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Ostprignitz-Ruppin Kommunen diskutieren im Kulturhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kommunen diskutieren im Kulturhaus
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00:37 28.05.2018
Die Schöller-Festspiele sind ein Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit im „Kleeblatt“. Von rechts: Stefan Freimark (Gumtow), Roman Blank (Wusterhausen), Nora Görke (Kyritz), Landrat Ralf Reinhardt, Elke Meier-Lorenz (Neustadt).  Quelle: Wolfgang Hörmann
Kyritz

Gut 50 Vertreter von Städten, Gemeinden und Verbänden bis aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Barnim versammelten sich am Freitag im Kyritzer Kulturhaus zum ersten diesjährigen „Regionaldialog“ des Brandenburger Ministeriums für Infrastruktur und Regionalentwicklung. Gegenstand von Vorträgen und Diskussionen war die Wechselwirkung zwischen Städten und ihrem Umland.

Das Ganze stand unter dem Motto „Perspektive wechseln“. So habe man unter anderem ganz bewusst Vertreter der Stadt Eberswalde nach Kyritz eingeladen, betonte Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) gegenüber der MAZ. Es sei darum gegangen, einmal von dort aus einen Blick auf das Umland zu werfen. „Das hat schon mal zum Nachdenken angeregt“, fand die Ministerin.

Blick über den Tellerrand

Sowohl Kyritz als auch Eberswalde pflegen Kooperationen mit umliegenden Kommunen – die eine Stadt über das „Kleeblatt“, die andere mit Projekten des Stadt-Umland-Wettbewerbs, der dafür bis zu 20 Millionen Euro bereitstellt.

„Der Eberswalder Bürgermeister fand das, glaube ich, mal interessant, die Gegend hier kennenzulernen“, sagte die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke. „Der sieht seine Region auch immer als Provinz.“

„Die Einheimischen empfinden ihre Region oft als leer“, bestätigte Kathrin Schneider. „Andere finden gerade das toll.“ Das müsse man auch mal als Chance verstehen. „Die Städte müssen begreifen, dass sie nur durch die Region ringsrum gut da stehen.“ Zugleich sei das Umland auf starke Zentren angewiesen, die all das vorhalten, was eben nicht jeder Ort bieten kann.

Appell zur Zusammenarbeit

Etwa die Hälfte der landesweit 46 Mittelbereiche pflege inzwischen entsprechende Kooperationen mit dem Umland. Dass dies auch Konflikte berge, sei kein Geheimnis, so Kathrin Schneider. „Die Auseinandersetzung muss geführt werden. Dann bringt das für alle was. Die Partner müssen verstehen, dass sie zusammen mehr sind als einzeln.“

Das Treffen im Kyritzer Kulturhaus stand durchaus auch vor dem Hintergrund der aktuellen Landesentwicklungsplanung, die gerade bei den kleineren Kommunen zum Teil auf Widerspruch stößt.

Von Alexander Beckmann

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