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Rentner in die Feuerwehr

Seniorenkameradschaft Wittstock Rentner in die Feuerwehr

Werner-Siegwart Schippel, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes, forderte auf der Festveranstaltung in Wulfersdorf eine Verwendungs- statt einer Altersgrenze für Feuerwehr-Senioren.

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Bürgermeister Jörg Gehrmann (r.) bedankt sich bei Klaus Krüger (l.) .

Quelle: Björn Wagener

Wulfersdorf. Ein Umdenken im Umgang mit Feuerwehrsenioren fordert Werner-Siegwart Schippel, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes. „Statt einer Altersgrenze sollte es künftig eine Verwendungsgrenze für Feuerwehrsenioren geben“, sagte er am Sonntag in Wulfersdorf. Denn viele ehemalige Feuerwehrmänner und -frauen seien noch fit genug, um bei Einsätzen den aktiven Kameraden hilfreich zur Seite zu stehen. Auf diese Weise könne der Personalmangel in den Wehren ein wenig abgefedert werden. Gleichzeitig warb er, junge Menschen dafür zu gewinnen, sich für die Feuerwehr zu engagieren.

Im weißen Haus in Wulfersdorf feierte die Seniorenkameradschaft der Feuerwehren Wittstock und Heiligengrabe ihr 25-jähriges Bestehen. Dazu hatten sich dort nicht nur viele Ehemalige eingefunden, sondern auch zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft, darunter neben Schippel und Klaus Krüger, dem Leiter der Seniorenkameradschaft, unter anderem Landtagsabgeordnete Ina Muhß (SPD); die Bürgermeister aus Wittstock und Heiligengrabe, Jörg Gehrmann und Holger Kippenhahn; Burkhard Schultz, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung; Wittstocks Wehrführer Sven Scheer; die Heiligengraber Feuerwehrspitze um Matthias Jennrich; Wittstocks Bürgermeister a. D. Lutz Scheidemann; Karin Kranz, die Vorsitzende des Wittstocker Seniorenbeirates, und Gertrud Krüger und Regina Melzer von der Volkssolidarität.

Mathias Krüger von der Feuerwehr Wittstock moderierte den Nachmittag. Karl-Heinz Köppen, der Ehrenvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, erinnerte an die mitunter schwierigen Anfänge. 1991 gründete sich die Seniorenkameradschaft in der Feuerwache Wittstock – mit 36 Mitgliedern. Dem Vorstand gehörten damals Klaus Krüger, Werner Havemann, Werner Anton und Günter Mikoleit an. Sie alle hatten nicht akzeptieren wollen, dass die über 65-Jährigen keine Rolle mehr spielen sollten in den Wirren dieser Zeit, erinnerte Köppen an die Gründe, die der Auslöser für die Schaffung der Seniorenkameradschaft gewesen seien. Anfangs sei die Kameradschaft mitunter belächelt worden. Sie habe es schwer gehabt, sich auf Behördenebene und den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu behaupten. Der „Durchbruch“ sei spätestens 2001 erreicht worden, als das zehnjährige Bestehen gefeiert wurde. Diesen Erfolg schrieb Köppen vor allem dem Ehepaar Krüger zu. „Denn beide brennen für die Feuerwehr – und nur, wer für eine Sache brennt, kann andere anstecken.“ Heute gehöre es zum guten Ton, dass Politiker Grußworte auf Festveranstaltungen der Kameradschaft sprechen.

Die Feuerwehrsenioren feierten das 25-jährige Bestehen  der Wittstocker Kameradschaft

Die Feuerwehrsenioren feierten das 25-jährige Bestehen der Wittstocker Kameradschaft.

Quelle: Björn Wagener

So war es auch am Sonntag in Wulfersdorf. Ina Muhß kündigte an, dass Feuerwehrkameraden künftig gesetzlich keine Dienstunterbrechung mehr angerechnet werde, wenn sie wegziehen und anderswo in eine Feuerwehreinheit eintreten oder nach Jahren der Abwesenheit wieder in die Region und damit auch in die heimatliche Feuerwehreinheit zurückkehren. Diese Neuregelung solle dem Mitgliedererhalt dienen und der demografischen Entwicklung Rechnung tragen. Die beiden Bürgermeister lobten die Leistungen der im Kreis OPR einzigartigen Seniorenkameradschaft und warben dafür, den Feuerwehrgedanken in die nächste Generation zu tragen. „Sonst wird es schwer“, sagte Holger Kippenhahn. Und sein Wittstocker Amtskollege wurde „ein bisschen demütig“ gegenüber der erbrachten Leistungen. Um ihrer Anerkennung Ausdruck zu verleihen, überreichten sie den Vorstandsmitgliedern der Seniorenkameradschaft Figuren in Form des Heiligen Florians, dem Schutzpatron der Feuerwehren.

Außerdem wurden zahlreiche Ehrenurkunden an die Förderer und Helfer der Feuerwehr-Seniorenkameradschaft überreicht. Klaus Krüger konnte sich zudem über mehrere Geldbeträge von Unterstützern freuen. Den kulturellen Teil des Nachmittags bestritten die Tetschendorfer Schlossbläser.

Wie wichtig die Feuerwehr ist, wurde mitten in der Festveranstaltung deutlich, als gegen 15 Uhr Feuerwehrmitglieder aus der Heiligengraber Gemeindewehr zu einem Einsatz nach Blumenthal gerufen wurden, wo Gasgeruch gemeldet worden war.

Von Björn Wagener

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