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Ostprignitz-Ruppin Reiner Schöne und Peter Sattmann rissen Witze
Lokales Ostprignitz-Ruppin Reiner Schöne und Peter Sattmann rissen Witze
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00:17 19.10.2016
Reiner Schöne und Peter Sattmann haben selber Spaß an ihrem Auftritt und kichern teils genauso wie die Gäste über die Witze. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Das Schöne an Witzen ist, dass man sie oft wieder vergisst. Und zumindest noch ein zweites Mal darüber lachen kann. Klappt nicht immer – aber Reiner Schöne und Peter Sattmann setzen zumindest auf die Vergesslichkeit ihrer Zuhörer. Irgendwann einmal, als beide sich als Tod und Teufel in den Kellergewölben des Berliner Domes gegenübersaßen und auf ihre Auftritte im „Jedermann“ warteten, bemerkten beide, dass ihre Chemie stimmte. Und man über die Witze des anderen gut lachen konnte. Schauspieler wissen genau, wie lange solche Warterei vor der Bühne oftmals ist. Die will gefüllt werden – Schöne und Sattmann haben das scheint’s so bravourös gemeistert, dass die Idee für einen gemeinsamen Witze-Abend daraus entstanden ist.

Am Freitagabend gaben sich beide die Ehre im Neuruppiner Kulturhaus Stadtgarten – 120 Gäste sitzen erwartungsfroh mit ihren Getränken an Tischen, um sich von den beiden bekannten Schauspielern bespaßen zu lassen. Die – nennen wir es der Einfachheit halber – Kneipenatmosphäre passt gut, den beiden Akteuren ist es recht: „Trinken sie ausreichend Alkohol, das erleichtert uns die Arbeit“, ruft Schöne gut gelaunt. Das mit den versprochenen Witzen sei allerdings nur ein Vorwand gewesen, die Leute herzulocken, gesteht er. „In Wahrheit wollen wir unseren neuesten Immobilienfonds vorstellen“, ruft er und erntet erste Lacher.

Er gibt einen Blues zum besten

Das spornt ihn an, er nimmt die Klampfe und gibt erst einmal einen Blues zum besten – einen sächsischen wohlgemerkt. Die Mundart passt – das sollte man ruhig öfter machen – und scheint wie gemacht für den gemütlichen Blues. Dann wird es ernst – Zeit für Lustigkeit. „Den?“, tuschelt Schöne. „Nee, schauen Sie sich mal die Leute an! Mit denen musste langsam anfangen.“ Gegiggel im Saal und dann gibt’s als Warming up ein Maschinengewehrfeuer an Witzen. Etliche allerdings mit methusalemlangen Bärten. Das Publikum ist dennoch entzückt und kichert fröhlich auf seinen Stühlen. Über den Mann, der zum Arzt kommt: ’Ich hab Krampfadern am Glied.’ ’Nee, sagt der Arzt. Krampfadern hat man höchstens am Bein. Vom lange stehen.’ ’Sehn se’, sagt der Mann.

Hau den Buzzer – das Zeichen für: Jetzt ich! Kenn se den? Quelle: Regine Buddeke

Blondinenwitze, Alzheimerwitze, Politikerwitze, Flaschengeistwitze. Nicht zu vergessen das unverwüstliche Fritzchen. Manchmal ein bissel versaut, manchmal bieder, manchmal sehr vorhersehbar. Wenn dann kaum einer lacht, bemüßigen sich beide, die Pointe zu erklären. Oder sagen: „Lassen Sie es sich von Ihrem Nachbarn erklären.“ Auf die Idee, dass manche Witze einfach nicht mehr witzig sind, scheint keiner von beiden zu kommen. Aber glücklicherweise wird zumeist gelacht.

Nett ist es, wie beide sich den Ball zuspielen. Herr Schöne und Herr Sattmann, so nennen Sie sich gegenseitig in schönster Loriot-Manier, hauen wechselseitig auf den Portierklingel-Buzzer als Zeichen: Jetzt kommt ein neuer Witz. Schöne, der nebenbei immer auch Sänger und Songschreiber war, lockert mit Liedern auf. Ein Glanzstück – das ist der Höhepunkt des Abends – liefert Sattmann mit einer Kostprobe aus seinem Stück: „Der Erzbischof ist da“. Die Szene, in der er zu früh auf der Bühne erscheint und die Szene fast ruiniert, hat er so wunderbar plastisch in einen wortgewaltigen Psychothriller verwandelt, dass kein Auge trocken bleibt.

Von Regine Buddeke

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