteigert. Demnach erzielte der „Supermarkt mit Imbissgebäude“ 160 000 Euro – was dem Mindestgebot entsprochen habe.

Unklar ist, welches Nutzungsvorhaben es für den Standort gibt

Der in den vergangenen Wochen leergeräumte Markt wurde 1979 errichtet. Um 1990 kam das Imbissgebäude hinzu. Mieter war zuletzt Edeka. Für Marktbetreiber Klaus Kersten war die über Jahre hinweg dauernde Sanierung der angrenzenden Johann-Sebastian-Bach-Straße neben seinem eigenen Alter jedoch nur ein Grund, sein Kyritzer Geschäft aufzugeben. Wesentlich war ihm vielmehr die rechtliche Unsicherheit hinsichtlich des Objektes, in dem Kersten lediglich Mieter war: Das Haus gehörte der Brandenburgischen Konsumgenossenschaft mit Sitz in Potsdam. Das Unternehmen, dessen Wurzeln bis in die DDR-Zeit und darüber hinaus zurückreichen, befand sich seit Jahren in einem Insolvenzverfahren. Der Sanierungsbedarf stieg unterdessen immer weiter an.

Unklar bleibt vorerst, welche neuen Nutzungsideen es für dieses Areal gibt, ob womöglich der Abriss und ein Neubau bevorstehen. Fest steht indes nur, dass er sich der neue Eigentümer dabei an von der Stadt vorgegebene Spielregeln wird halten müssen. Denn die Stadtverordneten fassten vor über einem halben Jahr einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan. Damit soll abgesichert werden, dass dieses Areal auch zukünftig als ein Standort für die Nahversorgung im Stadtzentrum genutzt wird und sich das Gebäude in die „städtebaulichen Gegebenheiten“ einfügt. „Regulierend Einfluss nehmen“, lautete zudem die Formulierung seinerzeit, ohne dem Investor nicht gleich alles zu verwehren.

„Der neue Eigentümer ist sich dessen bewusst“, sagte derweil Doreen Wolf. Die Stadt hege demnach weiterhin große Hoffnungen, dass der Standort auch zukünftig für eine Nahversorgung der Innenstadtbewohner genutzt wird.

Von Matthias Anke

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