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Ostprignitz-Ruppin Reiche Körnerernte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Reiche Körnerernte
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00:17 06.11.2013
Quelle: dpa
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Molchow

Das Sonnenblumenfeld bei Molchow, dessen Blüten im Sommer weithin leuchteten, hat jetzt im Herbst seine Schönheit verloren. Die braunen, trockenen Stängel sind abgestorben und die Pflanzen haben eine dunkle fast schwarze Färbung angenommen. Die Blütenköpfe sind mit schwarzen Körnern gefüllt - ein Leckerbissen für viele Vögel. Fast etwas gespenstisch wirkt das 60Hektar große Feld, auf dem der Mähdrescher des Radenslebener Landwirtschaftsbetriebes Neukammer seine Runden dreht.

Am Steuer sitzt der 25-jährige Dennis Lück. Für ihn ist die Sonnenblumenernte eine Premiere. Seit einem Jahr arbeitet der Landwirtschaftsmeister in dem Betrieb, der Raps, Roggen, Gerste, Weizen und nun auch Sonnenblumen anbaut. "Wir wollten damit etwas gegen die Vermaisung der Landschaft tun", sagt der Betriebsleiter Marc Landorff. Damit leistete der Betrieb auch einen Beitrag für die Bienenzucht. Gleich drei Imker stellten im Sommer ihre Kästen an der Feldrändern auf, als sie feststellten, dass am Molchower Ortsrand in diesem Jahr Sonnenblumen wachsen. An jeder Blüten saßen zwei bis drei Bienen", sagt Marc Landorff zufrieden. Da die Sonnenblumen in diesem Jahr lange geblüht haben, konnten sich die Imker über eine reiche Honigernte freuen.

In die Erde kamen die Sonnenblumenkerne Anfang Mai. "Erst wenn keine Fröste mehr zu befürchten sind, kann gedrillt werden", erklärt der Firmenchef. Die Kerne werden wie beim Mais als Einzelkornsaat in den Boden gebracht. Zwischen den Reihen beträgt der Abstand 75 Zentimeter."

Der Tag ist sonnig und noch einmal recht warm, ein idealer Zeitpunkt für die Ernte - die Landwirte haben nur noch auf trockenes Wetter gewartet. Die Ernte der spätreifen Sorten erfolgt je nach Witterung von September bis Oktober. Zu diesem Zeitpunkt muss der Bestand vollständig abgetrocknet sein. Die Kornfeuchte sollte einen Wert von neun Prozent nicht überschreiten. Ist das Erntegut zu feucht, muss es nachgetrocknet werden. Der Preis, den der Bauer für die Kerne bekommt, ist dann dementsprechend niedriger.

Dennis Lück steuert sein Fahrzeug aufmerksam durch die Reihen. Etwa 1,80 Meter hoch sind die Pflanzen jetzt. "Ich muss aufpassen, dass ich mir keinen Fuchs einfange", sagt er und erklärt, was es damit auf sich hat. Verfangen sich Pflanzenteile in der Trommel des Dreschkorbs, kann es passieren, dass die Trommel stehen bleibt und sich nicht mehr dreht. Das über zehn Meter breite Mähwerk schneidet die Stängel etwa 30 Zentimeter über dem Boden ab.

Für die Sonnenblumenernte haben die Landwirte das Schneidwerk ihres Mähdreschers umgerüstet. Die Haspelzinken wurden mit Kunststoffgewebeband abgedeckt, um ein Aufspießen der Blütenkörbe zu verhindern. Die Körner werden im Mähdrescher durch Siebe und Wind gereinigt und anschließend auf bereitstehende Container geladen.

Etwa 18 Tonnen Sonnenblumenkerne enthält der Behälter, wenn er abtransportiert wird. Die übrigen Pflanzenteile werden klein gehäckselt und bleiben auf dem Acker. Zwei Tage benötigt Dennis Lück, um das 60Hektar große Feld abzuernten.

Nach der Ernte bereiten die Landwirte den Boden für die nächste Saison vor. Stängel und Wurzeln werden in den Boden eingearbeitet. Im nächsten Jahr wächst dann auf dem Feld Mais. Die Sonnenblumenkerne werden in das Lagerhaus nach Kyritz transportiert und später zu Öl verarbeitet.

Von Cornelia Felsch

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