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Rechtsextreme planen Demo in Wittstock

Bündnis ruft zur Gegen-Aktion auf Rechtsextreme planen Demo in Wittstock

Rechtsextreme wollen am 6. Dezember ein weiteres Mal in Wittstock (Ostprigitz-Ruppin) demonstrieren. „Wir können diese Märsche nicht verhindern. Aber wir können sie für unsere Zwecke nutzen“, sagt Superintendent Matthias Puppe vom Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“. Er dreht den Spieß um und erklärt den Marsch kurzerhand zum Spendenlauf für Flüchtlinge.

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Das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ will neue Wege gehen, um sich gegen rechtsextreme Aktivitäten zu wenden.
 

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock.  Rechtsextreme Kräfte wollen am Sonntagnachmittag, 6. Dezember, ein weiteres Mal durch die Wittstocker Innenstadt marschieren. Das bestätigt die Polizei auf MAZ-Nachfrage.

Das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ war zu diesen Anlässen bisher immer mit Infoständen als Gegenpol zu den Märschen präsent. Einwohner erfuhren dort allerhand Wissenswertes, wie Flüchtlingen geholfen werden kann. Diesmal wird es einen solchen Stand nicht geben. Stattdessen erklärt das Bündnis den Marsch zum ersten „unfreiwilligen Spendenlauf“. Das heißt, bis zum 2. Dezember können Spenden auf das Konto des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin eingezahlt werden, die dann der Organisation Pro Asyl zugutekommen. Das ist eine unabhängige Menschenrechtsorganisation, die sich seit mehr als 25 Jahren für die Rechte verfolgter Menschen in Deutschland und Europa einsetzt. Wenn nach dem 2. Dezember feststeht, wie viel Geld bei der Spendenaktion zusammengekommen ist, wird der Betrag auf jeden Meter gelaufener Strecke umgerechnet. „So wird der Fackelmarsch zum Spendenmarsch und die Demonstration zum Charity-Event“, heißt es über den unfreiwilligen Spendenlauf, der eine Idee der Aussteigerorganisation Exit ist. Für jeden Schritt, den die Asylgegner am Nikolaustag durch Wittstock laufen, wird letztlich für Asylbewerber und Flüchtlinge gespendet.

Superintendent Matthias Puppe hofft, dass trotz der kurzen Vorbereitungszeit möglichst viele Spenden zusammenkommen. Angesprochen sei jeder – egal, ob Firmen, Einrichtungen oder Einzelpersonen. „Wir können diese Märsche nicht verhindern. Sie sind ein demokratisches Recht. Aber wir können sie für unsere Zwecke nutzen“, sagt er. Deshalb habe man sich innerhalb des Bündnisses „Wittstock bekennt Farbe“ darauf verständigt, statt der bisherigen Gegenaktivitäten den ersten unfreiwilligen Spendenlauf stattfinden zu lassen.

An diesem letzten Tag des Wittstocker Weihnachtsmarktes würden die Besucher auch speziell über diese Aktion und ihre Hintergründe informiert. Gern gesehen seien auch Transparente, die die Ablehnung des rechtsextremen Gedankengutes deutlich machen.

Spendenkonto: Bis zum 2. Dezember können Spenden für Asylsuchende eingezahlt werden auf das Konto:
Ev. Kirchenkreis Wittstock-Ruppin
IBAN: DE07160502021621002248
Verwendungszweck: Bündnis 7107. 2100.01.2200
Die Ausstellung einer Spendenbescheinigung ist möglich, wenn die Adresse angegeben wird.

Von Björn Wagener

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