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Ostprignitz-Ruppin Regenwasserbecken als Gefahrenquelle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Regenwasserbecken als Gefahrenquelle
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00:17 27.06.2016
Das neue Regenwasser-Rückhaltebecken zwischen der Kyritzer Europakreuzung und der Jäglitz. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Es ist nur wenige Tage her, da ertranken im hessischen Neukirchen drei Geschwisterkinder in einem Feuerlöschteich. Auf die Bilder, die bundesweit die Runde machten, wurden auch Kyritzer Stadtverordnete aufmerksam. Denn sie zeigen ein Gefälle hinab zum Teichwasser, das auf den ersten Blick wenig problematisch wirkt. Es wurde den fünf, acht und neun Jahre alten Kindern wohl aber zum Verhängnis. Und dieses Gefälle ist sogar noch überschaubar im Gegensatz zu dem des neuen Regenwasser-Rückhaltebeckens, das in Kyritz in den vergangenen Monaten zwischen der Europakreuzung und der Jäglitz gebaut wurde. Beide Gewässer ähneln sich obendrein.

Ein Geländer ist geplant, von einem Zaun war noch keine Rede

„Wird unser Rückhaltebecken noch eingezäunt?“, fragte Konstantin Normann (CDU) bei der jüngsten Hauptausschusssitzung in Richtung Stadtverwaltungsmitarbeiter daher mit Verweis auf den tragischen Vorfall in Hessen. „Es ist ein Geländer geplant am Gehweg entlang“, sagte Bauamtsleiterin Katharina Iredi.

Normann reichte das nicht. Spielende Kinder halte ein schlichtes Geländer nicht davon ab, darunter hindurch zu krabbeln oder darüber hinweg zu steigen. Außerdem stehen dort große Kastanien. „Der gesamte Streifen war bislang immer beliebt zum Kastaniensammeln.“ Bauamtsleiterin Iredi nahm die Sorge zur Kenntnis. Über eine komplette Umzäunung müsse jedoch erst noch gesprochen werden. Und noch ist der neue Gehweg nicht gänzlich freigegeben.

Noch ist der oberhalb des Kyritzer Beckens vorbeiführende Gehweg nicht freigegeben. Quelle: Matthias Anke

Laut Normann gehe es zudem auch um eine Haftungsfrage für die Stadt, falls doch etwas passiert. So standen in Neukirchen zwar Warnschilder am Teich. Doch die böten keinen ausreichenden Schutz, wie dort nun von Eltern kritisiert wurde. Die Verwaltung muss daher viel Kritik einstecken. Diskutiert wird dort nun, wie mit der Sicherheit an Löschwasserentnahmestellen zu verfahren ist. Das regele nach weiteren Medienberichten zwar eine DIN-Verordnung, wonach ein Löschteich mit einem mindestens 1,25 Meter hohen Zaun abgegrenzt werden muss. Die Stadt aber sieht diesen Teich nicht in erster Linie als Löschwasserentnahmestelle, sondern integriert in ein Naherholungs- und Freizeitgelände. Die DIN-Verordnung gelte für diesen Freizeit-Teich nicht.

Der Löschwasserteich in Neukirchen, Ort des Unglücks, bei dem drei Geschwisterkinder ums Leben kamen. Bislang warnen dort nur Schilder vor dem Betreten. Jetzt mehren sich Rufe nach einer Umzäunung. Quelle: dpa

Wie der Fall dagegen bei dem umfangreichen Regenwasser-Rückhaltebecken in Kyritz gelagert ist, muss laut Normann noch zu erklären sein. Er zumindest rechtfertigt seine Befürchtungen damit, dass es eben kein normales Gewässer sei. Zwar könnte logischerweise nicht überall alles umzäunt oder gar jeder Baum in Watte gepackt werden, damit sich keiner die Nase stößt. Dieses Becken aber berge nun mal eine gewisse Gefahr. Radfahrer sollten dort bis auf Weiteres jedenfalls lieber nicht vom Weg abkommen.

Von Matthias Anke

Zwar sieht derzeit alles danach aus, dass das neue Konzept zur Entwicklung des Kyritzer Klosterviertels zum Kulturstandort überarbeitet werden muss. Doch der entstehende Zeitverzug soll nicht ungenutzt bleiben. Beginnen könnten schließlich bereits wichtige Voruntersuchungen. Und es steht eine Grundsatzentscheidung bevor, die einiges in Bewegung bringen dürfte.

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