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Regionalität ist gefragt

Frische im Kochtopf Regionalität ist gefragt

Regional ist modern, doch wo die Produkte wirklich herkommen, das können viele Verbraucher nur schwer nachvollziehen. Natürlich hat Regionalität auch ihren Preis. Chefkoch Matthias Kleber ist sich sicher, dass den die Verbraucher auch gern bezahlen.

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Frischer Fisch aus Zippelsförde.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Das Wort „Regionalität“ ist derzeit in aller Munde, doch regionale Produkte fallen nicht vom Himmel, sie müssen produziert, entsprechend vermarktet und auch gekennzeichnet werden. Um Mogelpackungen – wie sie gang und gäbe sind – künftig zu vermeiden, fordert der Bundesverband der Regionalbewegung jetzt einen „Regional-TÜV“.

Rund 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland trafen sich zu Beginn des Monats in Hamburg zum 8. Bundestreffen der Regionalbewegung, dessen Mitglied auch der Verband Pro agro ist. Auf ihrer Tagung definierten die Teilnehmer fünf Mindeststandards für eine glaubwürdige Regionalität: Rohstoffe aus der Region, Verarbeitung in der Region, Vermarktung in der Region, „Ohne Gentechnik“ sowie die Verwendung regionaler Futtermittel. Im Kreis Ostprignitz-Ruppin funktioniert Regionalität bestens, wenn Matthias Kleber – Küchenchef des Resort Mark Brandenburg und Teamchef der Deutschen Nationalmannschaft der Köche – seine Finger im Spiel hat. „Die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern schätze ich sehr“, sagt er. 2004 hat er angefangen, mit Partnern eine regionale Küche aufzubauen, denn er hatte festgestellt, dass die Brandenburger in dieser Beziehung weit hinter anderen Bundesländern zurückliegen. „Wenn alle Gastronomen zum Beispiel ihren Fisch in Zippelsförde kaufen würden und das Fleisch in Hakenberg, dann hätten wir hier schon wieder Arbeitsplätze gesichert“, sagt er. Im Resort Mark Brandenburg kann er seine Ideale in die Tat umsetzen. Mehr als zehn Erzeuger in einem Umkreis von 25 Kilometern liefern täglich saisonale Frische. Mit seiner Kochschule geht Matthias Kleber noch einen Schritt weiter. Jeden Tag können Interessierte mit dem Chefkoch eine Erlebnistour zu einem der Regionalerzeuger unternehmen. So wird Brandenburg für die Gäste erlebbar gemacht und rückt in den Fokus der Aufmerksamkeit. Vertraute Höfe wie der Spargelhof in Dreetz und der Ökohof Kuhhorst liefern ihre Produkte an die Neuruppiner Hotel-Küche. 90 Prozent des Rindfleischs, das Matthias Kleber verarbeitet, kommt aus der Hakenberger Fleischerei. Bauer Bartz aus Dabergotz ist der Produzent von Geflügel und Eiern, Wild liefert Hirschmark und das Brot die Demeter-Bäckerei „Vollkern“ aus Rohrlack. Exklusiv für die Küche des Resort Mark Brandenburg baut Inken Rendler in ihrem Rohrlacker Kräutergarten „Lavendelblüte“ frisches Gemüse und Kräuter an. Aus der Zusammenarbeit sind feste Partnerschaften entstanden, die dem Resort frische Produkte und den Produzenten sichere Einnahmen garantieren. „Nach meiner Erfahrung sind die Kunden auch bereit, für regionale Produkte mehr auszugeben“, sagt Kleber. Und schließlich haben wir auch eine Verantwortung unseren Kindern gegenüber.“

Von Cornelia Felsch

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