Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Filmgespräch zur Doku mit OTB-Frauen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Filmgespräch zur Doku mit OTB-Frauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 26.03.2018
Film im Film: Elsbeth Fischer und Vollker Koepp sprachen mit einem rbb-Fernsehteam über den Dokumentarfilm „Wittstock.“ Quelle: Christamaria Ruch
Anzeige
Wittstock

Die Kamera gibt dem Zuschauer Zeit. Lange Szenen, wenig Schnitte und alles in Schwarzweiß. Dann tauchen Edith, Elsbeth und Renate vor der Stadtmauer auf. Alle drei stehen für die Langzeitdokumentation „Wittstock.“

Dokumentarfilmregisseur Volker Koepp drehte von 1974 bis Anfang der 1990er Jahre in der Dossestadt und dort vor allem im Textilgroßbetrieb.

Volker Koepp trat am Donnerstagabend in den Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock im Rahmen eines Filmgesprächs auf. Mehr als 50 Zuschauer kamen und nutzten die Gelegenheit für den Dialog.

Film zum Alltag in der DDR

Seit einer Woche steht die neue Sonderschau über den Obertrikotagenbetriebes (OTB) „Ernst Lück“ für Besucher offen. Die „Wittstock“-Filme spielen dort ebenfalls eine Rolle. „Der Film ’Wittstock’ steht für vieles, für den Alltag in der DDR, in der Produktion und für die Erwerbsbiografien“, sagte Museumsleiterin Antje Zeiger.

Eher zufällig fiel bei Volker Koepp 1974 die Wahl auf Wittstock, wie er nun dem Publikum berichtete. „Dieser Betrieb hatte mit Menschen und Gesichtern zu tun. Eine Langzeitdokumentation war nicht geplant. Aber ist es geworden wegen der Menschen, die ich mag“, sagte der 73-Jährige.

Volker Koepp: Ich war Frauenfilmer in der DDR

Frauen vor der Kamera schätzt Volker Koepp. „Frauen waren immer stark, sie beschreiben die Welt am besten. Ich war Frauenfilmer in der DDR, mit ihnen konnte ich besser reden als mit Männern“, so der Regisseur.

Elsbeth Fischer im Jahre 1974: Sie begegnete dem Drehteam von Anfang an offen und ehrlich. Quelle: Christamaria Ruch

Elsbeth Fischer ist eine der drei Hauptdarsteller. Volker Koepp fing damals immer wieder die Stimmungen auf eine ruhige und unaufgeregte Weise ein, stellte nur Fragen, gab wenig Regieanweisungen und erhielt unverstellte Antworten.

Elsbeth Fischer: Nicht aufgeregt, sondern ehrlich

„Wir waren nicht aufgeregt, nicht verstellt, sondern naiv und ehrlich“, sagte Elsbeth Fischer. Für sie war es „fast normal, dass die Kamera immer lief“, sagte sie einem Filmteam vom Fernsehsender Berlin-Brandenburg (rbb). Der rbb besuchte am Donnerstag wegen „Wittstock“ die Stadt.

Das Publikum nutzte die Gelegenheit und stellte viele Fragen zum Film. Quelle: Christamaria Ruch

„Immer wieder lösten einzelne Szenen im Film Diskussionen aus, die Verbreitung des Films hielt sich in Grenzen“, sagte Volker Koepp. „Es war ein Massenmedium ohne Massen.“

Doku erschien nicht im DDR-Fernsehen

Einerseits wurde der Film 1984 an den Bayrischen Rundfunk verkauft, andererseits führte kein Weg zur Ausstrahlung im DDR-Fernsehen. „Denn so wie der Film gedreht war, waren die Menschen ja nicht“, sagte Koepp und gab die politische Stimmung von damals wieder.

Doch er ließ sich nicht beirren: „Dokumentarfilme sind Dokumente im eigentlichen Sinne, irgendwann werden sie schon wichtig“, sagte er. „Wer so lange einen Ort bereist, dann gehört dieser zum eigenen Leben dazu. Es gab viele Momente, wo unser Drehteam wegen der guten Atmosphäre hier bleiben wollte“, sagte Volker Koepp.

Von Christamaria Ruch

Eine 84 Jahre alte Frau ist am Donnerstagabend in Kyritz als vermisst gemeldet worden. Die Polizei leitete daraufhin eine Suchaktion ein. Mitarbeiter einer ortsansässigen Firma entdeckten schließlich die Seniorin. Sie war stark unterkühlt.

23.03.2018

Auch im zweiten Anlauf gab es keine Mehrheit, die Stelle von Amtsdirektorin Susanne Dorn per Wahl um acht Jahre zu verlängern. Stattdessen stimmte der Amtsausschuss des Amtes Temnitz am Donnerstagabend in Werder dafür, die Stelle auszuschreiben. Die Abstimmung zeigte: Das Amt ist tief gespalten.

25.03.2018

Bei Metallkugeln wie jener an der Freyensteiner Kirchturmspitze ist es üblich, dass sie mit Zeitdokumenten gefüllt werden, die bei Sanierungen dann einen Blick in vergangene Jahre ermöglicht. Im Februar war die Kugel im Rahmen der Sanierung abermals vom Turm geholt und geöffnet worden. Seit Donnerstag ist sie wieder an Ort und Stelle mit Zeitdokumenten von 2018.

22.03.2018
Anzeige