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Ostprignitz-Ruppin Renate Dahm sammelt Kaffee-Geschirr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Renate Dahm sammelt Kaffee-Geschirr
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11:35 28.08.2016
Renate Dahm mit einer kleinen Auswahl aus ihrer Sammlung. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Dieser Anblick schürt die Neugierde: Vor einem Fenster eines Hauses in der Wittstocker Schützenstraße sind auf Regalen in drei Ebenen Kaffeekannen samt Milchkännchen und Zuckerdosen aufgereiht. Mancher Spaziergänger bleibt stehen und lässt den Blick ein wenig schweifen. „Sogar Männer“, sagt Renate Dahm, die daran längst gewöhnt ist. Interessierte Nachfragen gebe es öfter. Kein Wunder, diese Art Schaufenster dürfte einmalig in Wittstock sein.

Es zeigt eine Auswahl von besonderem Geschirr, das jeden Kaffeenachmittag adelt. Wie zum Beweis nimmt Renate Dahm die eine oder andere Kanne in die Hand, dreht sie um und liest die Firmenaufdrucke, die die jeweilige Herkunft des Geschirrs beweist – Seltmann Weiden, Steinmann Tiefenfurt, Preußisch-Königliche Porzellan-Manufaktur, Weimarer Porzellan und viele andere traditionsreiche Hersteller – Firmen, die mitunter bereits im 18. oder 19. Jahrhundert gegründet wurden. Die Stücke im Fenster sind nur eine kleine Auswahl. In den Schränken finden sich noch weitere sehenswerte Exemplare. „Jedes einzelne von ihnen hat eine Geschichte. Es hängen viele persönliche Erinnerungen daran“, sagt die Seniorin.

Interessante Flohmarktbegegnungen

Näher eingehen möchte sie darauf nicht. Lieber erzählt sie von Flohmarktbegegnungen, die ihre Sammelleidenschaft mit sich brachte. Da war der ausländische Verkäufer, „der wohl keine Ahnung hatte“ und ein Markenprodukt viel zu billig hergegeben habe oder der Verkäufer, der auf 60 Euro für ein Milchkännchen bestanden habe, das nun das teuerste seiner Art in ihrer Sammlung ist – oder auch die ältere Dame, eine Gleichgesinnte, von der die Wittstockerin erst erfuhr, wie sich das Sammelwerk eigentlich genau nennt – nämlich Kaffee-Kannen-Kernsammlung. Dieser Begriff umschreibt ein Gedeck mit Kanne, Milchkännchen und Zuckerdose. Insgesamt 47 dieser zusammengehörigen Dreier-Sets besitzt Renate Dahm – genug, wie sie findet. Deshalb hat sie sich fest vorgenommen: „Noch drei Stück, dann höre ich aber wirklich auf.“ Auch wenn’s schwerfällt: Mehr als 50 Kaffeegedecke sollen es nicht werden. Schließlich ziehe sie demnächst von ihrem Haus in eine Wohnung in der Innenstadt – und die Stücke sollen alle mit. „Von einzelnen Sachen trennen würde ich mich nur, wenn ich es muss.“

Nicht nur zum Anschauen

Schließlich sind sie nicht nur Anschauungsobjekte, sondern kommen oft auf den Tisch – nicht selten passt das Dekor dann sogar zur Jahreszeit. Die Kaffeerunde mit Geschmack und Stil liegt Renate Dahm am Herzen. Sie genießt es, mit Bekannten oder Freunden Kaffee und Kuchen auf besonderem Geschirr und mit Stövchen zu servieren – als Gegenentwurf zur heutigen Praxis, wo fast nur noch Plastikbehälter benutzt werden.

Ihre Liebe zu besonderen Kaffeegedecken entdeckte Renate Dahm 1983, als sie das Haus in der Schützenstraße bezog. Da seien zwei wertvolle Kaffeekannen mit Zuckerdosen und Milchkännchen schon vorhanden gewesen. „Da dachte ich mir, ich könnte das eigentlich sammeln, schließlich habe ich mich schon immer für Porzellan und solche Sachen interessiert“, sagt Renate Dahm. Deshalb besitzt sie auch rund 30 Sammeltassen – „aber nur mit Fuß“, schränkt sie ein. Aus DDR-Zeiten hat sie zudem eine kleine Messing-Sammlung. Auf die Kaffee-Gedecke aber legt sie besonders großen Wert und ist froh, dass sie auch in Zukunft ihren Platz in der Familie haben werden. „Denn meine Tochter wird sie einmal übernehmen.“

Von Björn Wagener

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