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Reaktion auf Modellflug-Petition

Kyritz Reaktion auf Modellflug-Petition

Die Mitglieder des Kyritzer Modellflugvereins „Die Bruchpiloten“ gelten als besonders engagierte Unterschriftensammler gegen Pläne des Bundes, den Modellflugsport noch weiter einzuschränken. Jetzt hat sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke mit einem Brief an den Verein gewandt.

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Modellflugsportler dürfen ihr Hobby schon jetzt nur auf eigens ausgewiesenen Flächen ausüben.

Quelle: Konrad Radon

Kyritz. Das Engagement der Kyritzer Modellflugsportler für den Erhalt ihres Hobbys hat zu einer ersten Reaktion aus der Bundespolitik geführt. Der Neuruppiner CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke hat sich jetzt in einem Brief an den Vorsitzenden des Vereins „Die Bruchpiloten“, Eberhard Weinert, gewandt.

Die Kyritzer Modellflieger zählen zu den eifrigsten Unterschriftensammlern für eine Petition gegen geplante Änderungen des Luftfahrtrechts. Nach aktuellem Kenntnisstand plant Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) unter anderem eine Begrenzung der Flughöhe unbemannter Luftfahrzeuge auf 100 Meter. Das sei für ernsthaften Modellflugsport nicht praktikabel, kritisierte Eberhard Weinert in der MAZ. Er schloss sich mit dieser Auffassung einer Petition an, die bundesweit bislang schon deutlich über 100 000 Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützen – im Landkreis Ostprignitz-Ruppin immerhin 378.

Bundestagsabgeordneter spricht von nur „ersten Überlegungen“

Sebastian Steineke lässt den Kyritzer „Bruchpiloten“ nun mitteilen, dass er in dieser Sache schon seit Längerem mit dem Bundesverkehrsministerium in Kontakt stehe. Anfang des Jahres habe er mit den Fachleuten in seiner Fraktion über das Thema gesprochen. Bei den jetzt vorliegenden Entwürfen für die Gesetzesnovelle handele es sich demnach „zunächst um erste Überlegungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, die noch keinesfalls abgeschlossen seien“. Den Ländern und den Interessenverbänden werde noch Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Außerdem habe man Steineke versichert, „dass die von den Modellflugvereinen geäußerten Anregungen und Bedenken in die weiteren Überlegungen mit einbezogen werden und dass der zuständige Staatssekretär zudem Gespräche mit dem Deutschen Modellflieger-Verband zu dieser Thematik führen wird“. Aktuell habe Sebastian Steineke beim Ministerium eine Anfrage zum Stand der Dinge gestellt. „Sobald wir eine Antwort erhalten haben, wird Herr Steineke sich bei Ihnen melden“, heißt es in dem Schreiben an den Kyritzer Modellflugsportclub abschließend.

Für Flugmodelle gibt es seit Jahrzehnten schon strenge Regeln

Ein Anlass für die geplante Novellierung der Luftverkehrsordnung ist die zunehmende Zahl ferngesteuerter oder autonomer Drohnen wie beispielsweise der immer populäreren Multikopter-Modelle. Das müsse stärker reguliert werden, lautet eine Forderung der Politik.

Die Modellflugsportler sehen das anders. Für ferngesteuerte Flugmodelle gebe es seit Jahrzehnten strenge Regeln, die die jetzt heraufbeschworenen Gefahren längst ausschließen. Allerdings würden diese Regeln momentan kaum beachtet und auch nur selten durchgesetzt.

Von Alexander Beckmann

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